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Joseph Goebbels


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Porträt Joseph Goebbels

Dr. Paul Joseph Goebbels (* 29. Oktober 1897 in Rheydt (heute Mönchengladbach ); † 1. Mai 1945 in Berlin) war ein deutscher Politiker und Propagandaminister während der Zeit des Nationalsozialismus . Seine Ehefrau Magda wurde zur prominenten deutschen Vorzeigefrau. Die fand am 19. Dezember 1931 statt.

Goebbels entstammte einem katholischen Elternhaus und sollte Priester werden. Er studierte aber Literatur und Philosophie . Am 1. Weltkrieg konnte er nicht teilnehmen weil ein wegen einer Erkrankung zu kurz war. Er einen Klumpfuß.

Seine literarischen Ambitionen nach dem 1. Weltkrieg fanden bei Verlagen und Zeitungen keine Diese Ablehnungen begünstigten seine Entwicklung zum Antisemiten auch stand er der bürgerlichen Welt gegenüber.

Er betätigte sich ab 1924 im nationalistischen Umfeld als Redakteur und Er fand dabei viel Zuspruch und Ermutigung. wurde Gaugeschäftsführer in Rheinland -Nord. Parteifreunde fand er unter den Anhängern Gregor Strassers die zum "linken" Flügel der NSDAP zählten.

Als sich Hitler gegen Strasser durchsetzen konnte wechselte Goebbels Lager. Hitler hatte die Talente von Goebbels erkannt. jetzt endgültig zum eifrigen Verehrer Hitlers gewandelt mit seiner Rhetorik und seinen Kampagnen die Politik seines

Eine der ersten Aufträge führte Goebbels Berlin. Hier hatten die Kommunisten in vielen Stadtbezirken großen Einfluss. Er sich als Agitator der auch nicht davor in "roten" Arbeitervierteln aufzutreten. Geschützt durch die SA und seinem rhetorischen Talent gelang es den Einfluss der NSDAP in Berlin auszuweiten.Geschickt verstand er es in den eigenen Reihen zu glorifizieren indem sie zu "Blutzeugen" der Partei machte.

In dieser Zeit lieferte er sich Kämpfe mit dem Berliner Polizeipräsidenten Bernhard Weiß immer wieder versuchte Goebbels z.T. mit massivem in seiner Propaganda-Tätigkeit zu behindern. Verächtlich titulierte ihn als "Isidor"(Weiß war Jude) und "ViPoPrä"

Er redigierte jetzt auch den "Angriff" war seit 1930 Reichspropagandaleiter der Partei. Goebbels erkannte früh Macht der Medien und nach dem 30. Januar 1933 sollte er diese geschickt für die einsetzen.

Am 13. März 1933 wurde Goebbels Reichsminister für Volkaufklärung und Die von ihm gegründete Reichskulturkammer überwachte und regelte Presse Literatur Musik und Radio. Viele jüdische Vertreter dieser Kultursparten von Goebbels aus ihren Berufen verbannt.

Die Presse dirigierte er durch seine oppositionelle Zeitungen gab es nicht mehr. Durch Gleichschaltung aller Medien konnte er die Politik NSDAP propagieren. Kampagnen in der Presse dienten das so genannte "gesunde Volksempfinden" zu mobilisieren.

Die Pogrome in der Reichskristallnacht am 9. / 10. November 1938 wurden vom ihm wie man heute direkt - und nicht nur propagandistisch -

Im Zweiten Weltkrieg sorgte Goebbels mit seinen Durchhalteparolen dafür die deutsche Bevölkerung die Leiden des Krieges erduldete. Berühmt wurde seine Rede im Berliner in der er die Bevölkerung nach dem in Stalingrad zum " totalen Krieg " aufrief.

Adolf Hitler ernannte Goebbels am 29. April 1945 noch zum Reichskanzler . Am 1. Mai 1945 brachte sich Goebbels zusammen mit seiner um. Vorher hatte er seine sechs Kinder

Inhaltsverzeichnis

Joseph Goebbels und seine Propaganda

Die Zeit mit Gregor Strasser

Goebbels der in Rheinland-Westfalen als Agitator war wurde Privatsekretär von Gregor Strasser . Mit den Brüdern Strasser gab er dem 1. Oktober 1925 die Nationalsozialistischen Briefe heraus.

