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Jom-Kippur-Krieg


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Nach dem 3. israelisch-arabischen Krieg von 1967 hielt Israel den Sinai die Golanhöhen den Gaza-Streifen das Westjordanland sowie Ost-Jerusalem besetzt. Die Vereinten Nationen versuchten vergeblich Israel zum Rückzug aus Gebieten zu bewegen zahlreiche kommunistische Staaten brachen die diplomatischen Beziehungen zu ab.

Am 6. Oktober 1973 dem jüdischen Versöhnungsfest Jom Kippur eröffneten Syrien und Ägypten einen neuen Krieg (4. israelisch-arabischer Krieg Jom-Kippur-Krieg ). Auf arabischer Seite wird er der Ramadan-Krieg genannt da er in den islamischen Ramadan fiel.

Der Angriff überraschte die unvorbereiteten Israelis brachte den Angreifern zunächst militärische Anfangserfolge. Die drangen mit über 1400 Panzern in die Golan-Höhen ein die Ägypter die israelischen Verteidigungsstellungen und überquerten den Suez-Kanal . Mit Ausnahme eines kleinen Gebietes um Said an der Mittelmeerküste gelang den Ägyptern Einnahme der Bar-Lev Linie und die Besetzung eines Streifen parallel Suez-Kanal. In dieser kritischen Phase erwog die Regierung sogar den Einsatz von Atomwaffen.

Alsbald gelang es den Israelis jedoch Angreifer zurück zu schlagen. Im Norden führte Gegenoffensive zu einer Katastrophe für die syrische die in wenigen Tagen - bis zum 10. Oktober - bereits besiegt war und 870 sowie Tausende Fahrzeuge und Geschütze zurücklassen mußte. Syrer werden bis 32 km vor Damaskus zurückgedrängt die syrische Hauptstadt wurde mit zivilen Opfern massiv bombardiert. Ein Durchbruch durch syrische Front gelingt jedoch nicht. Israelische Truppen die Ägypter auf der Sinai -Halbinsel zurückdrängen und am 16. Oktober den Suezkanal überqueren. Südlich des Bittersees es den Israelis unter Führung von General Scharon die auf dem Ostufer verbliebene 3. Armee einzukesseln.

Am 22. Oktober rief der Sicherheitrat der Vereinten Nationen in der Resolution 338 alle Parteien das Feuer einzustellen. Bei Inkrafttreten des Waffenstillstands 22. Oktober (Nordfront) bzw. 24. Oktober (Südfront) waren die Syrer besiegt und die eingeschlossene und unversorgte 3. ägyptische Armee der Vernichtung.

Die israelischen Verluste waren hoch: Mehr 2500 Soldaten fallen 7500 werden verletzt und geraten in Gefangenschaft. Die israelische Luftwaffe erlitt Verluste durch den Einsatz von Flak-Raketen aus Produktion. Auf arabischer Seite gab es 20.000 zu beklagen.

Der Krieg führte zu einer Traumatisierung israelischen Öffentlichkeit die die außenpolitische Bedrohung aufgrund für unbesiegbar gehaltenen Armee kaum wahrgenommen hatte. aufgrund der massiven Verluste zwangen die israelische Golda Meir im April 1974 zum Rücktritt.

Anwar as-Sadat konnte den militärisch verlorenen Krieg zu politischen Schachzug nutzen. Mit dem Krieg zeigte Israel daß die arabische Welt trotz allem ein militärischer Faktor war mit zu rechnen - 1977 traf er mit Menachem Begin zusammen und schon 1978 unterzeichneten beide Friedensabkommen von Camp David .

Durch die Demonstration der Stärke gewannen arabischen Länder wieder mehr Selbstbewußtsein was vor den Islamismus eindämmte.

Der Jom-Kippur-Krieg war Auslöser der Ölkrise 1973 . Die OPEC beschloß ihre Erdölförderungen so lange erheblich bis die von Israel besetzen Gebiete befreit die "Rechte des palästinensischen Volkes" wiederhergestellt sind. hoben die arabischen Länder den Ölpreis kräftig Gegen die USA und die Niederlande wurde Lieferboykott verhängt.

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