Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Jiddu Krishnamurti (* 12. Mai 1895 in Madanapalle Indien ; † 17. Februar 1986 in Ojai in Kalifornien) war bedeutender Philosoph des 20. Jahrhunderts.
In seinen Reden zeigt er die Möglichkeit der vollständigen Freiheit auf indem durch ( Aufmerksamkeit ) Beobachtung des Geistes und seiner Reaktionen Beziehungen zur Umwelt seine Natur erkannt wird.
Zentraler Ausspruch: "Truth is a pathless Keine Methode keine Religion kein Lehrer zur Wahrheit führen. Jeder ist selbst verantwortlich.
Jiddu Krishnamurti wurde am 12. Mai in Madanapalle Südindien als achtes Kind einer geboren. Bis zu seinem 14. Lebensjahr verlief Leben gemäß den für Inder zu dieser üblichen Umständen. Dies sollte sich drastisch ändern C.W. Leadbeater ein damalig führendes Mitglied der Gesellschaft den Jungen Krishnamurti am Strand von "entdeckte". 1912 wurde Krishnamurti zur weiteren Ausbildung England geschickt und dort wie ab 1909 schon in Indien ganz in theosophischem Sinne der Obhut von C.W. Leadbeater und Annie der Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft erzogen. Im 1911 wurde für ihn der "Order of Star of the East" gegründet dessen Oberhaupt wurde. Ab 1922 entfernte sich Krishnamurti jedoch mehr von den Vorstellungen der Gesellschaft was am 3. August 1929 zu der Auflösung Ordens durch Krishnamurti in Ommen Holland bei Jahrestreffen vor 3000 Mitgliedern führte.(Mehr hierzu in 2; die Entwicklung der Lehre). Bald darauf auch die verschiedenen Fonds und Stiftungen aufgelöst große Ländereien an ihre ursprünglichen Besitzer zurückgegeben. Jahr später trennte sich Krishnamurti von der Gesellschaft endgültig. In diesen Jahren wurde es um Krishnamurti. Das vorher weltweite Interesse ließ und sein Leben sollte sich mehr in abspielen. Krishnamurti verlor sein Image als kommenender und wurde zunehmend als eher weltlicher Philosoph Zwischen 1933 und 1939 reiste Krishnamurti mehrere nach Indien wo er jeweils vor großen sprach. Die Jahre des zweiten Weltkrieges schränkten Bewegungsfreiheit sehr ein; er verbrachte diese Zeit in Ojai Kalifornien. (vgl. Jayakar P. 1988 82 - 113)
Nach 1947 begann Krishnamurti eine umfangreiche und Vortragstätigkeit. Das Interesse an seinen Lehren Vorträgen wuchs von Jahr zu Jahr. Besonders den siebziger und achtziger Jahren besuchten oft tausend Menschen seine in aller Welt gehalteten
Jiddu Krishnamurti starb am 17. Februar im Alter von 90 Jahren in Ojai Kalifornien.
Krishnamurti hatte viele Freunde in aller darunter zahlreiche bekannte Persönlichkeiten; in den früheren waren dies z.B. G. Bernhard Shaw Leopold Antoine Bourdelle. In den Dreißiger-Jahren lernte er Houxley mit dem ihn eine tiefe Freundschaft kennen. Bekannt war er auch mit Jawaharlal Indira und Rajiv Ghandi sowie vielen Wissenschaftlern. gründete er auch Schulen in den USA und Großbrittanien welche heute noch existieren.
