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Jesus von Nazareth


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Giotto Jesus vertreibt die Händler aus dem

Jesus Christus Jesus der Nazoräer oder Jesus von Nazareth (Jesus latinisierte Form des griechischen Ιησους hebräischen Vornamen Josua - JHWH errettet; und dem griechischen Χριστος christos Gesalbter Messias) ist als " Sohn Gottes " und "Erlöser" zugleich Stifter und zentrale des Christentums . Im Islam wird er als Prophet betrachtet; der Mandäismus bezeichnet ihn als "falschen Propheten".

Inhaltsverzeichnis

Der Name

Die Namensform "Jesus Christus" – ein und ein Titel – ist an sich ein griechischer Nominalsatz und somit eigentlich ein in Kurzform: "Jesus (ist der) Christus".

Der Eigenname Jesus ist die griechische Form des Namens Yehoshua oder Josua den der Nachfolger des Mose trug. ist gebildet aus der Verbindung von "Jewe" "Hoshea" (Rettung Heil). Jesus bedeutet also hebr. Der Name Jesus kann daher als ein Gottes gesehen werden das eingelöst wurde. Dieser war zu Lebzeiten von Jesus v. Nazareth unter Juden recht verbreiteter männlicher Vorname.

Christus ist eine griechische Übersetzung des hebräischen Titels Moshiach oder Messias deutsch Der Gesalbte . Mit diesem Titel werden im Alten Testament die Hohenpriester und vor allem auch die Könige Israels bezeichnet.

Da das Christentum zuerst durch Griechischsprecher im Mittelmeerraum ausbreitete gelangten diese griechischen Namensformen nicht die hebräischen) auch in die anderen

Deklination

Der Name wird besonders im traditionellen Gebrauch lateinisch dekliniert also:
Nominativ Jes us Christ us
Genitiv Jes u Christ i
Dativ Jes u Christ o
Akkusativ Jes um Christ um
Die Endungen sind teilweise unterschiedlich weil und Christus im Lateinischen unterschiedlichen Deklinationen angehören.

" Nazarener " " Nazoräer " oder " Nasiräer "?

Die Bedeutung des Zusatzes "von Nazareth" umstritten. Einerseits kann diese die Herkunft "aus Nazareth " bezeichnen; andererseits kann die Form des Nazarener " auch eine bewußt oder von den Evangelisten fälschlich mißverstandene Form von " Nazoräer " oder " Nasiräer " sein was nach Paul Lidzbarski aus philologischer Sicht sehr wahrscheinlich keine Herkunft sondern Zugehörigkeit zu einer Lehrtätigkeit bezeichnet.

Lidzbarski schreibt:

An meine Auseinandersetzungen ... und den Versuch zeigen daß das Wort nicht einen Mann Nazareth bezeichnen könne haben sich viele Erörterungen ... Wenn die Dinge so liegen daß Nazareth nur diese Namensform überliefert ist daß Formen die vorgebracht werden um eine Verbindung Nazareth und Nazoraios herzustellen erfunden und erkünstelt da andererseits Nazoraios eine Form aufweist die ausschließlich Vertreter eines Berufes besonders einer bestimmten (2) bezeichnet so ist für einen jeden denkenden die Frage damit entschieden. Gerade aus Worten Mt. 2 23 auf die man stützt scheint mir hervorzugehen daß man Jesu in Nazareth wohnen ließ um eine Erklärung "Nazoraios" zu haben.
(2) Amoräer Talmudlehrer aus früherer Zeit; Saboräer aus späterer Zeit; Tanojäer Mischnalehrer... In der ai wird das Jod wenn noch ein dazutritt zu Alef wie sonst öfter namentlich palästinischen Aramäisch.
aus: Paul Lidzbarski "Ginza. Das große Buch Mandäer ." Göttingen 1978; Nachdruck der Auflage von Einleitung S. IX

Auch andere Wissenschaftler haben seit längerem über die Deutung von "Nazarener" oder "Nazoräer".

Der historische Jesus

Jesus stirbt am Kreuz - Künstlerische Interpretation

Jesus war Aramäer sprach im Alltag aramäisch (es ist umstritten ob er auch griechisch die damalige Verkehrssprache beherrschte) und verbrachte ganzes Leben im jüdischen Kontext. Historische Informationen Jesus von Nazareth stammen hauptsächlich aus dem Neuen Testament der Bibel insbesondere aus den Evangelien .