Kritiker aus dem rechten Lager kritisierten Sprache Goebbels' als kommunistisch. Goebbels und die Strasser waren in der Partei Vertreter des Flügels. Für sie lag das Interesse mehr Sozialismus als beim Nationalismus .

Es schien Goebbels zu dieser Zeit nicht abwegig dass Deutschland ein Bündnis mit Sowjetunion eingehen sollte. So feierte er in Beiträgen Lenin als den "nationalen Befreier" Russlands. Auch Deutschland nicht für den Kapitalismus kämpfen. Trotz dieser Ansichten verstand sich nicht als Kommunist .

Zu dieser Zeit ging Goebbels auch Distanz zu Hitler obwohl er den Parteiführer sehr verehrt hatte. Goebbels wollte nicht akzeptieren Hitler Gelder von Industriellen dankbar entgegennahm. Goebbels den Flügel um die Strasser-Brüder stärken die der Partei sollte von München nach Norddeutschland werden. Hitler sollte nur noch Ehrenvorsitzender der sein und Gregor Strasser Parteiführer.

Hitler kannte und schätzte Goebbels als Propagandisten und wollte ihn von der Strasser-Fraktion was ihm auch gelang. Hitler zeigte Goebbels Abschnitte aus " Mein Kampf " die sich mit Propaganda und Organisation beschäftigten. Goebbels war von Thesen begeistert. Seine alte Verehrung Hitlers erstarkte und er wurde zum treuen Gefolgsmann.

Erste Auftritte in Berlin

Goebbels wurde zwar nun nicht gleich Leiter der Propaganda der NSDAP ernannt aber erhielt den Posten des Gauleiters von Berlin. wurde zunächst Gregor Strasser.

Berlin war zu dieser Zeit eine in der Kommunisten und Sozialdemokraten die Mehrheit hatten. Die Berliner NSDAP desorganisiert und ihre Anhänger zerstritten und der in der Stadt war gering. Goebbels warf Mitglieder aus der Partei mit dem Ziel Mitglieder zu werben die der Partei nutzten.

Bereits seine erste Aktion in Berlin die Methoden von Joseph Goebbels. Im Berliner Wedding mietete er einen Saal der sonst den Kommunisten genutzt wurde. Die Werbeplakate für Veranstaltung ahmten die kommunistischen Vorbilder nach. Alle Mitglieder der NSDAP mussten am 11. Februar 1927 an einem Demonstrationszug durch den Wedding Damit provozierte er die Berliner Kommunisten die ihren Zeitungen "blutige Drohungen" gegen die Veranstaltung Nationalsozialisten ausstießen.

Am 11. Februar kam es dann zur von den erwarteten Saalschlacht. SA-Leute strömten in den Saal prügelten auf ihre Gegner ein. Goebbels bewahrte auf dem Podium die Ruhe und gewann unter den SA-Leuten Anerkennung. Nach der Prügelei er die Tragen mit den verletzten SA-Leuten die Bühne bringen. Vor dem Publikum drückte den Verletzten die Hand. In seiner anschließenden stachelte er die Zuschauer auf. In kurzen Sätzen würdigte er die SA-Männer und weckte Empörung der Zuhörer.

Goebbels im Rheinland bereits erfolgreich spielte sein ganzes rhetorisches Talent aus. Er hatte seinem Auftritt Erfolg. Am nächsten Tag berichteten Zeitungen über die Saalschlacht. Das Parteibüro wurde über 2600 Mitglieder-Neueintritten überschwemmt. 500 Männer wollten die SA eintreten.

Bei einer weiteren Veranstaltung wurde am 4. Mai 1927 ein Pfarrer von SA-Leuten krankenhausreif geschlagen. Der Polizeipräsident Berlin verbot daraufhin die NSDAP in Berlin. war wieder auf den Titelseiten. Er verstand in den weiteren Wochen die Partei als darzustellen.

