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Johann Tiergart


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Johann Tiergart († 28. November 1456 Pilten) war Bischof von Kurland und Priester des Deutschen Orden .

Aus einer in Danzig seit der Hälfte des 14 Jahrhunderts in mehreren Linien Patrizierfamilie entstammend studierte er zunächst an der Artistenfakultät machte ende 1402 sein Baccalaureat und sich 1408 in Bologna. 1411 studierte er Leipzig wo er vermutlich zum Magister promoviert

Der Hochmeister des Deutschen Orden Michael berief Tiergart 1419 zum Generalprokurator des Ordens der römischen Kurie und nahm ihn als in den Orden auf. 1421 reiste er Preußen wo er die Transsumierung zahlreicher Privilegen Urkunden des Ordens zu veranlassen hatte die an der Kurie benötigte.

Neben den Auseinandersetzungen mit Polen beschäftigten am päpstlichen Hof in erster Linie die des Rigaer Erzbischofs Johannes Ambundii und seines die sich aus dem Abhängigkeitsverhältnis vom Deutschen befreien wollten. Als 1424 Gerüchte von einer Erkrankung des Erzbischofs laut wurden wurde Tiergart Hochmeister für dessen Nachfolge in Aussicht genommen das Erzbistum wieder enger an den Orden binden. Tiergart lehnte dies jedoch unter Hinweis mangelnde Fähigkeiten ab.

Nach dem Tode des Kurländischen Bischofs Schutte (1424) wurde Tiergart auf Betreiben des Paul von Rusdorf gegen den vom Domkapitel Dietrich Tanke durch Papst Martin V. zum Nachfolger ernannt. Tiergart weigerte sich das gering dotierte Bistum anzunehmen doch willigte nach der Zusicherung des Papstes ihn bei Gelegenheit in eine bedeutendere Diözese zu versetzen ein. Seine Provision erfolgte 19. Januar 1425. Tiergart verpflichtete sich im zu finazieller Unterstützung Tankes und ein Einsetzen Hochmeister für folgende Bistumsbesetzungen.

Als von Preußen die Nachricht vom Tode des Bischofs von Dorpat an der eintraf verwandte sich der Hochmeister für die Tiergarts in das nach Riga reichste Bistum. sich die Todesnachricht jedoch als falsch erwiesen scheint man in Preußen die Abberufung Tiergarts Generalprokurator ins Auge gefasst zu haben. Nach Erhebung zum Bischof trat Tiergart in die Animabruderschaft in Rom ein. Im Juli 1425 er nach Preußen und Livland um sich dem Hochmeister zu beraten und von seinem Besitz zu ergreifen. Mitte Oktobe traf er Schloss Pilten in Kurland ein. Auf Betreiben Hochmeisters nahm er im Januar 1426 an Zusammenkunft der livländischen Prälaten mit dem Ordensmeister Livland in Walk teil. Mitte Februar hielt sich beim Hochmeister auf der Marienburg auf er erneut mit den Amtsgeschäften des Generalprokurators und an die Kurie entsandt wurde. Für Zeit seiner Abwesenheit betraute Tiergart den samländischen Johann Hamel mit der Verwaltung seiner Diözese.

In Rom beschäftigte er sich mit Forderungen des Domkapitels von Riga. Doch Gesundheitliche und Amtsmüdigkeit ließen Tiergart den Hochmeister im 1428 um Entbindung von seiner Funktion als ersuchen. Mitte Dezember 1428 übernahm sein Nachfolger Amtsgeschäfte. Bevor Tiergart aber in sein Bistum konnte wurde er von Papst Martin V. Gubernator von Fermo und bald darauf von bestellt. Im Frühjahr 1432 erhielt er dann Papst Eugen IV. die Erlaubnis zur Heimkehr doch konnte Italien erst am 24. November 1432 endgültig Mitte Januar 1433 hielt er sich dann kurze Zeit beim Konzil von Basel auf. seiner Diözese arbeitete er an einer Beilegung Streitigkeiten mit dem Domkapitel von Riga das im August 1436 das Castrum Dondangen mit Zubehör verkaufte. Darüber hinaus suchte er einen zwischen dem Orden und den Prälaten in zu vermitteln. Auch im Streit zwischen Hochmeister von Rusdorf und den livländischen Ratsgebietigern wirkte als Unterhändler. 1439 wurde er dann als vorgeschlagen wozu er dann 1440 nach Preussen Da sich der Deutschmeister aber weigerte auf Angebort einzugehen und der Hochmeister zurücktrat erledigte seine Mission. 1449 forderte er die Einberufung Tages zur Klärung der Territorienfrage der aber nicht zustande kam da er seine Bitte wiederholte. An den Rand eines tiefen Zerwürfnisses seinem Orden führte Tiergart seit 1452 das geheim betriebene Vorhaben das Bistum Kurland in die Hände seines Bruders Augustin die Zahlung einer jährlichen Pension zu resignieren. Neffen Johann Lindau stattete er deshalb mit aus und sandte ihn an die Kurie. für seinen Plan fand er nicht nur Papst sondern auch bei einflußreichen Kurialen sowie deutschen Kardinal Peter von Schaumburg. Als der davon erfuhr wurde der Generalprokurator Jodocus Hogenstein beauftragt das Vorhben Tiergarts zu durchkreuzen da Hochmeister das Präsentationsrecht des Ordens gefährdet sah. kam dass sich die Familie Tiergart wegen engen Beziehungen zum Bund der preußischen Stände sich tendenziell gegen den Orden richtete ohnedies den Argwohn des Hochmeisters zugezogen hatte. Um Verleihung des Bistums an Augustin Tiergart zu ließ der Hochmeister nun seinen Kaplan Andresa als Gegenkandidaten aufstellen.

Mitte 1455 liess er dann jedoch von seinem Plan ab woraufhin im Januar erstmals von einer schweren Erkrankung des Bischofs wird. Doch nahm er noch mit Zustimmung Domkapitels den Hofjuristen des livländischen Ordensmeisters den Elbing stammenden Dr. decr. Paul Einwalt de als Koadjutor an.




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