Der am 23. September 1684 in Salzungen geborene Komponist war Sohn des dortigen Pfarrsubstituts Johann Roemhildt und der Tochter des Pfarrers G. Silchmüller aus Gumpelstadt Johanna Elisabetha. Johann Theodor seinen ersten Musikunterricht wahrscheinlich bei seinem Vater bei Johann Christoph Bach in Ruhla.
Mit 13 Jahren kam J. Th. auf die Leipziger Thomasschule wo er bei Johann Schelle und Johann Kuhnau lernte. Mitschüler von ihm waren u.a. Reinhard Keiser Johann David Heinichen Christoph Graupner und Johann Friedrich Fasch mit dem er auch später noch Kontakt stand. 1705 wechselte Roemhildt auf die Universität Leipzig und trat nach nur sechs Semestern erste Stelle als Musiklehrer und Chordirektor in Spremberg in der Niederlausitz an. 1714 übertrug man ihm das Rektorat der Schule allerdings nicht aus pädagogischen Gründen sondern die Rektorenstelle dem Kantor übergeben werden musste.
1715 dann ging er als Musikdirektor an die Kirche in Freystadt/Niederschlesien. Zusätzlich zu seiner Position Kantor war Roemhildt als Lehrer am Lyzeum einer Schule mit seinerzeit etwa 150 Schülern tätig. 1717 lehnte er eine Berufung nach Luckau und blieb bis 1726 in Freystadt; im selben Jahr zog auf Einladung des Herzogs Heinrich wieder nach Spremberg . Als Herzog Moritz Wilhelm der sogenannte von Merseburg 1731 starb wurde Heinrich sein Nachfolger nahm mit an den Merseburger Hof und ernannte ihn zum Hof kapellmeister . Nach dem Tod des Dom organisten Georg Friedrich Kauffmann im Jahre 1735 übernahm Roemhildt dessen Funktion. Dom- und kantor war zu dieser Zeit August Friedrich der ältere der Graun-Brüder.
Die Zeit in Merseburg war offenkundig Roemhildts produktivste Karl Paulke dass etwa 200 Vokalwerke und die Orgelstücke entstanden seien. 25 Jahre wirkte Roemhildt als und Titular-Hofkapellmeister (das Amt selbst war kurz dem Tode Herzog Heinrichs 1738 abgeschafft worden) in jener Stadt und scheint als habe er das Amt bis seinem Tode ausgeübt. Allerdings wurde er in letzten Lebensjahren häufig von einem gewissen Johann Seydel der sich später um die Nachfolge bewarb vertreten. Über den Tod J. Th. findet sich im Merseburger Kirchenbuch von 1756 folgender Eintrag:
“Den 26. Oktober nachm. Halb 6 Uhr Herr Johann Theodor Roemhildt Vormaliger Hochfuerstl. Saechs. Wohl bestallt gewesener Capell Meister wie auch der Hohen Stiffts und Dom Kirche allhier Organist an einem Schlag Fluß im 73. seines Lebens sanft und selig Verstorben und dem Stadt Gottes Acker begraben worden.”
Die Roemhildt Societät Bochum e.V. befasst mit dem Leben und Wirken J. Th. ediert in Zusammenarbeit mit weiteren Schülern die nur als Manuskripte und -kopien vorhandenen Werke Komponisten und hat sich zum Ziel gesetzt bekannter zu machen.
Erfasst wurden die Werke von JTR Roemhildt-Verzeichnis RoemV erstellt von C. Ahrens und Dierke. Es sind weitaus mehr als 200 von Johann Theodor Roemhildt bekannt. Außerdem existieren Messen eine Motette eine Passion und diverse