Er schrieb: "Man begann uns zu verleumden und zu ... Jetzt schäumte der Gegner vor Wut Wer von Euch hätte je geglaubt dass so stark seien." (S. 83-84). Goebbels gründete in diesen Clubs in der Stadt um das Parteiverbot umgehen. Hier konnte er seine Reden halten. wurde ihm für Preußen Redeverbot erteilt.

Goebbels nutzte die Situation geschickt für aus indem er sich als Held wie Märtyrer darstellte. Ein gefälschtes Bild das ihn Fesseln zeigte prangte auf der Titelseite des Völkischen Beobachters ". In mehreren Artikeln schrieb er reißerisch er von Kommunisten verfolgt würde.

"Der Angriff"

Als ein weiteres Presseorgan gründete Goebbels Zeitung "Der Angriff". Eine große Plakataktion kündigte Erscheinen des Blattes am 4. Juli 1927 Zuerst erschien die Zeitung an wenigen Kiosken Goebbels war mit dem Erscheinungsbild zunächst nicht

Er formte das Blatt zur Arbeiterzeitung das gegen die "Ausbeuter" wetterte. Für Gregor der die "Berliner Abendzeitung" in Berlin herausgab Goebbels' Blatt eine ungeliebte Konkurrenz. Zwischen den der beiden Blätter kam es in der zu handgreiflichen Auseinandersetzungen.

Am 29. Oktober 1927 wurde das Redeverbot für Goebbels aufgehoben. Angriff" wurde zum Sprachrohr für Joseph Goebbels auf jeder Titelseite mit einem Leitartikel vertreten Ziel der Zeitung war die Verunglimpfung und politischer Gegner.

Goebbels hatte sich jetzt in Berlin er war "hart" und "kalt" geworden. Mit Ironie und Berliner Jargon attackierte er seine Er genoss es von diesen beleidigt zu Als er ein Mal als "Oberbandit" bezeichnet verwandte er diesen Begriff gleich auf einem Plakate auf denen er sich ankündigte unter: abend spricht Oberbandit Dr. Goebbels". Am 9. 1929 wurde er von Hitler zum Reichspropagandaleiter

Goebbels steht in Uniform auf einem Podest hält eine Rede hinter ihm Uniformierte

Propagandaleiter

Goebbels begann nun Massenveranstaltungen zu inszenieren. von Garden und Fahnenträgern wurde der Redner Veranstaltung in den Saal geführt. Da Goebbels bei allen Veranstaltungen als Redner auftreten konnte er eine Abteilung für Redner. Diese wurden ihre Auftritte genau instruiert und wurden bei Auftritten überwacht.

Obwohl Goebbels es geschickt verstand die zu lenken verachtete er seine Zuhörer und sich wie einfach die Beeinflussung des Menschen Neben seinen Propagandaaktionen förderte und leitete er Terror durch die SA. Er stilisierte die der SA als Heroen in seinen Zeitungsartikeln.

Der Tod von Horst Wessel bot Goebbels eine Gelegenheit einen Helden schaffen. Er organisierte ein prunkvolles Begräbnis bei er die Trauerrede hielt. Dabei verschwieg er wahren Hintergründe des Todes von Horst Wessel erschuf eine neue Legende.

Wahlen

Für die Wahlen am 14. September 1930 mobilisierte Goebbels die ganze Partei. Er dass die Nationalsozialisten 40 Sitze im Reichstag erreichen wollten. Auf über 6000 Veranstaltungen die von Goebbels ausgesuchten Redner auf. Unzählige erschienen im Land. Die Zeitungen der NSDAP ihre Auflage.

Das Wahlergebnis: 18 Prozent der Stimmen für Hitler abgegeben und 107 Abgeordnete zogen den Reichstag. Goebbels' Einfluss wuchs an. Er nun nicht mehr um Geld für seine betteln. Zahlreiche Industrielle spendeten jetzt im großen der NSDAP. "Der Angriff" erschien jetzt täglich.

