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Johann Michael Moscherosch


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Johann Michael Moscherosch (*  7. März 1601 in Willstätt †  4. April 1669 auf dem Weg nach Frankfurt am Main ) war so sein Biograf Walter E. Staatsmann Satiriker und Pädagoge im Barockzeitalter .

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Moscherosch wuchs in Willstätt auf dem seiner Eltern auf. Im Alter von 11 besuchte er das Gymnasium in Straßburg . Dort studierte er auch und zwar Rechtswissenschaften Philosophie und Literatur . Er war Amtmann in Kriechingen an Nied (heute Créhange ) und Finstingen an der Saar (heute Fénétrange ) beides in Lothringen . Polizeichef in Straßburg und Rechtsberater in Hanau sind weitere Stationen seiner Karriere.

Johan Michael Moscherosch war in erster mit Esther Moscherosch (*  1602 in Frankenthal ) verheiratet die in den Wirren des Krieges im Winter 1632 bei Saarlouis ums Leben kam. Seine zweite Frau die schöne Maria Barbara Paniel die zwanzigjährig an der Pest starb. Insgesamt war Moscherosch dreimal verheiratet hatte 14 Kinder von denen viele im starben.

Moscheroschs Lebenszeit beinhaltet den kompletten Dreißigjährigen Krieg ( 1618 - 1648 ) dessen Grausamkeiten und Auswüchse sich auch seinem Werk ausführlich widerspiegeln.

Moscherosch veröffentlichte Aufsätze Gedichte und Erzählungen lateinischer und deutscher Sprache . 1646 wurde er in die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen eine Vereinigung von literarisch interessierten und Bürgerlichen.

Moscheroschs bekanntestes Werk ist Wunderliche und Wahrhafftige Gesichte Philanders von Sittewald eine Sammlung von 14 ab 1640 veröffentlichten satirischen Erzählungen. Hinter Sittewald verbirgt sich Moscheroschs Geburtsort Willstätt (mit ae geschrieben durch Vertauschung der Buchstaben verschlüsselt). der Erzählungen Soldatenleben wurde 1996 neu herausgegeben (siehe Neuere Ausgaben von Moscherosch-Werken ).

Des Knaben Wunderhorn von Clemens Brentano und Achim von Arnim enthält ein von Moscherosch: Die löbliche Gesellschaft Mosel - Saar .

Günter Grass läßt Moscherosch in seiner Erzählung Das Treffen in Telgte von 1979 auftreten.

Werke (Auswahl)

  • Catalogus Episcorum Argentinensum (Bischöfe von Straßburg)
  • Dissertatio de politico
  • Gesichte Philanders von Sittewald
  • Insomnis Cura Parentum
  • Centuria prima - Sexta Epigrammatum

Neuere Ausgaben von Moscherosch-Werken

  • Visiones De Don Quevedo. Wunderliche und Wahrhafftige Philanders von Sittewald. Hildesheim New York 1974 der Originalausgabe von 1642)
  • Unter Räubern: Johann Michael Moscherosch "Soldatenleben". Hrsg. bearb. von Walter E. Schäfer. Karlsruhe 1996

Literatur über Moscherosch

  • Walter E. Schäfer: Johann Michael Moscherosch - Satiriker und Pädagoge im Barockzeitalter. München 1982

Weblinks



Bücher zum Thema Johann Michael Moscherosch

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