Evangelien

Historische Bezüge im Neuen Testament deuten eine Geburt zwischen 7 v. Chr. und 4 v. Chr. und die Kreuzigung um 30 bis 33 n. Chr. hin wobei für die von vielen Theologen der 7. April 30 Nisan) angenommen wird. Die Berichte des Lukas- Matthäusevangeliums über Jesu Geburt und frühe Kindheit eine Geburt in Betlehem nahe. Demgegenüber sehen es manche Autoren historisch wahrscheinlicher dass Jesus in Nazareth geboren Er lernte den Beruf des Zimmermanns (oder Bauhandwerkers) den Beruf seines Vaters Joseph (zur theologischen Aussage der Gottessohnschaft s. d.) übte ihn aber möglicherweise kurz aus. In den Quellen werden Brüder Schwestern von Jesus erwähnt vier Brüder namentlich Matthäus (Mt 13 55): Jakobus Joseph Simon Judas. Im biblischen Umfeld kann der in Evangelien verwendete Begriff "Brüder" allerdings - zumindest bei lockerem Sprachgebrauch" - auch männliche Verwandte Art bezeichnen. (Vgl. Walter Bauer Wörterbuch zu Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Ähnliches gilt wenn auch schlechter belegt von Die Muttersprache eines galiläischen Hebräers der Zeit die einige Jahrhunderte früher von Babyloniern und in Israel eingeführte aramäische (oder syrische) Sprache.

Kruzifix im Ratssaal der Stadt Biberach an Riß

Von der Zeit ab seinem 30. bis zu seinem Tod (mit ca. 33 liegen die Berichte der Evangelien vor. Alle Texte sehen Jesus bereits durch die Brille nachösterlichen Auferstehungserlebnisse enthalten aber ohne Zweifel historisch Erinnerungen. Die Berichte setzten übereinstimmend den Beginn öffentlichen Auftretens in Bezug zu seiner Taufe im Jordan durch Johannes den Täufer. Jedoch wendet sich vom Täufer ab der zurückgezogen lebte beginnt durch die Dörfer Galiläas zu ziehen. schart er eine Gruppe von Anhängerinnen und um sich. Zentraler Kern seines Wirkens ist die eschatologische Rede vom Anbruch des " Reiches Gottes ". Im Gegensatz zu anderen Wanderpredigern seiner war Jesus soweit bekannt der einzige der dass dieses "Reich Gottes" schon punktuell angebrochen ist . (Vgl. Lk. 11 20 ) Diese verbunden mit einer deutlichen Kritik des vorfindlichen rückten ihn von der sadduzäischen Tradition ab. Der Vorwurf an ihn seine Gefolgschaft dass sie "Fresser und Weinsäufer" (Mt 11 19) macht deutlich wie unorthodox seine Auslegung der Tora war. Insbesondere der Prozess gegen Jesus Tod am Kreuz und seine anschließende Auferstehung dann eine zentrale Stellung in den Evangelien Aus der Art der Hinrichtung Jesu (Kreuzigung die Römer) ist zu ersehen dass es offenbar um eine politische Verurteilung handelte - warf ihm vor sich anmaßend als König Israels zu bezeichnen und so die des römischen Kaisers in Frage zu stellen. Religionsvergehen (wie dagegen wurden in der Regel durch die Gerichtsbarkeit verfolgt und mit Steinigung geahndet. Jesus Nazareth wurde jedoch zum Tod am Kreuz Aus den Evangelien geht hervor dass die Jesu zum Tod in erster Linie auf jüdischer Pharisäer und Sadduzäer sowie Anhängern des Herodes beruht die ihn nicht selbst steinigen weil das Volk hinter ihm stand.

Kirchengeschichtliche Schriften

Hegesippus berichtet lt. Eusebius im 2. Jahrhundert dass Männer vor Domitian (81–96) gebracht worden seien unter dem als Blutsverwandte von Jesus die von seinem Judas abstammten aus einem potentiell gefährlichen königlichen zu stammen. Domitian verhörte sie bezüglich dem und seinem Königreich aber als die Männer dieses Königreich sei nicht weltlich sondern himmlisch Domitian sie als harmlos entlassen und seine der Kirche beendet.

Nichtchristliche Schriften

Erwähnung in nichtchristlichen/außerbiblischen zeitgenössischen Schriften findet nicht. Erstaunlich ist dabei dass der jüdische Justus von Tiberias ein Zeitgenosse des Josephus Flavius trotz der zeitlichen und räumlichen Nähe mit keinem Wort erwähnt obwohl er eine Chronik von Moses bis in seine Tage verfasste. Andererseits diese Chronik nur bruchstückhaft überliefert. Einige Theologen daraus dass es einen historischen Jesus nie habe.

