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John Rawls


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John Rawls (* 21. Februar 1921 in Baltimore ; † 24. November 2002 in Lexington (Massachusetts)) war ein amerikanischer Philosoph .

Er arbeitete als Professor für Politische an der Harvard University und wurde berühmt als Autor von wie A Theory of Justice ( 1971 ) Political Liberalism und The Law of Peoples .

Inhaltsverzeichnis

Leben

John Borden (Bordley) Rawls wurde in Baltimore Maryland als zweites von fünf Kindern von Lee Rawls und Anna Abell Stump geboren. der Schule besuchte er ab 1939 die Princeton University wo er sich für Philosophie zu begann. 1943 machte er den Bachelor of Arts und ging zur Armee. Im Zweiten Weltkrieg diente Rawls als Infanterist im Pazifik er auf Neuguinea den Philippinen und in Japan eingesetzt wurde. Er besuchte Hiroshima nach dem Abwurf der Atombombe . Diese Erfahrung brachte ihn dazu eine die ihm angeboten wurde abzulehnen und die im untersten Dienstgrad eines Private 1946 zu verlassen. Kurz danach promovierte er Princeton im Fach Moralphilosophie. Rawls heiratete Margaret im Jahre 1949 . Margaret und John teilten das Interesse Stichwortverzeichnissen die sie gemeinsam während ihrer ersten für ein Werk von Friedrich Nietzsche erstellten; Rawls verfasste später auch das für A Theory of Justice selbst. Nach dem Doktorat lehrte Rawls Princeton bis 1952 als er ein Fulbright-Stipendium für das Christchurch-College der englischen Oxford University erhielt. Dort geriet er unter den der liberalen politischen Theoretiker und des Historikers Isaiah Berlin . Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten arbeitete er zunächst als Assistent später als an der Cornell University die ihm 1962 eine Philosophieprofessur antrug. Eine weitere Lebensstellung ihm das Massachusetts Institute of Technology Anfang der sechziger Jahre an. Rawls zog 1964 die Harvard University vor wo er für fast vierzig blieb. 1995 erlitt er den ersten von mehreren die ihn bei seiner Arbeit stark behinderten. schaffte er es sein letztes Werk The Law of Peoples abzuschließen das seine wesentlichen Standpunkte zum Völkerrecht zum Inhalt hat.

Rawls' Beitrag zur politischen und Moralphilosophie

Rawls gilt als wesentlicher Vertreter der liberalen politischen Philosophie . Rawls bestimmt die Rolle der Gerechtigkeit als erste Tugend sozialer Institutionen. Die Aufgabe von Gerechtigkeitsgrundsätzen darin die Grundstruktur der Gesellschaft festzulegen d. die Zuweisung von Rechten und Pflichten und Verteilung der Güter.

Rawls stellt sich dazu die Frage: welche Grundsätze würden sich freie und vernünftige in einer fairen und gleichen Ausgangssituation in eigenen Interesse entscheiden?

Die zwei Grundsätze der Gerechtigkeit

  1. Jedermann soll gleiches Recht auf das umfangreichste gleicher Grundfreiheiten haben das mit dem gleichen für alle anderen verträglich ist.
  2. Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten sind so zu dass (a) vernünftigerweise zu erwarten ist dass zu jedermanns Vorteil dienen und (b) sie Positionen und Ämtern verbunden sind die jedem stehen.

Elemente des ersten Prinzips:

  • politisch-rechtliche Gleichheit
  • Maximierung der individuellen Freiheit
Wesentliche Grundfreiheiten: politische Freiheit (Wahlrecht) Rede- Versammlungsfreiheit Unverletzlichkeit der Person Recht auf Eigentum

Elemente des zweiten Prinzips:

  • Chancengleichheit
  • jedermanns Vorteil: Differenzprinzip (s. u.)

Deutung:

  • nicht nur formale Chancengleichheit (gleiche gesetzliche auf vorteilhafte soziale Positionen") sondern faire Chancen mit ähnlichen Fähigkeiten sollten ähnliche Lebenschancen haben.")
  • Differenzprinzip anstelle einer Pareto-Optimalität oder eines des Utilitarismus

Pareto-Prinzip: ein Zustand ist pareto-optimal wenn man nicht so abändern kann dass mindestens ein besser dasteht ohne dass irgend jemand schlechter

Differenzprinzip: Ungleichheiten sind nur dann gerechtfertigt wenn (auch) den am schlechtesten Gestellten zum Vorteil

Der Urzustand

Konstruktion einer fairen und gleichen Verhandlungssituation die Gerechtigkeitsprinzipien legitimieren soll

Annahmen:

  • Gesellschaft von Personen die miteinander die ihrer Gesellschaft ihre Gerechtigkeitsprinzipien festlegen wollen.
  • Interessenharmonie: Zusammenarbeit ist wünschenswert und möglich
  • Interessenkonflikte: Wie werden die Früchte der verteilt?
  • rational und auf Erfüllung der eigenen bedacht jedoch frei von Neid
  • Der Schleier des Nichtwissens:
die Personen besitzen nur allgemeines Wissen gesellschaftliche Grundgüter deren jedermann zur Verwirklichung seiner Interessen bedarf Wissen um gesellschaftliche politische wirtschaftliche psychologische Zusammenhänge Fähigkeit Folgen abzuschätzen usw.) kein Wissen d. h. sie wissen nichts über selbst ihre eigene soziale Stellung ihre Interessen und Talente usw.

Verfahren:

  • einstimmige und verpflichtende Wahl aus einer von verbreiteten Gerechtigkeitsvorstellungen die den formalen Prinzipien Allgemeinheit Unbeschränktheit Öffentlichkeit Rangordnung und Endgültigkeit genügen

Warum würden sich die Menschen im für die beiden Gerechtigkeitsprinzipien entscheiden?

  • Sicherung des Grundgutes der Freiheit für durch das erste Prinzip
  • Vorgehen nach der Maximin-Regel: Sicherstellung der der schlechtest möglichen Position
  • allgemeine Anerkennung da jeder Vorteile daraus dadurch auch Stabilität des Systems
  • fördert die Selbstachtung da jeder Mensch Selbstzweck und nicht als Mittel gesehen wird Gegensatz zum Utilitarismus )

Der Gerechtigkeitssinn

Bedingung der Stabilität einer Gerechtigkeitsvorstellung:
  • Wenn die Grundstruktur und die Institutionen einer gerecht sind erwerben ihre Mitglieder den Gerechtigkeitssinn h. den Wunsch gerecht zu handeln und zu erhalten.
  • Entwicklung des Gerechtigkeitssinns über soziales moralisches Lernen der Freundschaft des Vertrauens und der Schuld Gerechtigkeitssinn als elementarer Bestandteil der Menschlichkeit.



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