Rau ist Sohn eines Laienpredigers. Er 1948 den Besuch des Gymnasiums ab und begann 1949 eine Lehre als Verlagsbuchhändler in Wuppertal und Köln . Nebenher ist er ab 1949 freier Mitarbeiter der "Westfälischen Rundschau" in
Nach beendeter Lehre arbeitete er zunächst 1952 als Verlagsbuchhändler in Wuppertal und wird 1953 Lektor bei einem kleineren Verlag in Witten . Ab 1954 ist er zunächst als Geschäftsführer beim tätig 1962 wird er hier Mitglied des Vorstandes 1965 Direktor dieses Verlages.
Johannes Rau ist seit 1982 mit Christina Delius (geb. 1956) verheiratet Enkelin des früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann . Aus der Ehe gehen drei Kinder Anna Christina (geb. 1983) Philipp Immanuel (geb. und Laura Helene (geb. 1986).
1952 wird Rau Mitglied in der vom Bundesinnenminister Gustav Heinemann mitbegründeten Gesamtdeutschen Volkspartei (GVP) und sogleich deren Kreisvorsitzender in Bereits fünf Jahre später 1957 löst sich die GVP auf und wird Mitglied der SPD . Von 1958 bis 1962 ist er Vorsitzender der Jungsozialisten in Wuppertal.
1968 wird Rau in den Bundesvorstand der gewählt. Ab 1973 ist er Mitglied des Landesvorstandes in von 1977 bis 1998 auch deren Vorsitzender. Ab 1978 ist er Mitglied des Präsidiums der und ab 1982 Stellvertretender Bundesvorsitzender.
1970 beruft Ministerpräsident Heinz Kühn Rau ins Kabinett und überträgt ihm Ressort Wissenschaft und Forschung . 1978 wird Rau Nachfolger von Heinz Kühn Ministerpräsident. Unter seiner Führung kann die SPD den Landtagswahlen 1980 1985 und 1990 die absolute Mehrheit der Mandate erreichen verteidigen. Seit 1995 bildet die SPD eine Koalition mit
Vom 1.11.1982 bis zum 31.10.1983 ist erstmals Bundesratspräsident das gleiche Amt hat er ein mal vom 1.11.1994 bis zum 31.10.1995 inne.
1998 tritt er von seinen Ämtern als der SPD und als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Sein Nachfolger im Parteiamt wird Franz Müntefering . Zum Ministerpräsidenten wird der bisherige Wirtschaftsminister Wolfgang Clement gewählt.
Raus Amtszeit ist weder von Skandalen von herausragenden Appellen begleitet. Kritiker werfen ihm unkonkrete Reden vor. Zwar verspotten Kritiker Raus von ihm stets betonte Nähe zum Christentum der Bezeichnung Bruder Johannes diese Bezeichnung wird aber von Vertrauten im positiven Sinn verwendet um seine mitmenschliche zu betonen.
Respekt wird ihm von politischen Beobachtern Couleur für seine in ihrer Schärfe ungewöhnlichen anlässlich des Parteienspektakels um das Zuwanderungsgesetz bekundet in welcher er das von Parteien veranstaltete Gezerre um die Bundesratsabstimmung zum Gesetz als unwürdig bezeichnet.
Nach der Landtagswahl in Bayern gibt im September 2003 bekannt bei der nächsten Wahl am Mai 2004 nicht mehr für das Amt Bundespräsidenten zu kandidieren.
Am 23. März 2004 bricht Rau seine Afrika-Reise vor geplanten Truppenbesuch bei deutschen Soldaten in Dschibuti ab. Laut Geheimdienstberichten sollte ein Mordanschlag einen hochrangigen europäischen Repräsentanten also möglicherweise auf verübt werden.
Am 23. April 2004 kehrt er letzten Staatsbesuch seiner Amtszeit aus Ungarn zurück. hat Rau 76 Auslandsreisen als Staatsoberhaupt unternommen. wurde er begleitet von Ilse Pfeifer (Protokoll Amt).