Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 11. Dezember 2019 

Johannes Paul II.


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Euromünze des Vatikan mit dem Profil Johannes II.

Johannes Paul II. mit bürgerlichem Namen Karol Wojtyła (* 18. Mai 1920 in Wadowice bei Krakau Polen ) ist seit 1978 Papst der katholischen Kirche und somit auch Bischof von Rom .

Inhaltsverzeichnis

Leben

Johannes Paul wuchs in der Kleinstadt als Sohn eines ehemaligen k.u.k. -Offiziers auf und schrieb sich 1938 zum Studium der Philosophie und Literatur in der jagiellonischen Universität in Krakau ein. Wadowice und Krakau zwei Orten bis zur deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg sehr stark durch die jüdische Kultur beeinflusst waren waren prägend für sein sehr Verhältnis zu jener Religion. Wojtyłas Interessen waren in jener Zeit breit gefächert; besonders herausragend sein Engagement im rhapsodischen Theater sein. Während der deutschen Okkupation führte seine Studien fort wurde aber für schwere in einem Steinbruch sowie in einer Chemiefabrik 1942 verspürte er den Ruf Gottes zum und trat dem Untergrundseminar der Erzdiözese Krakau

Am 1. November 1946 wurde er zum Priester geweiht und promovierte in den folgenden Jahren auf Anweisung Kardinal Sapiehas in Rom die Theologie und Mystik des heiligen Johannes Kreuz. Nach Abschluss des Doktorats war er der Studentenkirche St. Florian tätig wo er bald für seine Predigten bekannt war. Seine Art machten ihn bald schon zu einem Ansprechpartner unter den katholischen Studenten. In den Jahren vertiefte er seine philosophischen und ethischen und bekam 1954 einen Lehrauftrag in der Universität von Lublin . Am 28. September 1958 wurde er Weihbischof von Krakau . Wojtyła nahm aktiv am Vatikanum teil; sein Hauptaugenmerk lag dabei auf Religionsfreiheit ( Dignitatis humanae ) und einer zeitgemäßen Verkündigung der kirchlichen ( Gaudium et Spes ). 1964 folgte er Kardinal Sapieha im Amt Erzbischofs von Krakau. Sein Episkopat in Krakau vor allem durch eine "sanft" Konfrontation mit kommunistischen Regime Polens geprägt. Seine Beharren auf Kirchenbau im Arbeiterviertel Nowa Huta und seine in denen er oft die freie Ausübung Religion für alle Polen forderte lehrte den das Fürchten.

Seine Kardinalswürde erhielt er am 26. Juni 1967 . Am 16. Oktober 1978 wurde er beim Konklave in der Sixtinischen Kapelle als Nachfolger des am 28. September verstorbenen Johannes Paul I. zum Papst gewählt. Damit (it.: Giovanni Paolo polnisch: Jan Paweł ) ist er der erste nichtitalienische Papst dem Niederländer Hadrian VI. († 1523 ).

In den ersten Jahren seines Pontifikats ein Beharren auf der Religionsfreiheit und eine damit verbundene Konfrontation mit kommunistischen Regimes Osteuropas auf dem Programm. So die polnische Parteiführung eine Pastoralreise in die aufgrund der Popularität des Krakauers nicht verhindern. Reisen in den Jahren 1979 und 1980 ihn nach Mexiko Zentralafrika und Ostasien. Auch Bischofsernennungen sorgten für Furore. So brachte die des jüdischen Konvertiten Jean-Marie Lustigers auf den von Paris die recht eingeschlafene französische Hierarchie und sorgte für eine neue Phase im der französischen Revolution zertrittenen Katholizismus Frankreichs.

Am 13. Mai 1981 verübte der türkische Rechtsextremist Mehmet Ali Agca auf dem Petersplatz in Rom ein Attentat auf Johannes Paul II. Dieser wurde durch drei Kugeln schwer verletzt. Die Hintermänner schon bald beim sowjetischen Geheimdienst KGB vermutet. Aufsehen erregte der Papst als dem Attentäter schon auf dem Krankenbett vergab ihn nach der Genesung im Gefängnis besuchte. der Tag des Attentates auf den Tag an dem sich in Fátima die erste Marienerscheinung ereignet hatte schrieb Paul II. seine Rettung der Gottesmutter zu und bedankte sich mit einer in den portugiesischen Wallfahrtsort .

