Ruskin verfasste 1843-1860 eine mehrbändige Geschichte der modernen Malerei und lehrte ab 1869 in Oxford Kunstgeschichte. Als vielseitig gebildeter Kunsthistoriker und Sozialreformer nahm er in der zweiten Hälfte 19. Jahrhunderts eine beherrschende Stellung im englischen ein. In vielen Schriften beschrieb er das Evangelium der Schönheit worunter er eine Verschmelzung von Kunst und Wirtschaft verstand die sich am Idealbild Kunst orientieren sollte.
In der zunehmenden Industrialisierung sah er Gefahr einer Verkrüppelung sowohl menschlicher Tugenden als künstlerischer Schaffenskraft. Er trat für eine Wirtschaftsethik in deren Mittelpunkt der Mensch stehen sollte bei der handwerkliche Arbeit als schöpferischer Wert werden sollte.
In seinen Vorstellungen zur Sozialreform unterbreitete zahlreiche konkrete bedeutende Vorschläge wie z.B. Gartenstädte Arbeiterhochschulen.
Als Maler und Zeichner trat Ruskin allem durch Architekturdarstellungen und Landschaftsstudien in Erscheinung.