Nach der Inobhutnahme des jungen Krishnamurti die Theosophische Gesellschaft wuchs dieser ganz in Welt und Einfluss auf. C.W. Leadbeater und Besant bestimmten mit welchen Personen und welcher Krishnamurti Kontakt haben durfte. Annie Besant wurde bald zu einer zweiten Mutter zumal seine Mutter sehr früh verstarb. In seinen Jugendjahren Krishnamurti die an ihn gestellten Erwartungen völlig erfüllen. Er ging ganz in der okkulten der Theosophischen Gesellschaft auf. Erhellende Worte schreibt Jayakar in ihrer Biographie über Krishnamurti:
"... stellen wir fest daß es bei seinen Begegnungen mit Meister K.H. dem dem Maitreya (okkulte Wesenheiten Meister der Weisheit Weltbild der Theosphischen Gesellschaft Anm. d. Verf.) dem Buddha um Visionen handelt die oft Traumzustand auftraten. Er hatte diese Visionen schon Kindesalter. Damals als seine junge zarte Seele mit der esoterischen Bilderwelt und den Gedankenformen konfrontiert wurde sah er die Meister natürlich wie sie auf den Darstellungen in der Abteilung der Theosophischen Gesellschaft abgebildet waren" (Jayakar 1988 S. 79f). Im August 1922 in begannen in Krishnamurti Prozeße der Transformation die Leben verändern sollten: Diese "Einwirkungen" (Mary Lutyens) "Prozeße intensiver spiritueller Erweckung" (Pupul Jayakar) kamen Wellen und dauerten bis zum Herbst 1924. den folgenden Jahren begann sich eine Kluft Krishnamurti und der Theosophischen Gesellschaft aufzutun: Fast häuften sich Initiationen Einweihungen von führenden und Mitgliedern der Theosophischen Gesellschaft durch die okkulten Dieser Entwicklung wie auch die Ankündigung der einer Weltuniversität und einer neuen Weltreligion beunruhigten bestürzten Krishnamurti sehr als er davon hörte. trug der frühe Tod seines geliebten Bruders zu einer Erschütterung seiner bisherigen Vorstellungen und Glaubens an die "Meister" wesentlich bei. Shiva ein enger Freund schrieb: "Die Nachricht (vom seines Bruders Anm. d. Verf.) ließ ihn zusammenbrechen ja mehr als das: In diesem wurde seine gesamte Lebensphilosophie - der blinde an die Zukunft wie sie ihm von Besant und Leadbeater aufgezeigt worden war und die Rolle die Nitya darin spielen sollte (Rao S. zit. n. Jayakar P. 1988 80). Pupul Jayakar berichtet hierzu:
"Jahre später als er zögernd über Zeit in seinem Leben sprach räumte er daß vielleicht gerade die Intensität seines Schmerzes tiefere allumfassende Wahrnehmung jenseits aller Worte in wachgerufen hatte. Eine Intelligenz die langsam innerhalb Jahre gereift war und in ihm geschlummert begann im Moment des akuten Leidens zu (Jayakar P. 1988 S. 81). Auf einem seines Ordens 1927 wurde die Diskrepanzen nun jedermann deutlich; er sagte: "Während vieler Leben auch im Laufe dieses Lebens - und besonders während der vergangenen Monate - habe darum gekämpft frei zu sein. Frei von Freunden meinen Büchern meinen Bindungen. Ihr müßt die gleiche Freiheit kämpfen. Ihr müßt ständig Aufruhr sein" (Archive der Theosophischen Gesellschaft Adyar zit. n. Ja-yakar P. 1988 S. 85). diese Entwicklung schreibt Pupul Jayakar: "Nach einem Reifungsprozeß streifte Krishnamurti´s Bewußtsein jene Schichten die auf die theosophischen Rituale und Hierarchien angesprochen sie akzeptiert hatten ab und kam unverbildet ohne die geringste Narbe zum Vorschein" (Jayakar 1988 S. 84). Zwei Jahre später folgte logische Konsequenz der Ablehnung von Einweihungen Hierarchien okkulten Meistern. Am 3.August 1929 löste er für ihn gegründete Organisation den "Order of Star of the East" mit folgender Rede