Das früheste außerbiblische Zeugnis ist das Testimonium Flavianum des Josephus Flavius das aus zwei Abschnitten aus seinen Jüdischen Altertümern besteht. Die Authentizität des ersten berühmteren ist unter Philologen allerdings umstritten weil in frühen Textvarianten Jesus nicht auftaucht sondern die Übersetzung erst aus dem Jahre 1000 nach stammt. Der zweite Abschnitt der sich mit Hinrichtung von Jesu Bruder Jakobus befasst wird demgegenüber häufiger als echt Die meisten Kirchen und Theologen betrachten diese Stelle ebenfalls als Fälschung und bringen vor zwei Argumente. Während es bei Flavius heißt Jakobus der Bruder von Jesus bei einem gegen die Römer ums leben kam heißt bei allen frühen Kirchenvätern und in der das Jakobus als Märtyrer für den christlichen von den Juden zu Tode gesteinigt wurde. gibt es auch hier eine ältere Textvariante der steht gar nicht der Name Jesus ein anderer hier war Jakobus der Bruder Barabas. Übrigens glaubt die Theologie der Revolution die ersten Christen Revolutionäre waren und erst alles über Aufstände aus der Bibel und Kirchengeschichtsbüchern eliminiert wurde.

In den Berichten der beiden römischen Autoren Tacitus (innerhalb seinen 117/118 n. Chr. entstandenen Annalen ) und Sueton (das Judenedikt des Claudius ) wird jeweils über Christen und den Namensgeber dieser Gruppen berichtet; diesen im 2. Jahrhundert entstandenen Schriften wird nicht auf die Person Jesus selbst eingegangen.

Tacitus schreibt:

Der Mann von dem sich dieser Name Christus war unter der Herrschaft des Tiberius Veranlassung des Prokurators Pontius Pilatus hingerichtet worden; für den Augenblick unterdrückt brach der unheilvolle wieder hervor nicht nur in Judäa dem dieses Übels sondern auch in Rom wo der ganzen Welt alle Gräuel und Scheußlichkeiten und gefeiert werden.
Annales 15 44 13; zitiert nach Jesus (s. Literaturliste)

Man kann heute nicht nachvollziehen ob sich von christlichen Quellen leiten ließ oder nachforschte; außer daß eine Christus genannte Person Pontius Pilatus hingerichtet wurde finden sich hier keine Informationen. Aufgrund der geringen Bedeutungs des im 2. Jahrhundert ist das aber nicht

Forschungen zur Person

Christus aus S.Apollinare Nuovo Ravenna - 6.

Seit dem frühen 19. Jahrhundert versuchen Forscher ein Bild des Lebens und der von Jesus zu finden. Dazu werden die christlichen Quellen sowie das sonstige Wissen über die Gesellschaft der Zeit heran gezogen.

Heute wird vielfach angenommen dass Jesus in Betlehem in einem Stall geboren wurde dass der Geburtsort später den Prophezeihungen des Testaments angeglichen wurde. Auch die Herkunft aus ist nicht sicher da griech. Iêsous ho Nazôraios kann wie oben beschrieben auch eine falsch gedeutete Form von "Jesus der Nazoräer " sein; oder die Chronisten setzten bewußt Herkunft aus Nazareth ein um Jesus von den Nazoräern zu distanzieren.

Traditionsgemäß dürfte Jesus das Handwerk des Vaters erlernt haben und "Tekton" sein ein Handwerker der vorwiegend im Baugewerbe ist jedoch generell mit Steinen Stroh und umgehen kann. Anhand von Rechnungen ist auch dass ein Tekton am Schleusenbau bei der von Schöpfrädern und der Ausbesserung von Sätteln haben kann. Vermutlich hat Jesus über keinerlei Bildung verfügt evtl. sprach er neben dem Dialekt etwas griechisch und konnte rudimentär lesen schreiben; belegt ist dies jedoch nicht. Andere gehen jedoch davon aus dass Jesus zumindest einer Ausbildung zum Rabbi genossen hat und somit auch die hebräische Sprache erlernte.

Wie Jesus seine Jugendzeit verbracht hat unklar. Möglicherweise hat Jesus als Gehilfe Josefs Wiederaufbau der nahe gelegenen Stadt Sepphoris mit die durch Varus und seine Legionen zerstört worden war. selbst dürfte keine Basis für die Ernährung achtköpfigen Familie von Josef und Maria geboten

Spekuliert wird dass Jesus ein illegitimes voreheliches Kind Marias ist. Dem widersprechen jene die den gesamten Überlieferungskomplex von der "unregelmäßigen" auf christologisches Interesse zurückführen. Üblich war in Nachnamen -losen Zeit dass Söhne nach ihrem Vater "Sohn des..." bezeichnet wurden Jesus wurde jedoch "Sohn der Maria" bezeichnet (seit wann ist Jesus wäre dann ein Außenseiter in seinem gewesen was wiederum seine spätere Zuwendung zu gesellschaftlichen Außenseitern erklären könnte.

