Denkmal auf der Schlossinsel Ausschnitt Berlin-Köpenick
Hecker wuchs in einer niederrheinischen Lehrerfamilie . Der Essener Gymnasialdirektor Johann Heinrich Zopf Heckers Streben nach einem Studium der Theologie und begeisterte ihn früh für die des Halleschen Pietismus . Diese reformorientierte Richtung innerhalb des Protestantismus deren Hauptvertreter August Hermann Francke mit seinem Lebenswerk der Franckeschen Stiftungen war suchte abweichend von der Lutherischen nach neuen schulischen und erziehungspädagogischen Ansätzen.
Während seines Studiums von Theologie Alten Medizin und Naturwissenschaften an der Universität Halle (Saale) wurde Hecker von Francke selbst und Theologen wie Johann Joachim Breithaupt Abraham Vater Joachim L. Lange geprägt. 1729 wurde er am Pädagogium in Halle Lehrer angestellt und 1733 gab er Lehrbücher über Botanik und heraus. 1735 wurde er zum Prediger Lehrer und Inspektor des Militärwaisenhauses in Potsdam berufen und 1738 zum ersten Prediger an der Berliner durch König Friedrich Wilhelm I. ernannt der Heckers Ideen sehr zugetan und ihn in seinen Reformbemühungen unterstützte. Der erfolgte nachdem der König eine Predigt Heckers hatte die ihn derart von Hecker einnahm er ihm mit auf den Weg gab:
Nun soll er der neugebauten Dreifaltigkeitskirche zu Prediger sein er muß wie er heute gethan den Leuten auf der Friedrichstadt den Jesum predigen und sich der Jugend recht denn daran ist das Meiste gelegen.
Mit breiter finanzieller Unterstützung konnte Johann Hecker 1746 das ehemalige Gebäude des Friedrichstädtischen Gymnasiums in Berlin kaufen und gründete 1747 mit der Ökonomisch-mathematischen Realschule einen neuen Schultyp. 1750 wurde er zum Oberkonsistorialrat ernannt. Zur und Förderung von vornehmlich pädagogischen Schriften und gründete er in den folgenden Jahren eine und eine Wochenzeitschrift.
Denkmal auf der Schlossinsel Berlin-Köpenick
Der reformpädagogische Ansatz Heckers in der Realschule erstmals mit einer an der späteren Berufspraxis orientierten zu verbinden hatte großen Einfluss auf die Entwicklung in Preußen. Zudem erkannte Hecker dass für diesen neuen Schultypus besonders geschulter Lehrer Auch diese Idee konnte er durchsetzen 1753 wurde der von ihm gegründeten Realschule Küster- und Schulmeisterseminar angegliedert.
Für seine Realschüler organisierte Hecker unter Aufenthalte in Handwerksbetrieben und Manufakturen . Zudem ließ er einen Schulgarten anlegen der den Heckerschen Real-Schüler den und Verleger Friedrich Nicolai in seiner Erinnerung noch Jahrzehnte später Die volkswirtschaftliche Zeitung Leipziger Sammlungen berichtete 1750 man habe ganz besondere Anstalt zum lebendigen Unterricht Plantagen-Sachen gemacht. Denn man hat ein Stück gegen Erbpacht acquiriret und läßt der Jugend Recreationsstunden in der That selbst zeigen was dem Anlegen von Hecken dem Säen Pflanzen Oculieren etc. und sonderlich der Wartung und der Maulbeer-Bäume zum Seidenbau in Acht zu Der Seidenbau wurde zu dieser Zeit von Friedrich dem Großen mit dem Ziel gefördert möglichst unabhängig Import den wachsenden Bedarf nach Seide befriedigen können.
Nach Heckers Tod im Jahr 1768 seine Realschule in das Königliche Friedrich-Wilhelm-Gymnasium über. Beginn des dritten Jahrtausends gibt es in Berlin-Marzahn/Hellersdorf eine nach Hecker benannte Realschule die Johann-Julius-Hecker-Oberschule .
Die Zitate stammen aus: Zitat Friedrich Wilhem I.: Rancke: Die Gründung der Dreifaltigkeitskirche zu Berlin ... Berlin 1868 Hayns Erben S. 7. Zitat zum Schulgarten: Leipziger Sammlungen von Wirthschaftlichen Policey- Cammer- Finanz-Sachen Leipzig bey Carl Ludwig Jacobi Bd. 1751 S. 722.