Johannes XXII. vertrat in seinen letzten die Lehre die Seelen der Heiligen würden ihrem Tod bis zum Jüngsten Tag nicht Anschauung Gottes gelangen sondern lediglich zur Anschauung als Mensch. Diese bereits damals von der Lehrmeinung abweichende Theorie vertrat er in den 1331 und 1332 auch in Predigten und in Ausübung seines Lehramtes - dies führte schweren Anschuldigungen. Johannes XXII. widerrief kurz vor Tod diese Meinung. Obwohl Johannes XXII. diese nicht als unfehlbar verkündete ist der Fall bemerkenswert als Gegenbeispiel zu der These der sei in seinem normalen - 'ordentlichen' Lehramt unfehlbar .