Die Politik des Reichskanzlers Heinrich Brüning trieb den Nationalsozialisten weitere Mitglieder zu. Millionengrenze wurde überschritten. Goebbels nutzte diese Krisensituation dem er allen alles versprach wenn die an die Macht kämen. Dass manche Versprechen Zusagen widersprachen fiel für ihn dabei kaum Gewicht.

So versprach er den Hausbesitzern steigende den Mietern sinkende Mieten. Der Wahlsieg brachte noch nicht den gewünschten Einfluss für die Die Wahl des Reichspräsidenten 1932 bot sich Goebbels dazu an den Durchbruch zu erringen. gelang ihm Hitler zur Gegenkandidatur gegen Hindenburg zu bewegen.

Goebbels setzte wieder seine Propagandamaschine ein. und unzählige Redner warben für Hitler. Goebbels trat täglich an bis zu drei Orten Doch die Wahl ging knapp verloren aber Hindenburg verpasste die absolute Mehrheit.

Goebbels wertete die eigenen Fehler des Wahlganges aus. Hitler sollte im nächsten Wahlgang häufiger auftreten. Dazu wurde für Hitler ein gechartert. Die eigenen Journalisten wurden instruiert wie von den Auftritten Hitlers zu berichten hatten. gewann zwar Stimmen hinzu doch Hindenburg blieb zweiten Wahlgang Sieger.

Goebbels organisierte nun mehrere Wahlkämpfe in deutschen Ländern in der gewohnten Weise. Neu dass er dabei den Reichskanzler Brüning zum Rededuell herausforderte. Doch Brüning lehnte ab. Die zeigten deutliche Erfolge in Württemberg Bayern und Preußen .

Doch Goebbels beschränkte sich nicht nur Wahlpropaganda. Er setzte auch auf Provokationen und So prügelten die NS-Abgeordneten im Reichstag auf Vertreter der Kommunisten ein Krawalle wurden angezettelt.

Vor der Macht

Am 31. Juli 1932 errangen die Nationalsozialisten einen weiteren Sieg Abgeordnete stellte die NSDAP. Doch die Stimmen die NSDAP gingen in den folgenden Wahlen den Ländern zurück. Die Partei geriet in Schwierigkeiten. Gregor Strasser wollte diesen Abschwung dadurch in dem er Hitler zu Koalitionen mit Parteien riet. Doch Goebbels war strikt dagegen. konnte Hitler davon überzeugen dass Zusammenarbeit mit Parteien nicht in Frage kam.

Goebbels wollte aber den Abwärtstrend der abwenden. Die Gelegenheit bot ihm die Wahl Landtag von Lippe-Detmold . Obwohl das Land unbedeutend war organisierte eine große Wahlkampagne. Die gesamte Führung trat an vor oft nur wenigen Zuhörern.

Der Wahlerfolg war groß und ebenso publizistische Echo. Am 30. Januar 1933 hatten Hitler und seine Anhänger geschafft. Hitler nahm Paraden der SA in Berlin ab hinter stand Joseph Goebbels. Er schrieb in sein "Das neue Reich ist erstanden ... Wir am Ziel. Die deutsche Revolution beginnt."

Vorgänger:
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Propagandaminister Nachfolger:
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Vorgänger:
Adolf Hitler
Reichskanzler Nachfolger:
Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk

Literatur

  • Goebbels Joseph:
    • "Michael" (Roman)
    • "Der Wanderer" (Theaterstück)
    • "Kampf um Berlin"
    • "Vom Kaiserhof zur Reichskanzlei"
    • "Das eherne Herz"
    • "Die Zeit ohne Beispiel"

  • Heiber Helmut: Joseph Goebbels Berlin: 1962
  • Lehnberg Stefan: Mein Eid - Der fabelhafte Tod des Goebbels Theaterstück
  • Reuth Ralf Georg: Goebbels. Eine Biographie München: Piper 1990 - Neuausgabe 1995 ( ISBN 3-492-12023-7 )
  • Riess Curt: Goebbels: Dämon der Macht Biographie München: Universitas Verlag 1989 (Neuauflage Original: Baden-Baden 1950)

Siehe auch: Nationalsozialismus Propaganda Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda

Weblinks



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