Ziemlich sicher ist dass Jesus kurz seinem 30. Lebensjahr seine Familie verlässt und Kapernaum umzieht. Sein mutmaßlicher Vater Josef ist bereits tot jedenfalls wird er in keiner mehr erwähnt. Mit diesem Schritt verstößt Jesus Ansicht von Kritikern gegen das vierte Gebot und seine Pflicht als erster Sohn weiter um die Familie zu kümmern. Nach gesellschaftlichen und moralischen Vorstellungen seiner Zeit ist damit mit einem Mörder und einem Ehebrecher gleichzusetzen. Von seiner Familie wird bei Markus gesagt dass sie Jesus aufhalten wollten dass sie erklärten er sei von Sinnen.

Zur Zeit Jesu gab es eine von eschatologischen Wanderpredigern mit mehr oder weniger großer Gemeinde . Einer davon war Johannes der Täufer dem sich Jesus vermutlich nur für Wochen anschloss. Vielleicht gab es Berührungen oder Zugehörigkeit beider zur Gruppe der Essener . Anschließend predigte er selbst auf charakteristisch Weise vom Reich Gottes wobei sein Wirkungskreis auf ein kleines am See Genezareth beschränkt ist das durch das Städtedreieck Kapernaum -Bethsaida-Chorazim eingegrenzt wird; das sehr flache Dreieck eine Seitenlänge von weniger als 20 km Kapernaum an der Spitze des Dreiecks zwischen anderen beiden Städten liegt. Insofern ist verständlich nichtchristliche zeitgenössische Quellen kein Material zu Jesus er war eine unbedeutende Randfigur ein Wanderprediger vielen der in einem provinziellen Gebiet unterwegs das keinerlei besondere Bedeutung im römischen Reich hatte.

Christus aus St. Domitilla Katakombe - 4.

Vermutlich lernte Jesus Petrus und dessen Bruder Andreas bei Johannes Täufer kennen. Im Haus von Petrus das Kapernaum lag (zu jener Zeit ein Fischerstädchen ca. 1000 Einwohnern) richtete er eine Art ein. Möglicherweise wurde er dort von einige gehört die auf der Fernstraße Via Maris Syrien oder Ägypten unterwegs waren. Archäologen bestätigen die Existenz Gebäudes daß seit frühchristlicher Zeit als Pilgerstätte und möglicherweise das Haus des Petrus war.

Jesus stellte viele Traditionen und Bräuche auf zum Teil umstürzlerische in Frage so die Sabbat -Heiligung die Todesstrafe für eine Frau bei Ehebruch ("Wer unter euch ohne Sünde ist werfe den ersten Stein auf sie") oder Gebot die Eltern zu ehren ("Wer Vater Mutter mehr liebt als mich der ist nicht wert."); zugleich radikalisierte er die Gebote ihren Wortlaut hinaus ( Bergpredigt ). Er stellte die führenden Gesellschaftsschichten in die Reichen und die Schriftgelehrten. Seine Anhängerschaft sich ausschließlich aus Juden er vermied aber den Kontakt mit nicht.

(Einfügung: "Wer unter euch ohne Sünde der werfe den ersten Stein auf sie" nicht im originalen Johannes-Evangelium enthalten. Obwohl diese nach dem Original-Jesus klingt ist sie eine eines Kopisten oder aber eine Einfügung aus unbekannten anderen Quelle.)

Jesus bezeichnete sich wohl nicht selbst " Messias ". Wurde er als Messias von einigen angesehen so bedeutete dies dass er die Autorität des Judentum für diese sein müsste. Unter der Priesterschaft wie auch unter der regierenden Klasse mit der römischen Besatzungsmacht kollaborierenden Juden ist ein Politikum gewesen. Die Gefahr der Destabilisierung Unruhen im Vorfeld des Pessach -Festes (unmittelbar vor seiner Festnahme und Hinrichtung) dem Jesus mit seiner Anhängerschaft nach Jerusalem gereist ist können eine akute Gefahr sein – Jesus hatte schließlich Galiläa verlassen um sich Jerusalem und damit Zentrum des Glaubens zuzuwenden möglicherweise enttäuscht und da er die Städte Galiläas laut Markus Lukas verflucht da sie sich nach seiner Predigt nicht gebessert hätten.

