Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Judas Ischariot gilt als einer der zwölf Jünger Jesu . Der Name Judas ist die griechische Form von Juda damals ein häufiger Name den auch ein anderer Jünger Jesu (Judas Thaddäus) trug. Beiname (nicht Nachname ) Ischariot könnte als "Isch Kariot" Mann Kariot zu deuten sein. Kariot war ein in Judäa Judas wäre dann der vermutlich einzige unter den Zwölf gewesen die anderen waren Galiläer . Eine andere Interpretation ist dass er der Sikarier (Messerkämpfer) einer Befreiungsbewegung gewesen sei.
Er hatte laut Johannes 12 4-6 der Gruppe die Aufgabe die Geldmittel zu unterschlug jedoch ein Teil des Geldes. Er schliesslich den Entschluss Jesus für 30 Denare was etwa einem Monatslohn eines Handwerkers enspricht die Hohepriester zu verraten. Nachdem er während letzten Abendmahls von Jesus als Verräter konfrontiert worden entfernte er sich von der Gruppe und zusammen mit den Verfolgern Jesu in den Gethsemane zurück um Jesus dort mittels eines zu identifzieren und zu verraten.
Judas bereute seine Tat nachdem Jesus worden war und erhängte sich daraufhin laut 27 3. Die Apostelgeschichte (Apg 1 19) ihm sogar noch ein grausigeres Ende zu demnach "barst er mitten entzwei und alle Eingeweide traten heraus".
Das Motiv des Judas seinen Meister verraten ist vordergründig mit Habgier zu erklären weist ja schon Joh 12 4-6 hin. tieferliegende Motivation könnte jedoch durch Enttäuschung zu sein - Judas hat in Jesus den Befreier und Kämpfer gesehen der die Römer vertreiben sollte. Jesus aber verkündete ein Gottesreich (Joh 18 36) das nichts mit Herrschaft gemein hatte.
Judas ist als zweifelsohne wichtige wenn negative Person der Evangelien immer wieder Gegenstand theologischer Betrachtungen geworden. wirft die Frage nach der Vorherbestimmung (Prädestination) Freiheit des Menschen auf (siehe auch: Freier Wille ). Es bleibt die Frage offen ob Judas hätte anders entscheiden können oder ob sich so hat entscheiden müssen. Viele Kirchenväter tendierten eindeutig zu ersterem. Anders z.B. Origenes und die Tradition der Koptischen Kirche die in Judas einen Heiligen sehen.
Die neuere Literatur befasst sich mit sukkzessiven Entwicklung der Gestalt des Judas Ischariot den Evangelien und ersten nach christlichen Literatur. sich in den ( paulinischen und anderen) Episteln ( 48 - 65 A.D.) kein Hinweis auf Judas Ischariot ist bereits im Markus-Evangelium 49 A.D. eine Judas-Tradition zu verzeichnen. Das des Judas wird negativer je weiter die vom Tode Jesu 30 bzw. 33 A.D. sich entfernt. Bereits im Johannes-Evangelium der direkt nachfolgenden Literatur z.B. bei Irenäus sind Schauergeschichten über das Leben und Tod Judas zu verzeichnen. Johannes Chrysostomos verfasste mit Begründung auf die angebliche des Juden Judas Ischariot Regel für den mit Juden die im Mittelalter und im Nationalsozialismus oft wörtlich in Gesetzesform gegossen wurden.
Die Frage nach dem "Verrat" hat Schwierigkeiten. Das griechische Wort paradidomi welches an den entsprechenden Stelle verwendet heißt "übergeben" bei Personen im Sinne von Gerichtsdiener übergibt jemanden dem Richter" paradidomi wird nur in Zusammenhang mit Judas der gesamten griechischen Literatur als "verraten" übersetzt. eigentliche griechische Wort für "verraten" ist pro didomi.
Es wird heute vielfach angenommen dass erste Kirche sich nach 70 A.D. vom Judentum absetzten musste und Klärung der Mitgliedschaft erreichen wollte. Im Abendmahl daher auf die nun mehr negativ uminterpretierte des Juden Judas rekuriert um ähnlich wie Birkat HaMinim ("Ketzersegen") im Achtzehngebet (Amidah) die Zuordnung der Glaubensbrüder und -schwestern zu fordern.
Es ist eher anzunehmen dass Judas mit Wissen Jesu gehandelt hat und mit Hohepriestern verhandelt hat. Auf Grund von religiösen kann der Messias sich nicht selbst offenbaren muss von anderen erkannt und bekannt werden. Hohepriester hatten ein Interesse daran den Messias und offerierten - als zustimmendes Zeichen - 30 Silberlinge den Kaufpreis für einen Sklaven den Gottesknecht (Jesaja). In dem Gespräch im des Hohepriester schlug dann die ursprünglich positive um und der Vorwurf der Gotteslästerung durch wurde laut. Damit nahm die Entwicklung zu und Auferstehung und nicht die Erlösung durch An-Erkennung des Messias im Tempel seinen Lauf. Gelegenheit für eine andere Entwicklung als die Kreuzigung und Auferstehung wird in dem Gebet Garten Gethsemane angedeutet.