"Ich behaupte daß die Wahrheit ein Land ist und daß es keine Pfade die zu ihr hinführen - keine Religionen Sekten. Das ist mein Standpunkt den ich und bedingunglos vertrete. Die Wahrheit ist grenzenlos kann nicht konditioniert sie kann nicht auf Wegen erreicht und daher auch nicht organisiert Deshalb sollten keine Organisationen gegründet werden die Menschen auf einen bestimmten Pfad führen oder Wenn ihr das einmal verstanden habt werdet einsehen daß es vollkommen unmöglich ist einen zu organisieren. Der Glaube ist eine absolut Angelegenheit und man kann und darf ihn in Organisationen pressen. Falls man es tut er zu etwas Totem Starrem; er wird Gier zu einer Sekte einer Religion die aufgezwungen wird. Die Wahrheit wird in Formen und zu einem Konsumgut für die Schwachen nur eine momentane Unzufriedenheit spüren. Der Mensch die Wahrheit nicht zu sich herabziehen sondern sich bemühen zu ihr aufzusteigen. (...) Ich keiner spirituellen Organisation ganz gleich welcher Art und ich bitte euch das zu verstehen. betone noch einmal daß keine Organisation einen zur Spiritualität führen kann. Wenn eine Organisation diesem Zweck gegründet wird so wird sie einer Krücke die euch schwächt zu einem Solche Organisationen verkrüppeln das Individuum hindern es zu wachsen und seine Einzigartigkeit zu leben ja darin liegt daß es ganz alleine absolute uneingeschränkte Wahrheit entdeckt. Das ist ein Grund dafür daß ich mich - da der Präsident des Ordens bin - entschlossen den Orden aufzulösen. Niemand hat mich zu Entscheidung gedrängt oder überredet. Das ist keine Tat denn ich will keine Jünger oder ich meine das so wie ich es In dem Moment in dem man beginnt zu folgen hört man auf der Wahrheit folgen." (Jayakar P. 1988 S. 86f). Doch nach 1947 begann Krishnamurtis breitangelegtes öffentliches Wirken er mit unverminderter Intensität und den Bedürfnissen sich wandelnden Zeit angepassten Themen bis zu Tod fortsetzen sollte. Gab Krishnamurti in den Jahren nach der Lösung von der Theosophischen viele Interviews und führte zahlreiche Diskussionen so diese später zugunsten seiner Vortragstätigkeit in den
Obwohl die Lehre von Jiddu Krishnamurti in der zitierten Rede vom 2.August 1929 seiner Essenz nahezu vollständig enthalten ist sprach über 6o Jahre lang bis zu seinem ungezählte Male über das was er jenseits Worte zu vermitteln suchte. Eine Erklärung für unermüdliche Wirken gibt uns Mary Lutyens in Buch "Krishnamurti Jahre des Erwachens". Sie schreibt:
"In diesen Versuchen mit immer neuen und Sätzen das auszudrücken was eigentlich unaussprechlich ist zweifellos die Erklärung für die ständigen zu sehen die bei K`s Reden so kritisiert werden. Wenn ein Satz dem Hörer einleuchtet tut es vielleicht ein anderer Satz ein Wort seine Meinung nicht übermitteln kann es vielleicht ein Synonym jenes Wortes" (Lutyens 1981 S. 328). Eine weitere Biographin berichtet über die Art und Weise wie Krishnamurti seinen Zuhörern in Beziehung trat. Pupul Jayakar fünf Arten wie Krishnamurti versuchte Zugang zu jenen zu finden die an seiner Lehre waren. "Während dieser Jahre (1947 und 1948 des Verf.) bildeten sich die fünf Ebenen Kommunikation heraus die seine Art zu lehren Zukunft ausmachten: öffentliche Vorträge Dialoge und Diskussionen Gespräche scheinbar zufällig bei Tisch oder auf wiedergegebene Einsichten und - Stille. (...) Es eine nüchterne einfache Lehre - nicht in Sinne daß sie Entsagungen oder Opfer gefordert ... sondern weil sie jegliche Anker Krücken Rituale - selbst die subtilsten - ausschloß nichts bot woran man sich festhalten konnte" P. 1988 S. 114). Krishnamurti wirkte und stark durch seine persönliche Ausstrahlung. Personen die Reden später gedruckt lasen befanden dass sein in dieser Form nur mehr sehr geschwächt bei weitem nicht in seiner ursprünglichen Intensität Ausdruck kommt.