Tatsächlich provoziert Jesus einen Aufruhr beim Tempel . Im Vorhof des Tempels der im zum hinteren Tempelbereich auch dem gemeinen Volk Nicht-Juden zugänglich ist hatten sich Händler und eingerichtet. Die Händler sind historisch betrachtet ebenso wie die Priester der Handel im Vorhof eine feste Institution denn nur sie verkaufen Opfer die ausschließlich im Jerusalemer Tempel dargebracht können. Ohne die Opfer können aber die Riten nicht vollzogen werden. Der Angriff auf Händler kann als höchster Tabubruch betrachtet werden keine Reinigung sondern ein auf die bestehende Ordnung und die Elite des Judentums.

Jesus entkommt wird aber gesucht und durch Verrat gefunden. Ein kurzer Prozess folgt. Tage nach dem Zwischenfall beim Tempel wird hingerichtet. Die Todesart war Kreuzigung . Damit wurde das Urteil von Pontius Pilatus ausgesprochen da nur die Römer das hatten Todesurteile auszusprechen. Kreuzigung war die übliche Todesstrafe für Nichtrömer. Der Umstand dass Jesus von den Römern als "König der Juden" hingerichtet worden bedeutet als Schuldspruch: Anzettelung von Aufruhr. Die jüdische Todesstrafe nach dem Alten Testament war Steinigung (siehe Jakobus). Falls Jesus als "König Juden" verurteilt worden ist bedeutet dies automatisch er bei der Anklage die Frage ob der Messias wäre nicht verneint hat.

Was ist das besondere einzigartige an Lehre Jesu die im Alten Testament oder hellenistischen Philosophen aufgezeigt wurde? Nach Harnack das vom verlorenen Sohn. Dieses Gleichnis enthält die an alle Gesetzesreligionen. Gott verlangt nichts kein kein Opfer keine Leistung Gott freut sich über die Heimkehr. Die Liebe Gottes geht missio (Missionierung) über die ganze Welt. Das kennt diese Geborgenheit im Hinblick auf die Die Seele ist rein und kann durch Taten auf Erden nicht befleckt werden. Sie rein wieder zu Gott ein. Jedoch steht Judentum fest im Rahmen von heiligen Gesetzen religiösen Pflichthandlungen.

Das Turiner Grabtuch stellt möglicherweise einen Zugang zum historischen dar in der Tradition der mittelalterlichen abergläubischen Es enthalte das Abbild eines Gekreuzigten die folgen den Passionsberichten. Die Wissenschaft bezweifelt allerdings Authentizität und die Echtheit sowie die Aussagekraft Spuren des Tuches. Außerdem steht in der das Jesus in Leinen gewickelt wurde vergleichbar Mumien und nicht in ein Leinenlaken. Damit entweder das Turiner Grabtuch oder die Bibel.

Literaturhinweis: Propyläen Weltgeschichte und GEO 1/2004

Spekulationen zum Historischen Jesus

Bei einem so emotionalen Thema bleibt nicht aus daß Spekulationen von mehreren Seiten historischen Jesus angestellt werden. Die zwei größten gegenläufigsten Pole sind hier dargestellt:

Johannesevangelium als Augenzeugenbericht

Vor allem strenggläubige Christen sehen im des Johannes ein authentisches Zeugnis eines Jüngers das Johannesevangelium spricht sich selbst dem "Jünger Jesus liebte" zu und in Johannes 21 es:
24 Das ist der Jünger der von Dingen zeugt und der dies geschrieben hat; wir wissen daß sein Zeugnis wahr ist.
Zitiert nach revid. Elberfelder Bibel

Die liberale Theologie geht von einer des Johannesevangelium in den Jahren 100–120 n. aus wobei ältere Traditionen verwendet wurden und es wegen seiner bildhaften Sprache für eine Pseudepigraphe aus dem Johannes-Schriftkreis.

Jesus als fiktive literarische Gestalt

Atheisten sehen das Fehlen von Zeugnissen der eigentlichen Wirkungszeit Jesu (um 29–30 oder n. Chr.) als Anlaß an der Historizität selbst zu zweifeln. Es gibt überdies Abhandlungen Jesus als Personifikation jüdischer Wunschvorstellungen der damaligen sehen beispielsweise als eine Abwandlung von Cäsar Schwert zu bringen bin ich gekommen etc.). Fehlen von Zeugnissen von dritten Zeitgenossen wird ebenfalls herangezogen.

