Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Johann Ohneland engl. John Lackland eigentlich franz. Jean Plantagenet (da die Normannen französisch sprachen) genannt Jean Sans Terre (* 24. Dezember 1167 Beaumont Castle Oxford; † 19. Oktober 1216 Newark Castle Nottinghamshire) war von 1199 bis 1216 König von England. Er war der Bruder von König Richard I. Löwenherz Richard Plantagenet .
Seinen Beinahmen "Ohneland" erhielt Johann weil Vater Heinrich II. ihm bei der Aufteilung Erbes in den 1160er Jahren lediglich kleinere des Angevinischen Königreichs zusprach: die Grafschaft Mortain die erst kurz zuvor eroberten und noch vollkommenen befriedeten östlichen Gebiete Irlands sowie durch Savoyen.
Als Heinrich II. sich weigerte Johann seine Brüder vor seinem Tod in den jeweils zugesprochenen Territorien an der Herrschaft zu gingen sie erstmals 1172 gemeinsam mit ihrer Eleonore zum offenen Aufstand über der allerdings scheiterte. Nachdem die Söhne kurzfristig wieder in Gnade des Vaters aufgenommen worden waren befanden sich bald wieder in Rebellion während der der Jüngere der vorgesehene Thronfolger für England die Normandie sowie Gottfried Herzog der Bretagne zweiter in der Erbfolge starben. Johanns älterer Richard Löwenherz stellte sich nun an die der Revolte die von Johann mitgetragen wurde konnte den gemeinsamen Vater 1189 zum Abdanken zwingen.
Als soeben ernannter König begab Richard sofort an die Spitze des Dritten Kreuzzugs ( 1189 - 1192 ). Johann ernannte er zu seinem Stellvertreter England. Auf dem Weg ins Heilige Land sich Richard mit König Philipp II. August von Frankreich dem zweiten Führer des und Verbündeten während der Verschwörung gegen Heinrich zerstritten. Der französische König kehrte zurück und einen Pakt mit Johann Ohneland: Philipp erhielt des Angevinischen Reiches in Frankreich Johann wurde Verwaltungshoheit über die übrigen Festlandsgebiete zugesprochen. Richard sie seinem Schwiegervater Sancho IV. von Navarra und seiner Mutter Eleonore anvertraut. Diese begannen sofort sich gegen die Usurpation durch und die Annexion durch den französischen König wehren. Auch Richard Löwenherz kehrte 1192 aus dem Heiligen Land zurück wurde von Herzog Leopold V. von Österreich gefangen genommen. Bis zu seiner Freilassung ein hohes Lösegeld im Jahr 1194 kämpfte Johann gegen die übrigen Statthalter sowie gegen die zu Richard loyalen Vasallen. seiner Rückkehr im April 1194 nahm Richard seinen Bruder sofort wieder in seine Gnade und begann mit einer Militärkampagne gegen den König die zur Rückeroberung eines Großteils der Gebiete führte.
Als Richard 1199 starb wurde Johann Ohneland zum König Angesichts weitreichender Adelsaufstände war Johann gezwungen mit II. August dem gefährlichsten äußeren Feind am Mai 1200 den für die Angeviner nachteiligen Frieden Goulet schließen: Philipp erhielt Territorien um Evreux des Vexin und Nieder-Berry also in etwa Territorien die Richard erst kurz zuvor wieder hatte.
Durch seine Heirat mit Isabella die von Angouleme und Cousine Philipps II. am August 1200 wollte Johann seine Herrschaft auf Kontinent stabilisieren und vor allem im Poitou Einfluss vergrößern. Isabella war allerdings bereits an IX. von Lusignan den Grafen der Marche und Johann konnte die Ehe mit der zunächst nicht vollziehen. Die Ehe blockierte zugleich dynastischen Zugriff der Karpetinger der französischen Königshauses Hugos auf den Poitou. Auf Hugos Betreiben nun Philipp II. erneut aktiv und beschlagnahmte 28. April 1202 sämtliche kontinentalen Besitzungen des englischen Königs. hinaus unterstützte er Johanns Neffen Arthur von Bretagne der an Philipps Hof aufgewachsen war. griff zunächst erfolgreich in Anjou an. Johann ihn aber in Poitou militärisch schlagen und Juli 1202 in Mirebeau gefangen nehmen. Fast flammten die Adelsaufstände aber wieder auf so Johann die Verschnaufpause die die Ausschaltung Arthurs hatte nicht nutzen konnte. Um so erfolgreicher daraufhin Philipp II. direkt gegen den englischen vor. Bis 1204 nahm der französischen König Touraine Anjou und vor allem die Normandie das Stammland des englischen Königshauses. Auch im setzte sich der Zerfall des Angevinischen Reiches Nach dem Tod Eleonores am 1. April zerbrach die Bindung Aquitaniens an den englischen sofort. Adel und Städte schlossen sich dem König an. Diese Entwicklungen bildeten den entscheidenden zur Stabilisierung Frankreichs als geschlossenes Staatsgebilde. Alfons von Kastilien besetzte die Gascogne die er Mitgift seiner Frau einer Schwester Johanns ansah. Aquitanien konnte Johann Ohneland wieder in seinen einfügen. Savary de Mauleon Marschall von Poitou Elias von Malmort Erzbischof von Bordeaux konnten Verhandlungen einen Teil der regionalen Machtträger dazu sich wieder Johann anzuschließen. Im Sommer 1206 Johann mit einem großen Heer auf den was Philipp II. dazu bewegte ihm in Vertrag die Herrschaft über Aquitanien zu garantieren.
Die folgenden Jahre waren von Konflikten Vasallen in England geprägt. Weitaus wichtiger war der Streit mit Stephan Langton dem Erzbischof Canterbury . Er hatte 1208 ein Interdikt für und 1209 die Exkommunikation Johanns zur Folge. kirchenrechtlichen Schritte schwächten den König weiter zudem eine Invasion Philipps II. Im Februar 1214 dann aber Johann nachdem er sich kurz mit Papst Innozenz III. versöhnt hatte mit Armee auf den Kontinent über. Zunächst waren sowohl die Angriffspläne des französischen Königs durchkreuzt auch der englische Adel angesichts der Kampfsituation ruhig gestellt. Am 2. Juli erlitt Johann eine Niederlage bei La Roche-aux-Moines die allein nicht zur Katastrophe wurde weil Philipp dem König einen Waffenstillstand von fünf Jahren gewährte. des Misserfolgs war allerdings in England ein Adelsaufstand ausgebrochen den Johann zu besänftigen suchte er am 19. Juni 1215 die Magna Carta unterzeichnete. Davon ließen sich die Aufständigen nicht wirklich befrieden. Sie riefen sogar den Thronfolger Ludwig VIII. zur Hilfe der nun in Kent landete den Osten Englands unter Kontrolle brachte und am 2. Juni 1216 London einzog.
In dieser Krisensituation starb Johann Ohneland 19. Oktober. Angeblich fiel er in einer in East Anglia tot um nachdem er eine große Pfirsische und Apfelwein zu sich genommen hatte. Tod führte allerdings zu einer Mobilisierung von und Bevölkerung zu Gunsten seines Sohns Heinrich der die Karpetinger wieder von der Insel konnte.
Unter Johann beschleunigte sich der Zerfall weit gespannten Angevinischen Reiches der bereits unter Löwenherz eingesetzte hatte entscheidend. Das englische Königtum in eine seiner tiefsten Krisen. Gleichzeitig ermöglichte Schwäche die Konsolidierung des französischen Reiches und Ausbildung der Grundlage für die spezifischen englischen in der Magna Carta.