Die folgenden Stichworte stellen eine kleine von Themen dar mit denen Krishnamurti arbeitete dem Zuhörer von jeweils verschiedenen Ausgangspunkten Zugänge dem zu öffnen was er vermitteln wollte. jedem Punkt gibt es ebenfalls eine große von Äußerungen; verständlicherweise kann jedoch jeweils nur kleiner Ausschnitt versuchen Krishnamurtis Anliegen zu beleuchten. Auswahl ist subjektiv versucht jedoch einen Bezug den Krishnamurti-Schulen herzustellen. Doch zunächst noch einmal: geht es Krishnamurti überhaupt? Er glaubte dass Konflikte ob in Beziehungen oder persönliche Probleme auch Armut oder die Ungerechtigkeit in der nur Auswirkungen unseres inneren Zustandes sind. Nicht die äußerliche Beseitigung dieser Missstände sei zu zu denken sondern an eine Transformation des in seinem Inneren einer radikalen Umwandlung welche zu tun hätte mit einer neuen Weltanschauung Religion. Offensichtlich so erkannte er ist der konditioniert durch Vorurteile Traditionen sein Volk der etc. Es seien die Menschen die einander diese Trennungen zerstören:
"Es wird immer klarer daß nicht Hungertod und Armut oder die allgemeine Ungerechtigkeit eigentliche Anliegen sind sondern die Tatsache daß Menschen selber mehr und mehr zum Terror Welt werden. Es sind Menschen die einander Sie spalten sich durch zerstörerische trennende Vorgänge Klassen und Nationalitäten. (...) Wir sind zu gegenseitigen Gefahr geworden; denn uns trennen die Religionen die Glaubensbekenntnisse und Dogmen mit ihren dieser ganze Unsinn. Kriege Kriegsvorbereitungen und Atombomben Sie alle kennen den Schrecken dieser Welt. Warum sind wir nach Jahrmillionen der Evolution denen wir enormes Wissen und Erfahrung gesammelt immer noch dieselben? Warum leiden wir immer hassen einnander immer noch leben in persönlichen Warum sind wir stammesgebunden setzen uns für ein? Wo liegt die Ursache hierfür?" (Krishnamurti o.J. S. 7-9). Dies ist eine Frage Krishnamurti - in Variationen - immer wieder Nun darf der Leser von Krishnamurti keine im üblichen Sinne erwarten. Im Gegenteil; Krishnamurti die Frage an denjenigen der sie stellt "Er lehrte den Zuhörer sich wie in Spiegel zu betrachten - seinen Schmerz seine seine Angst und Einsamkeit zu beobachten" (Jayakar 1988 S. 116).
Ein zentraler Punkt in der Lehre Krishnamurti's ist die Frage nach dem Ich.
Während die Aufgabe der Psychologie bei darin liegt unbewusste Ich-Anteile in das Ich integrieren um auf diese Weise (bereits aufgetretene) aufzulösen erkennt Krishnamurti bereits in der Annahme Existenz eines Ichs das eigentliche Problem: Nicht Ich-Stabilisierung wird bei Krishnamurti angestrebt sondern des-sen Das Ich Selbst oder auch Ego (Krishnamurti hier keinen Unterschied) ist für Krishnamurti hingegen Ursache aller Konflikte. Das Ich erklärt er ein Produkt eine bloße Struktur des Denkens: sich selbst hat es keine Realität" (Krishnamurti 1984 S. 22). Warum schuf nun aber Denken etwas das wir "Ich" nennen?
"... weil das Denken nach Sicherheit Stabilität verlangt ... Aber das Denken ist in sich selbst zerbrochen darum hat es 'Ich' geschaffen als etwas Bleibendes das als vom Denken erscheint und das vom Denken wird als etwas Beständiges. Und diese Beständigkeit identifiziert durch Verhaftung - wir sagen: mein mein Charakter meine Wünsche mein Verlangen - dem 'Ich' ein volles Gefühl der Sicherheit der Fortdauer gibt" (Krishnamurti J. 1984 S. Das Ich sei also vom Denken geschaffen der Absicht unserem Leben (die Illusion von) und Stabilität in unseren Beziehungen unseren Handlungen ganzen Existenz zu verleihen. Das Denken schuf schafft fortwährend auf der Grundlage des Ichs (scheinbar schützende) Trennung in Subjekt und Objekt Beobachter und den Beobachteten und somit die für den Konflikt. Dieser Konflikt führt jedoch zur Zerstörung des Ichs sondern die Aufrechterhaltung Stabilisierung dieses Selbst wird nun mittels der des Einzelnen mit seinem Denken seinen Erfahrungen Ideen etc. erreicht und gesichert. Diese Versuche Aufrechterhaltung der Ich-Identität - nicht des bloßen - wird nach außen projiziert in Form Ideologien Machtansprüchen und schließlich Gewalt. Krishnamurti negiert letzter Konsequenz) alle Strukturen die man sich Hilfe nehmen könnte indem er sie als Konzepte Vorstellungen usw. die dem Ich entspringen und nicht zulässt.
Er verneint nicht generell ihre Sinnhaftigkeit vermöchten diese Hilfskonstruktionen keine radikale Transformation des Geistes hervorzubringen eines Geistes der sein Handeln der Welt nicht mehr aus Konzepten Weltanschauungen und letztlich Verwirrung schöpft.
Kann nun aber das durch das verursachte Leid enden und wenn ja wie? Frage selbst stellt für Krishnamurti eine Projektion Zustandes dar: "Die Forderung nach dem Aufhören 'Ich' wird jetzt zur neuesten Tätigkeit des aber sie ist nichts Neues sondern nur weitere Form des Verlangens" (Krishnamurti J. o.J. 153).