Der heutige Wissensstand geht nicht davon einerseits war das Christentum bis in das Jahrhundert n. Chr. hinein eine Minderheitenreligion und gehörte im Römischen Reich zum Hinterland. Andererseits wären Zeugnisse aus Zeit auch Verfälschungen durch Gläubige im späten und frühen Mittelalter ausgesetzt gewesen (siehe Testimonium Flavianum ) die nicht viel davon übrig gelassen Dazu kommt daß das Judenchristentum dem Zeitgenossen angehört hätten von einer dominierenden Stellung zu Minderheit und Irrlehre wurde (heute noch ist orthodoxe Patriarch von Jerusalem in der Rangfolge fünf alten Patriarchate der letztgenannte) was auch seiner Schriften kostete.

Alleine von den Tatsachen her erklärt Ansatz nicht wie sich die christliche Religion direkt nach dem – in diesem Falle – Hinrichtungsdatum im Jahre 30 oder 33 konnte und daß Zeugnisse von Gläubigen dieser (wie der Apostel Paulus ) klar darauf hindeuten daß diese an Leben und Hinrichtung geglaubt haben. Gegen die der jüdischen Wunschvorstellungen spricht die Neuartigkeit und der Lehre Jesu und dessen Ende durch was zu jener Zeit ein Ende in bedeutete.

Theologie

Mit der Reflexion und Diskussion christlicher über Jesus Christus beschäftigt sich die Christologie .

Jesus von Nazareth oder Jesus Christus ? Für die traditionelle und evangelikale Theologie handelt es sich um die gleiche die historisch-kritische Theologie versucht dagegen zwischen dem Jesus von Nazareth und Christus terminologisch zu ob man historisch oder religiös von Jesus

Die Lehre von der Erbsünde ist eines der grundlegenden Elemente christlicher Theologie . Allerdings wird der Begriff in der römisch-katholischen und evangelischen Tradition unterschiedlich verstanden wobei einzelne evangelische nochmals ein unterschiedliches spezifisches Verständnis haben können. ist allen Traditionen die Lehre dass der durch die Erbsünde von der Gemeinschaft mit getrennt ist und aus eigener Kraft diese nicht wieder herstellen kann und dass diese durch Jesus Christus überwunden wird. Über die genaue Art Erlösung und den Weg dazu gibt es der verschiedenen christlichen Konfessionen unterschiedliche Auffassungen. Weiteren Stellenwert nimmt im Christentum die Dreifaltigkeit ein. Diese Lehre besagt dass Gott der Schöpfer Jesus Christus und der Heilige Geist eine Gottheit sind. Das Wort Trinität im Neuen Testament selbst nicht verwendet obwohl Formeln Verwendung finden. Die Ausarbeitung und Abgrenzung Erklärungsmodelle für die Dreifaltigkeit (Trinität Dreieinigkeit) ist Laufe der Dogmengeschichte der frühen Kirche über längere Zeit erfolgt. Im allgemeinen wird die Entwicklung mit Formulierung des nicäisch-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnisses am ersten Konzil von Konstantinopel 381 als abgeschlossen angesehen. Bezüglich der Christologie gab es in den nächsten Jahrhunderten noch viele Auseinandersetzungen. Ein Meilenstein bedeutete hierbei das Konzil von Chalcedon (451 n. Chr. 4. ökumenisches Konzil) die größte Synode der Alten Kirche . Dort einigten sich die versammelten Theologen das Bekenntnis "Jesus Christus ist wahrer Mensch wahrer Gott" (Zweinaturenlehre). Die Ergebnisse dieser Synode bis heute gemeinsame (ökumenische) Lehrgrundlage der christlichen mit Ausnahme der damals widersprechenden Altorientalischen Kirchen .

Jesus im Alten Testament

Der Begriff Christus ist die Übersetzung des hebräischen maschiach ( Messias – Gesalbter) ins Griechische. Der Begriff im Alten Testament zunächst den König Israels Judas. In der Zeit nach dem babylonischen (nach 539 v. Chr) kann auch der Hohepriester als "Gesalbter" tituliert werden (vgl. Sach Ein namentlich unbekannter Prophet aus der Zeit babylonischen Exils (587–539 v. Chr.) auf den Kapitel 40–55 des Jesajabuches zurückgehen wendet die sogar auf den persischen König Kyros an Jes 45 1). Erst sehr spät wird Messiastitel auf einen erwarteten endzeitlichen Heilskönig angewandt.

