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Juan d'Austria


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Don Juan d'Austria (Johann von Österreich) (* 24. Februar 1547 in Regensburg ; † 1. Oktober 1578 in Bouge (heute in Belgien) war uneheliche Sohn Kaiser Karls V. und der bürgerlichen Regensburger Gürtlerstochter Barbara Blomberg .

Don Juan d'Austria wuchs ohne die seiner tatsächlichen Herkunft auf. Auf Geheimbefehl seines wurde er unter dem Namen Geronimo nach Spanien gebracht. Ab 1554 lebte er bei einem Vertrauten von Karl V. lernte lesen und schreiben und eine standesgemäße Ausbildung. Sein Vater offenbarte sich zu seinem Tod nicht dem Sohn erkannte aber in seinem Testament als leibliches Kind Karls Nachfolger auf dem spanischen Thron König Philipp II. führte nach dem Tod des abgedankten seinen Halbbruder 1559 als Don Juan d'Austria bei Hofe ein. Zusammen mit dem Infanten Don Carlos studierte er an der Hohen Schule in Alacalá. Seinen Wunsch im Jahr 1565 an der Verteidigung von Malta gegen die türkischen Belagerer teilzunehmen lehnte Philipp II. ab. Er ernennt Don Juan 1568 zum Befehlshaber der spanischen Mittelmeerflotte. Von 1569 bis 1571 leitete Juan d'Austria den blutigen Kampf die aufständischen Mauren in Andalusien .

Wegen der wachsenden Türkengefahr im Mittelmeer Osmanische Reich eroberte gerade das venezianische Zypern wird im Vatikan die Heilige Liga gegründet. Auf Veranlassung von Papst Pius V. wird der junge Don Juan d'Austria 1571 als Generalkapitän der Meere zum Oberbefehlshaber der Flotte ernannt. Er führte die Flotte der Liga (Schiffe aus Spanien Venedig Savoyen Genua Malta Toskana und päpstliche Schiffe) am 7. Oktober 1571 siegreich in der Seeschlacht von Lepanto gegen die Osmanen . Nach seinem Sieg kehrte im Triumph Messina zurück und ging anschließend nach Neapel . Seinen Anteil an der Kriegsbeute überließ den Verwundeten. Nach seinem Sieg bei Lepanto ihn die Päpste Pius V. und Gregor XIII. mit einem Königreich zu belohnen. Zunächst er 1573 mit der spanischen Flotte von Neapel Nordafrika zum Kampf gegen die dortigen mit Türken verbündeten Piraten auf. Juan d'Austria gelang die Eroberung Tunis das jedoch bald darauf wieder von Türken zurück erobert wurde. Ein neuerlicher Angriff die Türken wurde Don Juan vom König Auch die vom Papst ins Gespräch gebrachte mit der schottischen Königin Maria Stuart scheiterte ebenfalls am Widerspruch seines Halbbruders.

Auf Bitten von Philipp II. sollte Juan stattdessen die Statthalterschaft in den Niederlanden übernehmen da die Lage dort nach Tod des bisherigen Statthalters zu eskalieren drohte. reiste Don Juan aber nach Spanien zu Halbbruder um mit ihm seine Heiratspläne zu Es gelang Philipp II. aber Don Juan Annahme der Generalstatthalterwürde der Niederlande zu bewegen. Oktober 1576 verläßt er Spanien und reist zunächst Luxemburg wo er seine Mutter trifft. Am 12. Februar 1577 unterzeichnet Don Juan mit den niederländischen das Ewige Edikt und kann am 1. Mai 1577 in Brüssel einziehen. Er beginnt zunächst mit dem der verhaßten spanischen Truppen kann sich aber behaupten zieht sich nach Namur zurück besetzt in einem Handstreich die Zitadelle von Namur und beginnt mit geliehenem (der spanische König verweigert die Soldzahlungen) heimlich Heer aufzustellen. Im Dezember 1577 wird der erkrankte Don Juan d'Austria deshalb von den zum öffentlichen Feind erklärt. Ihm gelingt mit seinen Truppen ein Sieg über das protestantische Heer. Sein Spanien entsandter persönlicher Sekretär wird in Madrid ermordet auch Don Juan überlebt in Niederlanden nur knapp einen Mordanschlag. Er zieht in das Feldlager von Bouge bei Namur wo er wahrscheinlich an Typhus starb.

Auf seines Halbbruders König Philipp II. Spanien wird der Leichnam von Don Juan nach Spanien überführt und im Escorial der der spanischen Könige beigesetzt.

In seiner Geburtsstadt Regensburg erinnert auf Zieroldsplatz eine Statue an Don Juan de Es ist die Kopie eines Denkmals in Messina .

Juan d'Austria ist nicht zu verwechseln dem Prinzen Juan José de Austria (1629-1679) der der uneheliche Sohn Philipps IV. war.

Siehe auch: Türkenkriege



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