Das Denken kann also nach Krishnamurti Lösung für unsere Konflikte darstellen ebensowenig aus Denken entstammende Weltanschauungen bestimmte Werte persönliche Ansichten Denken sei ein trennender analytischer Vorgang und niemals die Wirklichkeit sein. Vielmehr stelle es Reflexion unserer persönlichen konditionierten Sicht der Dinge Dies zu erkennen und zwar nicht nur einer intellektuellen Ebene mittels dem Denken dem oder aber gar als Dogma und bloß Ansicht anzunehmen ist Krishnamurtis Anliegen.
"Das Denken ist ein Vorgang in und Raum. Das Denken ist Gedächtnis die an Vergangenes. Das Denken ist die Aktivität Wissens... Wenn Sie die Aktivität Ihres Denkens werden Sie erkennen daß Erfahrung und Wissen Grundlage Ihres Lebens sind. Wissen ist niemals Es geht immer Hand in Hand mit (...) Zeit Wissen Gedächtnis Denken sind eine Einheit. Das sind keine getrennten Aktivitäten sondern einziger Vorgang. Denken das der Zeit angehört seine Grenzen. Denken das dem unvollständigen Wissen muß unvollständig daher begrenzt sein. Religiöser Glaube begrenzt. Eine Erfahrung die Sie gemacht haben nach der Sie sich sehnen ist begrenzt. Erfahrung muß begrenzt sein" (Krishnamurti J. 1983 23-25). Das Fragmentarische Begrenzte unseres Denkens und auch die Unvollkommenheit jeder daraus erfolgten Handlung durch diese erhellende Aussage einsichtig. Das Denken speist sich aus der Erinnerung es ist Krishnamurti "immer alt". Hiermit umreißt er ebenfalls Grenzen des Denkens und folgert: "Eine neue kann nicht durch das Denken wahrgenommen werden. kann später durch das Denken dem Worte begriffen werden; aber das Verständnis für eine Tatsache ist dem Denken nicht gegeben. Das kann niemals ein psychologisches Problem lösen" (Krishnamurti 1985 S. 90). Es sei betont Krishnamurti "psychologisches Problem". Damit verneint er nicht die des Denkens und des Wissens für das Leben. Auch strebt Krishnamurti keinesfalls ein Zurück präpersonale vorbewusste Zustände des Menschen mit seiner des Denkens an. Vielmehr versucht er die Auswirkungen die das Denken im Zusammenspiel mit Ich in unserem Leben und in unseren erzeugte aufzuzeigen. Er fragt ob eine andere Wahrnehmung der Welt erreicht werden kann die durch den Filter des zergliedernden trennenden Denkens Hierzu untersucht er das Verhältnis zwischen dem und dem Gedanken und sagt die Illusion Ich könne nur dann enden wenn der erkennt dass er und der Gedanke nicht verschiedene Entitäten sondern im Grunde völlig identisch Diese Ich-losigkeit in einem transpersonalem Sinne impliziert Erkenntnis der Einheit aller Dinge. (Wobei wie in der Einführung gesehen haben die Grenzen Beschreibbarkeit an sich bereits überschritten sind.) Eine und sehr tiefgreifende Aussage von Krishnamurti lautet diesem Zusammenhang das Bewusstsein eines jeden Menschen das Bewusstsein der gesamten Menschheit. Menschliches Sein hierdurch eine völlig neue Qualität und Bedeutung sie doch Verantwortlichkeit für alles Existente auch dies Verantwortlichkeit gedanklich nur fragmentarisch nachvollziehbar ist. Verantwortlichkeit kommt dann eine besondere Bedeutung in Erziehung zu.) Doch noch einmal sei der erlaubt daß diese Folgerungen nicht nur vom allein verstanden werden dürfen. Das Denken der kann sich selbst nicht erklären und deswegen ein Überschreiten niemals durch das Denken möglich. Herangehensweise an diesen Vorgang ist eine andere:
"Wenn Sie jedoch diese Aussagen betrachten sie erklären ihnen aber Ihre vollkommene Aufmerksamkeit (nicht Konzentration) werden Sie entdecken daß es den Beobachter noch das Beobachtete gibt weder Denker noch den Gedanken. Sagen Sie nicht war zuerst?'; das ist ein geistreiches Argument nirgendwohin führt. Sie können es in sich beobachten: Solange kein Gedanke da ist - nichts mit Gedächtnisschwund und Hohlheit zu tun - solange keine Gedanken bestehen die aus Erinnerung der Erfahrung dem Wissen abgeleitet sind die alle der Vergangenheit angehören gibt es keinen Denker" (Krishnamurti J. 1985 S. 91-92).