Die Autoren des Neuen Testaments beziehen Passagen des Alten Testaments auf Jesus – sie also (zum Teil gegen den ursprünglich Sinn der alttestamentlichen Textstellen) in messianischem Sinne instrumentalisiert diese somit als Beleg oder Beweis christologische Aussagen. Einige Beispiele sind:

  • 1. Mo 49 10: Aus dem Juda (NT: Lk 3 33)
  • Mi 5 1: Geburtsort (NT: Mt 1)
  • Jes 7 14: Von einer Jungfrau (NT: Mt 1 18)
  • Ps 41 10: Von einem Freund (NT: Mk 14 10)
  • Ps 22 19: Soldaten werfen das um seine Kleider (NT: Mk 15 24)

Die Sicht von Nichtchristen

Außerhalb des Christentums wird Jesus von per definitionem nicht als Sohn Gottes oder einziger der Menschheit angesehen. Positive Ansichten reichen von Einreihung Jesu in untergeordneter Rolle in die Religion bis zur Rolle eines außergewöhnlichen Menschen Rhetoriker und Magier ; negative Ansichten betrachten ihn als religiösen oder bestreiten seine historische Existenz.

Judentum

Das Judentum erkennt Jesus von der Minderheit der Juden abgesehen nicht als göttlichen Erlöser und Jesus in jüdischen Quellen (Talmud) meist nur Mann" genannt betrieb nach diesen Quellen Zauberei über die Weisen hatte 5 Jünger und uneheliches Kind des römischen Soldaten Panthera. Außerdem er am Vorabend des Passsa gehängt worden sich trotz 40tägiger Suche kein Entlastungszeuge gefunden (bSanh43a).

Diese Beschreibungen machen deutlich das Jesus seine Lehren als mit dem Judentum unvereinbar werden.

Es gibt allerdings in neuerer Zeit jüdische Intelektuelle die den Versuch unternehmen Jesus einer positiven Weise ins Judentum "heimzuholen" nicht Messias aber als eine herausragende jüdische Figur. dafür sind Martin Buber und Pinchas Lapide

Islam

Der Koran die heilige Schrift des Islam erzählt Passagen aus Jesu Leben. Allerdings es sich beim koranischen Propheten Isa nicht den Jesus als Messias den die Evangelien In sechs mekkanischen und neun medinischen Suren wird er unter dem Namen Isa erwähnt in weiteren wird auf ihn genommen. Seine Rolle ist allerdings nicht die Messias / Christus sondern die eines Propheten . Siehe auch Barnabasevangelium .

Nach islamischem Glauben wurde Isa/Jesus von Jungfrau geboren starb aber nicht am Kreuz ; sondern es starb ein anderer der Jesus ausgegeben wurde. Isa sei ausgewandert (nach der Ahmadiyya -Sekte nach Indien) und alt geworden. Die Jesu von denen die Bibel berichtet werden Islam anerkannt. Direkt nach seinem Tode wurde in den Himmel erhöht. Jesus/Isa gilt im als einer der 5 wichtigsten Propheten der (Adam Abraham/Ibrahim Moses/Musa Jesus/Isa Mohammed). In der Theologie wird häufig jedem dieser Propheten ein Prinzip zugeordnet so steht etwa Moses für (Auszug aus Ägypten) Jesus für Liebe und für Wahrheit (Postulat der Unverfälschtheit und göttlichen des Koran). Sein Platz ist im Himmel neben Gott und er eröffnet das Jüngste und richtet den Menschen nach seinen Taten. Muslime setzen den am Weltende erwarteten Mahdi mit Jesus gleich. Besonders in der Mysthik und im Sufismus hat Jesus/Isa ein große Bedeutung auch wenn natürlich die islamische von der Person Jesi nicht immer mit christlichen übereinstimmt. Jesus habe eine Heilige Schrift das "Indschil" (Evangelium) als direkte Offenbarung empfangen (wie Adam und Moses und später und die wahren Worte Gottes verkündet aber Christen hätten dies verfälscht. Allerdings empfiehlt der ausdrücklich die Lektüre des Evangeliums. Die Verfälschungsthese jedoch durch die Funde frühester Bibelabschriften nicht Die zur Entstehungszeit des Koran im 7. verwendeten Bibelabschriften sind identisch mit den vorgefundenen aus den ersten nachchristlichen Jahrhunderten.

Manichäismus

Nach den Lehren Manis wurde Jesus den Menschen gesandt um über die göttliche Vernunft aufzuklären. Jesus spielt der Religion Manis speziell die Kosmologie eine wichtige Rolle.

Östliche Religionen

Einige östliche Religionen ( Hinduismus Buddhismus) ordnen Jesus als Guru oder in ihr Weltbild ein ohne ihm eine Erlöserrolle zuzugestehen.

