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Johann Friedrich Böttger


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Johann Friedrich Böttger

Johann Friedrich Böttger (* 4. Februar 1682 in Schleiz 13. März 1719 in Dresden ) war ein deutscher Alchimist . Er galt lange Zeit als der des Europäischen Porzellans was jedoch neueren Quellen nach zu Ehrenfried Walther von Tschirnhaus zugestanden werden muss. Böttger kann aber Verdienst der fabrikmäßigen Herstellung des Meissner Porzellans zugeschrieben werden.

Um das Jahr 1700 schließt sich Apothekerlehrling Johann Friedrich Böttger beim Apotheker Zorn Berlin ins finstere Kämmerlein ein und hat geringeres vor als die "Altinktur" zu finden deren Hilfe nicht nur sämtliche Krankheiten geheilt können sondern auch aus unedlen Metallen Gold wäre. Da sein Treiben nicht geheim bleibt er bald als Eingeweihter in die Geheimnisse Alchemie gilt hört auch August dem Starken davon und verlangte er die Einziehung "Kerls" ( Schutzhaft ). Böttger floh wurde aber auf der in Gewahrsam genommen und nach Dresden zurückgebracht. sich immer in Geldnöten befindende Monarch verlangt von Böttger die Herausgabe der genannten Alltinktur sowie die Umwandlung von unedlen in pures Gold was ihm natürlich nicht konnte.

1704 wurde nun auch von Tschirnhaus Beaufsichtigung des Goldmachers herangezogen. Wahrscheinlich hatte es dem Gelehrten zu verdanken dass er nicht harte Schicksal früherer alchemistischer Glücksritter teilen musste ihn von Tschirnhaus zu seinen Experimenten heranzog. wollte davon aber nichts wissen und sträubte noch bis September 1707 gegen eine Mitarbeit. wolle sich nicht "in die Porcellain-Arbeit melieren die Tschirnhausens Angelegenheit . Erst auf höheren Befehl begann Böttger Mitarbeit.

Im Dezember 1707 kam der König das neue für von Tschirnhaus eingerichtete Forschungslaboratorium den Kasematten der Venusbastei (heute Brühlsche Terrasse ) und ließ sich die Tschirnhaussche Erfindung

Unter von Tschirnhaus Oberleitung wurden die Versuche mit verschiedenen Erden fortgesetzt wobei mehrere Berg- und Hüttenleute mitwirkten. Das Jahr 1708 einen wesentlichen Fortschritt der Arbeit da sich Mineraliensendungen als besonders geeignet erwiesen: Eine gelieferte Kaolin bei Schneeberg und ein Alabaster als Flussmittel. August der Starke ernannte Tschirnhaus zum Geheimen Rat und Direktor der gründenden Manufaktur und verfügte "daß wir dem Herrn von Tschirnhausen 2561 haben auszahlen lassen..." . Von Tschirnhaus allerdings bat diesen Titel nach Anlaufen der Fertigung führen zu dürfen.

Die Wiedererfindung des Hartporzellans in Europa deshalb eine Wiedererfindung weil Porzellan ja schon aus China bekannt war. Nur kannte man seine in Europa nicht. Dort gehen die Ursprünge auf etwa 200 Jahre vor Christus zurück. Tausend Jahre später gelang dort Herstellung des durchscheinenden Porzellans das dann später Bewunderung und den Neid in der ganzen westlichen Welt erregte. Wert nach wurde dieses Porzellan mit Silber und Gold gleichgesetzt. Man bezeichnete deshalb Porzellan auch weißes Gold.

Das Schicksal wollte es jedoch dass Leiter des Ganzen plötzlich starb. Am 11. 1708 wurde Ehrenfried Walther von Tschirnhaus von roten Ruhr dahingerafft. Im Forschungslaboratorium herrschte große Betrübnis keiner wusste wie es mit den Porzellanarbeiten sollte.

Drei Tage nach von Tschirnhaus Tod Böttger in einer Meldung an den Statthalter Fürst von Fürstenberg von einem Einbruch in Haus bei welcher Gelegenheit ein von Tschirnhaus kleiner Porzellanbecher abhanden gekommen sei. Dieser Bericht ein besonders wichtiges Zeugnis denn hier bestätigt selbst dass es sich um ein echtes von Tschirnhaus handelt.

Bis zum 20. März 1709 ruhten Porzellanarbeiten dann traf Melchior Steinbrück in Dresden Steinbrück war der Hauslehrer der Familie von und hatte nun die Aufgabe den Nachlass sichten. Hier fielen ihm u. a. auch Porzellanrezepte in die Hände. Am 20. März unterzeichnete Steinbrück vor einem Notar die Aufstellung Nachlasses von Tschirnhaus und traf in diesen mit Böttger zusammen der dann plötzlich am März 1709 also nur acht Tage später König die Erfindung des Porzellans meldete. Böttger wurde Leiter der ersten Europas. Er ernannte Steinbrück zum Inspektor dieser dann Böttgers Schwester.

1719 floh der Arkanist Samuel Stölzel Meißen nach Wien und verriet dort das Er bekundete dass nicht Böttger sondern von das Porzellan erfunden habe.

Ebenfalls 1719 berichtete der Generalsekretär der Manufaktur Caspar Bussius in seinem Bericht "daß die Porcellainerfindung nicht von Böttger sondern dem seeligen Herrn von Tschirnhausen herkommt und schriftliche Wissenschaft ihm durch den Inspector Steinbrück worden sey " .

In einem noch späteren Bericht aus Jahre 1731 schrieb Peter Mohrenthal: "Ganß Sachsen wird so leicht den Herrn Tschirnhausen nicht vergessen und sein Ruhm wird bestehen so lange nehmlich als die Porcellain-Fabriqve Meißen welche nächst der Chinesischen ihresgleichen in Welt nicht hat ... Denn eben der von Tschirnhausen ist derjenige so die Massam Porcellain am ersten glücklich gefunden und hat nach ihm der bekannte Baron Bötticher völlig Der Tod nehmlich unterbrach alle schöne Bemühungen Herrn von Tschirnhausen welche die Welt nicht Golde bezahlen kann."




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