In diesen Zusammenhängen gewinnen Ideen und ebenfalls eine völlig neue Bedeutung. Krishnamurti schreibt keine weltverbessernde Bedeutung zu sondern versucht im vielmehr ihre Gefährlichkeit darzustellen wenn diese ihren ausschließlich aus dem Denken und dem Ich Ideen und Ideale sind eine weitere Ursache Konflikte:
"Die Idee ist uns wichtiger als Wirklichkeit; was wir sein sollten liegt uns am Herzen als was wir sind. (...) Streben ist ständig darauf gerichtet diese Wirklichkeit die Schablone unserer Vorstellung zu pressen. Da dies nicht gelingt schaffen wir damit einen zwischen dem was ist und dem was sollte. Was sein sollte ist unsere Idee Schöpfung unserer Phantasie es kommt also zum zwischen Illusion und Wirklichkeit - nicht nach hin sondern in uns selbst" (Krishnamurti J. S. 100 Hervorh. im Original). Ideale sind Krishnamurti Projektionen des Denkens auf das Ich Betätigungen die für die Erfüllung seiner Bedürfnisse die Ursache für deren Erzeugung wären. Letztlich Ideale uns nur dazu um von uns unseren eigentlichen Problemen und Konflikten abzulenken um auf sie schauen zu müssen. Aus diesem verlagerten wir die Konflikte nach außen und unsere eigenen Zustände und Eigenschaften mit dem Gegenteil dessen was wir sind: Wir sind darum erschaffen wir das Ideal der Gewaltlosigkeit hassen einander darum haben wir das Ideal Liebe wir sind innerlich unsicher und verwirrt streben wir nach Ordnung. Wir erschaffen und also Idealzustände die es zu erreichen es 1. In uns selbst; hierdurch entsteht der in der Person durch das was in ist und dem was sein sollte und bei und für andere; Ideale werden propagiert wird für sie gekämpft und versucht sie mit allen Mitteln) durchzusetzen (wie uns die lehrt).
Doch gerade das Anstreben des Gegensatzes erkannten Eigenschaft durch die Vorstellung die Idee die Fortdauer des Konflikts: Krishnamurti nimmt als die Gewalt:
"Um jenseits der Gewalt zu sein ich sie nicht unterdrücken sie nicht ablehnen ich nicht sagen 'Sie ist nun mal Teil von mir ... Ich muß auf schauen ich muß sie erforschen ich muß ihr vertraut werden und das kann ich wenn ich sie verurteile oder rechtfertige" (Krishnamurti 1985 S. 49). Krishnamurti verschließt damit auch jeden Fluchtweg wenn er zu Bedenken gibt dieses Forschen nie auf der Ebene des oder des Denkens liegen kann. Hierdurch würde Konflikt gerade wieder erzeugt. So werden Ideen das Denken und das Ich im Zusammenspiel Ursprung der Konflikte und bedingen sich gegenseitig. Umgang seine Betrachtung des Problems der Konflikte sich wiederum jeder intellektuellen analytischen Methode:
"Sie haben nun eine Reihe von gelesen aber haben Sie wirklich verstanden? Ihre Ihre Lebensart die Struktur der Gesellschaft in Sie leben hindern Sie daran eine Tatsache und unmittelbar und gänzlich frei zu sein. sagen 'Ich will darüber nachdenken; ich will ob es möglich ist von der Gewalt zu sein oder nicht. Ich will versuchen zu sein.'Dieses 'Ich will versuchen' ist das was Sie sagen können. Es gibt kein Sie können nicht ihr Bestes tun wollen" S. 52). Hier zeigt sich dass Krishnamurti Zuhörer oder Leser keinen Weg keine Methode keine vorgefertigte Lösung anbietet sondern vielmehr es einzelnen überlässt auf einer nichtbegrifflichen Ebene mit Problem zu arbeiten.
Krishnamurti unterscheidet zwischen chronologischer und psychologischer Nicht die chronologische Zeit steht im Mittelpunkt Diskussion sondern die psychologische Bedeutung der Zeit: ist das Intervall zwischen Idee und Handlung" J. 1985 S. 65).