Atheismus

Atheisten haben sehr unterschiedliche Ansichten in auf Jesus. Teilweise bezweifeln sie die Glaubwürdigkeit Aufzeichnungen oder verneinen die Existenz des historischen von Nazareth. Manche akzeptieren Jesus als philosophischen natürlich ohne ihn als Erlöser zu verstehen. glauben an seine historische Existenz sehen ihn als einen sektiererischen Demagogen und Verführer an.

Literatur

  • Eduard Meyer: Urgeschichte des Christentums 5. Aufl. 1921 ISBN 388851200X (Nachdruck)
Die wohl gründlichste und vollständigste Auswertung und der antiken Quellen verfaßt von einem der Altertumswissenschaftler des letzten Jahrhunderts.

  • Josh McDowell/Bill Wilson: "Jesus von Nazareth". Verlag 1995 ISBN 3-7751-23333-4
Ein hervorragendes Buch über Jesus das sich mit den innerbiblischen wie den außerbiblischen Quellen Argumentationen beschäftigt.

Klappentext: "Wer war Jesus wirklich und unterscheidet sich die historische Figur von dem das die Christen von ihm zeichnen? Wie die offensichtlichen Widersprüche zu erklären? Auf diese Fragen gibt Rudolf Augstein fundierte Antworten." Darstellung aktuellen Christusforschung. Zu Wort kommen jüdische und Theologen und Historiker. Im Allgemeinen christentumskritisch teilweise von Augsteins persönlichen Ansichten geprägt.

  • Carsten Peter Thiede: "Jesus der Glaube die 2003 ISBN 3-929246-95-3
Rezension: Was wissen wir von Jesus? enthält der biblische Bericht zahlreiche Informationen über Mann aus Nazareth andererseits hat deren Deutung letzten Jahrhundert aus dem Gottessohn alles mögliche einen Träumer Weisheitslehrer Menschenfreund ja einen politischen Welches Bild zeichnet die Geschichtswissenschaft? Welche Erkenntnisse die Archäologie? Der weltweit anerkannte Papyrusexperte und Carsten Peter Thiede entwirft eine neue Sicht Jesus Christus die wissenschaftlich fundiert manche Überraschung Evangelikal historisch orientiert mit neuesten archäologischen Ergebnissen. Allerdings: Thiede wird vom Mainstream der Archäologischen vielfach als ein Außenseiter angesehen der auf Sympathiewelle evangelikal-protestantischer Kreise schwimmend sein sehr privates kocht.

  • Walter Kasper: Jesus der Christus. Mainz (Grünewald) Sicherlich eines der Standardwerke aus der Sicht Theologen.

Rezension bzw. Auszug aus dem Text der Vorderseite: Jesus unser Schicksal - das war von Pastor Busch gewählte Generalthema seiner ganzen Er war mit großer Freude Jugendpfarrer in aber als leidenschaftlicher Prediger des Evangeliums war auch immer wieder unterwegs. Tausende kamen und ihm zu. Er war überzeugt dass das von Jesus die atemberaubendste Botschaft aller Zeiten Das erste Kapitel beginnt mit dem Aufsatz: ja aber warum Jesus? Es handelt sich eines der am meisten verbreiteten evangelistischen Bücher deutschsprachigen Raumes. Das Werk wurde aber in letzten Jahren in immer mehr Fremdsprachen übersetzt. dürfte sich um "das" klassische evangelistische Werk handeln. Allerdings: Wilhelm Busch (nicht identisch mit dem und Dichter gleichen Namens) ist auch unter sehr umstritten.

  • Theißen Gerd Merz Annette: Der historische Jesus. & Ruprecht. 3. Auflage 2001. (soll das beste Lehrbuch sein)

  • Roloff Jürgen: Jesus. Beck Verlag. 2000. (kurze

  • Schneider Carl: Geistesgeschichte der christlichen Antike. DTV-Verlag 1978. (interessant für den Hintergrund)

Literatur für sehr kritische Christen:

  • Lüdemann Gerd: Jungfrauengeburt. Radius Verlag Stuttgart 1997 die Ansicht der jüdischen Literatur auf)

  • Deschner Karlheinz: Abermals krähte der Hahn. Eine Kirchengeschichte. Goldmann Verlag. 4. Auflage Taschenbuchausgabe 1996. kenntnisreichste unter den Advocati Diaboli" Frankfurter Allgemeine

  • Uta Ranke-Heinemann : Nein und Amen. 1992 1994 2002 Verlag ISBN: 3453211820

siehe auch: Turiner Grabtuch

Verfilmungen




Bücher zum Thema Jesus von Nazareth

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