Jorge Luis Borges ist einem größeren durch seine phantastischen Erzählungen bekannt geworden. Er verfasste außerdem zahlreiche Gedichte Essays gab Bücherkataloge und Zitatensammlungen heraus und war als Übersetzer tätig. hinaus hat er unter den Pseudonymen B. Suarez Lynch und H. Bustos Werke veröffentlicht die in Zusammenarbeit mit Adolfo Casares entstanden.
Borges stammte aus einer wohlhabenden argentinischen und wuchs in Buenos Aires auf seine väterlicherseits war Engländerin sein Vater lehrte Philosophie und Psychologie auf englisch. Ab 1914 verbrachte Borges sieben Jahre in der Schweiz und in Spanien wo er unter anderem Deutsch Latein und Französisch lernte.
Borges verfügte über eine umfassende Bildung vor allem auf dem Gebiet der und Philosophie. Unter anderem war er vertraut den Sagen Skandinaviens der Dichtung und Philosophie der Antike deutschen Mittelalter dem alten Fernen Osten und der Kabbala .
Eine besondere Vorliebe hatte er für Literatur die er als "einen Zweig der Literatur" ansah. Diese Vertrautheit mit der literarischen vieler Kulturen spiegelt sich in der Vielfalt eigenen literarischen Werks wieder.
Seit 1955 war Borges Direktor der argentinischen Nationalbibliothek erblindete mit etwa 50 Jahren was ihn nicht daran hinderte mit Hilfe von Freunden mehrere Jahrzehnte schriftstellerisch tätig zu sein.
In Borges' Werken ist der Einfluss Postmodernismus erkennbar; eines der Lieblings stilmittel Borges' ist die Täuschung das Spielen dem Leser die Vermischung von Realität und Surrealität . Als Beispiel dafür kann die Erzählung Tlön Uqbar Orbis Tertius gebracht werden in der sich verschiedene vermengen und einerseits real existierende Personen genannt zitiert werden andererseits aber auch nicht wirkliche eine große Rolle spielen. Dieser Umstand bringt oft in Verlegenheit denn es ist häufig nachzuweisen ob beispielsweise ein erwähnter Schriftsteller von erfunden ist oder ob er real existiert und lediglich kaum Jemandem außer Borges selbst ist.
Borges literarischen Essays geben einen umfassenden originellen Einblick in die Weltliteratur. Die Lyrik stark an antike Vorbilder angelehnt. Borges wählte seine Werke immer eine kurze Form - seiner Texte sind länger als zehn oder Seiten. Seine Prosa ist immer dicht gewählt stilistisch vornehm und ohne jedes überflüssige Wort. seiner umfassenden Bildung war Borges kein Snob. schätzte die Kriminalromane von Arthur C. Doyle ebenso wie William Shakespeares Dramen.
Das Gesamtwerk Borges wird neu ins übersetzt und erscheint im Hanser Verlag.