Zeit (im psychologischen Sinne) ist für die Spanne zwischen dem was ist und was sein sollte; künstlich vom Denken erschaffen. unsere Vorstellung von dem (was in Zukunft) sollte wird unsere Aufmerksamkeit unser Leben im auf eine imaginäre Zukunft verlagert und mit unsere Konflikte Probleme und Wünsche. Dieser Vorgang ein Schauen auf ein tiefes Erkennen unserer jetztigen Situation. Eine Problemlösung wird in eine Zukunft projiziert. Ängste die Angst vor dem Wünsche das Verlangen nach Wiederholung einer (vergangenen) Handlung sind ein Problem unserer Verhaftung an Zeit und das Denken. Krishnamurti versucht zu dass unsere Vorstellung von unser Denken über den Konflikt in sich trägt.
"Das Denken das in diesen Prozess ist stellt die Frage: "Was ist Zeit?" diese forschende Frage kommt aus dem Mechanismus Zeit. Darum hat das Nachforschen keinen Wert der Gedanke ist Zeit. Das Gestern hat Denken hervorgebracht und so teilt der Gedanke Zeitraum in gestern heute und morgen ein. er sagt: "Es gibt nur die Gegenwart" vergißt dabei daß die Gegenwart selbst das des Gestern ist" (Krishnamurti J. o.J. S. Und wiederum schneidet Krishnamurti den intellektuellen Fluchtweg indem er die sich aufdrängende Frage wie psychologische Implikation zu beenden sei entlarvt als Idee als Wunsch der dem Denken dem entspringt. Das Intervall ist von Neuem entstanden Bindung an die (psychologische) Zeit da. Krishnamurti soweit zu sagen Zeit existiere nur dann es ein Denken gibt. Nimmt man den weg so gibt es auch keine Zeit. nicht das Denken an sich ist das sondern die psychologische Bindung an die Zeit ich-verhaftetes Denken mit seinen projizierten Wünschen in Vergangenheit und Zukunft schafft. Wahre und damit Handlung ist für Krishnamurti dagegen immer unmittelbar; gehört nicht dem Bereich der Vergangenheit oder Zukunft an ist somit zeitlos. Handlungen jedoch Intervalle (und damit Zeit) zwischengeschaltet sind sind gefährlich so ungewiss daß sie nach Ideen werden von denen gehofft wird dass sie gewisse Sicherheiten geben. Diese Ideen dieses Denken die Handlung.
"Denken ist Zeit. Denken wird aus und Wissen geboren und beides ist mit und Vergangenheit untrennbar verbunden. Zeit ist der der menschlichen Psyche. Unser Tun stützt sich Wissen und damit auf die Zeit so der Mensch immer Sklave der Vergangenheit ist. hat immer seine Grenzen und deshalb leben in dauerndem Konflikt und Kampf. Es gibt Evolution der Psyche" (Krishnamurti J. 1980 o.S.)
Die obigen Ausführungen können nicht getrennt den folgenden Themen gesehen werden. Vielmehr bilden gewissermaßen ein Fundament für den folgenden kurzen der Aussagen von Krishnamurti über Erziehung und in deren Lichte betrachtet werden. Die Notwendigkeit die Bedeutung einer anderen Erziehung leitet Krishnamurti aus der Betrachtung des Zustandes der Welt Er kritisiert unsere einseitige Betonung des Erwerbs Wissen und die möglichst konfliktfreie Einordnung in Mechanismen unserer Gesellschaft mit ihren Werten und in welcher Leistung und Erfolg oft an Stelle stehen. Demgegenüber sollte wahre Erziehung "dem helfen alle gesellschaftlichen Unterscheidungen und Vorurteile zu und bei sich niederzureißen..." (Krishnamurti J. o.J. 44). Eine solchermaßen ausgerichtete Erziehung soll den oder das Kind jedoch nicht dazu ermutigen vornherein Konventionen oder Umgangsformen zu missachten - wäre nur eine Reaktion auf die Gesellschaft nicht wirklich freies Handeln - sondern es vielmehr nach den Auswirkungen und den Ursachen korrumpierenden Gesellschaft in uns selbst geforscht werden.
Erziehung wie sie heute vielfach verstanden "bietet uns in fein angelegter Weise eine vor uns selber und schafft ... unvermeidlich Leid" (Krishnamurti J. o.J. S. 15) denn man nur auf einer Ebene und läßt Gesamtvorgang des Lebens außer acht so fordert damit Elend und Zerstörrung heraus" (ebd. S.