Papst Johannes Paul II. hat in Amtszeit bereits 473 Heiligsprechungen vorgenommen. Die Zahl aller von seinen in den letzten 400 Jahren insgesamt heiliggesprochenen ist nur etwa halb so hoch. Papst Paul II. sprach die italienische Kinderärztin Gianna Beretta Molla als eine der wenigen nicht-religiösen Frauen - sie gilt als Ikone der Abtreibungsgegner.

Seit mehreren Jahren leidet Papst Johannes II. an der Parkinsonschen Krankheit und ist inzwischen der am drittlängsten Papst in der Geschichte.

Am 24. März 2004 erhielt Johannes Paul II. den international Karlspreis der Stadt Aachen.

Johannes Paul ist Ehrenmitglied des FC 04 - eines in seiner Geschichte stark polnischen bzw. polnischsprachigen Einwanderern geprägten Vereins im Essen.

Wirken

Ökumene und interreligiöser Dialog

Die bisherige Amtszeit von Johannes Paul ist geprägt von der Öffnung der Kirche außen. Dies zeigte sich schon zu Beginn Pontifikates durch zahlreiche Auslandsreisen und immer wieder im Namen der Kirche bei verschiedenen Anlässen vorgetragene Schuldbekenntnisse wie Jahr 2000 . Ein besonderes Anliegen des Papstes ist " Ökumene " besonders mit den orthodoxen Kirchen aber auch der interreligiöse Dialog insbesondere dem Judentum und dem Islam . Sichtbaren Ausdruck fanden diese Bemühungen vor bei dem ersten Weltgebetstreffen der Religionen 1986 in Assisi das seither an verschiedenen Orten wiederholt Sein Besuch in der Synagoge von Rom gilt als der erste Papstes seit Petrus . Ähnlich spektakulär war seine Visite in Omajaden-Moschee zu Damaskus.

Andererseits hat Papst Johannes Paul II. Vielzahl von Lehrentscheidungen getroffen die in der und nordamerikanischen Kirche für heftige Kontroversen gesorgt so das am 17. April 2003 veröffentlichte Dokument Ecclesia de Eucharistia in dem er das bestehende kirchliche die Eucharistie zusammen mit Vertretern andererer Konfessionen zu feiern erneuerte. Auch die von Kongregation für die Glaubenslehre verfasste und von Johannes Paul II. Erklärung Dominus Jesus in der der evangelischen Kirche der Rang als gleichberechtigter Partnerin der Kirche abgesprochen wird wurde insbesondere in Deutschland kritisiert.

Kirchendisziplin und Moral

Johannes Paul II. weigert sich wie Vorgänger den umstrittenen Zölibat für Priester aufzuheben. seinem Apostolischen Schreiben Ordinatio Sacerdotalis gab er bekannt dass es der nicht möglich sei Frauen zu Priestern zu

Auch in Fragen der Sexualmoral wich nicht von den bisherigen Lehrmeinungen ab. In Enzyklika Evangelium Vitae bestätigte er die Immoralität eines Eingriffes den Geschlechtsakt (künstliche Empfängnisverhütung ) sowie der Zerstörung der männlichen und Fruchtbarkeit ( Sterilisation ).

Weltpolitik

Bereits in seiner ersten Enzyklika verkündete Paul II. "Der Weg der Kirche ist Mensch" und machte sich stark für die Menschenrechte . Vielfältig waren seine bisherigen Bemühungen. So er das erste Staatsoberhaupt das Jassir Arafat eine Audienz gewährte. Nach der Bundesrepublik Deutschland erkannte zuerst der Vatikan Kroatien als Staat an.

In das gegenwärtige Pontifikat fällt auch der Niedergang des Warschauer Paktes . Johannes Paul II. wird ein großer an der Demokratisierung seines Heimatlandes Polen zugeschrieben. Die offene Parteinahme für die Gewerkschaft Solidarnosc war ein wesentlicher Beitrag zum Ende Sozialismus in Polen.

Sein mea culpa im März 2002 vor seinem Israelbesuch die Bitte um für die Verbrechen die katholische Christen an und anderen Nicht-Christen begingen wurde als historischer bezeichnet. Vor dem Irakkrieg im Jahr 2003 äußerte der Papst wiederholt und heftig Gegnerschaft.

Literatur

Eigene Werke

Sekundärliteratur

  • George Weigel Zeuge der Hoffnung ISBN 3-506-79723-9 die wohl umfangreichste und am gründlichsten Biographie über den Papst.

Weblinks



Vorgänger:
Johannes Paul I.
Liste der Päpste
Johannes Paul (Päpste)
Nachfolger:



Bücher zum Thema Johannes Paul II.

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Johannes_Paul_II..html">Johannes Paul II. </a>