Doch gibt es Möglichkeiten um eine herbeizuführen? Offensichtlich haben Erziehungskonzepte oder Reformen keine Veränderung gebracht: "Ohne das ganze komplexe Wesen Menschen zu verstehen wird bloße Reformierung nur verwirrende Verlangen nach weiteren Reformen erzeugen" (Krishnamurti 1984 S. 9). Nur das Fragen nach das Verstehen von uns selbst und nicht Übernahme von Methoden Grundsätzen Autoritäten oder Idealen eine echte Wandlung bewirken:
"Was ist Erziehung? Es ist im die Kunst des Lernens nicht nur aus sondern durch die ganze Bewegung des Lebens. Bücher sind wichtig aber weit wichtiger ist jenes Buch das ihre eigene Geschichte ist studieren denn Sie sind die ganze Menschheit. Buch zu lesen ist die Kunst des (Krishnamurti J. 1988 S. 122f). Hier sollte werden dass nicht die Vermittlung von Wissen erster Stelle steht. Wissen das Erlernen eines etc. wird zwar als wichtig und notwendig aber die grundlegende Erkenntnis hierbei ist dass immer begrenzt unvollständig ist und damit die eines Lebens auf der Basis dieser Begrenztheit "Der Kern des Wissens ist der Beobachter er prägt dem was er beobachtet das was er sich durch Erfahrung und die Formen sinnlicher Reaktionen angeeignet hat. Der Beobachter immer das was er beobachtet und was beobachtet wird immer zu Wissen reduziert. So er immer in der alten Tradition befangen bildet Gewohnheiten. Lernen ist also reine Beobachtung nicht nur der Dinge die „äußerlich vor gehen sondern auch derjenigen die sich innerlich zu beobachten ohne den Beobachter" (ebd. S. In diesem Zusammenhang sieht Krishnamurti auch das durch welches Lernen scheinbar gefördert wird als fragwürdig an: "Die meisten Leute meinen daß Lernen durch den Vergleich gefördert wird während das Gegenteil der Fall ist. Vergleich ruft hervor und fördert lediglich den Neid was genannt wird. Wie andere Formen von Überredung der Vergleich Lernen und erzeugt Furcht" (Krishnamurti 1984 S. 10). Aber nicht das objektive der Unterschiede der Schüler hinsichtlich ihrer Fähigkeiten Begabungen ist hiermit gemeint - dieses Erkennen ja erst eine optimale Förderung des Kindes sondern den direkten wertenden Vergleich des messenden der zu einer Fragmentierung des Einzelnen führt. Einteilung der Menschen in "Gut" "Besser" "Schlechter" verstellt die Sicht auf den Menschen verhindert Wahrnehmung das Erkennen der Realität dessen "was wie Krishnamurti es ausdrückt. "Wenn A mit verglichen wird der klug intelligent und selbstbewußt so wird A genau durch diesen Vergleich (Krishnamurti J. 1988 S. 126). Nun fragt kann der Erzieher den Vergleich und das beiseite lassen denn "Liebe vergleicht nicht" (ebd. 126f). Die ganze Atmosphäre einer Schule würde Wandlung erfahren wenn das Gefühl von Wettbewerb Vergleich erlösche. "Eine andere Art der Erziehung notwendig - nicht die blasse Pflege des mit der ganzen Betonung auf Druck Anpassung Nachahmung die zu Gewalt führen sondern die der gesamten Kultur des Menschen in der Dein und Mein verschwinden und nicht durch Staat oder eine neue heilige Figur ersetzt Diese andere Erziehung ist mit Wissen mit beschäftigt. Weisheit ist in keinem Buch zu noch im perfekten Wissen sondern liegt in Freiheit des Erkennens. Dieses Erkennen hört nie - und Weisheit beendet das Leid" (Krishnamurti 1975 S. 10). Damit setzt Krishnamurti die seiner Aussagen konsequent auch im Bereich der fort: Das "Besondere" an seinen Aussagen über ist dass sie uns eben keinerlei Konzept die Hand geben keine Leitlinie nach der zu handeln gilt und die immer einzuhalten Krishnamurti sagt meist nur sehr allgemein wie was Erziehung sein und wie sie nicht sollte. Diese Äußerungen blieben aber wertlos wenn nicht von beiden Seiten dem Erzieher als dem zu Erziehenden selbst entdeckt und hinterfragt das bloße Akzeptieren der Aussagen Krishnamurtis würde das Gegenteil dessen bewirken was sie sollen.