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Judenfeindlichkeit


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  Judenverfolgung  -- Zumbo 21:12 13. Mai 2004  

 Gliederung im Moment mangelhaft. Dingo 01:00 Mai 2004 (CEST)  

Judenfeindlichkeit ist ein ursprünglich abendländisches Phänomen und die seit der Zerstörung des Tempels von durch Titus 70 stattgefundene Ausgrenzung und Verfolgung von Juden .

Inhaltsverzeichnis

Formen der Judenfeindlichkeit

Der Judenhass trat im Laufe der in unterschiedlichen Formen auf als Antijudaismus und Antisemitismus die sich chronologisch voneinander abgrenzen lassen:
  1. Bereits in der vorchristlichen Antike gab es eine religiös motivierte Ablehnung der Juden von der Griechen und Römer. Dies lag daran das Judentum nur einen Gott akzeptierte und anderen etablierten Götter ablehnte. Mit dem späteren dem Konflikt mit dem Christentum entstandenen Antijudaismus dieser allerdings nicht vergleichbar da in ihm die Zeit noch kein besonderes Abgrenzungskriterium zu abgelehnten Religionen vorlag.
  2. Nach dem Tod Jesu Christi um 30 wurde daraus der spezifisch christliche Antijudaismus der ursprünglich als Gegenbewegung des starken im Judentum entstand aber nachdem die Juden vorherrschende Kraft in diesem Konflikt vom Christentum wurden überlebte. Bis zur Aufklärung und zur Französischen Revolution 1789 bestimmte er im christlichen Abendland von großer Toleranz regional abgelöst das Verhältnis zwischen und Juden. Dem konnten sich Juden zumindest durch Taufe entziehen. Besonders heftig entlud sich Antijudaismus im mittelalterlichen Europa erstmals zu Beginn 1. Kreuzzugs 1096 später während der Schwarzen Pest des Jahres 1348 und regelmäßig bei nachfolgenden Epidemien sowie Spanien und Portugal gegen Ende der Reconquista im 15. Jahrhundert . Die größte Katastrophe des Antjudaismus fand die spanische Reconquista statt als Spanien und Portugal durch quasi von Juden entvölkert wurden.
  3. Nach der Französischen Revolution 1789 erfuhren nationalistische Bewegungen in Europa einen starken Auftrieb oft mit einem aufkeimenden Rassismus einher gingen. Da religiöse Gründe seit Zeit der Aufklärung immer weniger Akzeptanz fanden Anschauungen suchte der Judenhass pseudowissenschaftliche rassistischen Begründungen die als Antisemitismus bezeichnet werden. Diesem konnten sich Juden theoretisch nicht mehr entziehen. Neben Antisemitismus entstanden Deutschland auch Bewegungen gegen andere nicht originär Gruppen wie Antiziganismus und Antisorabismus. Seinen heftigsten erlebte der Antisemitismus in der Zeit des Dritten Reiches als Massenmord an den europäischen Juden Shoah .

Von Antisemiten wie israelischen Nationalisten instrumentalisiert wird der Antizionismus ; Antisemiten bezeichnen sich selbst häufig verharmlosend Antizionisten während israelische Nationalisten Kritiker der israelischen Politik auch als Antizionisten und damit Antisemiten diffamieren. Der Antizionismus wendet sich gegen nationalistische Bewegung des Zionismus .

Aus Unwissenheit oder Ignoranz wird heute Begriff Antisemitismus häufig für alle Formen des hergenommen und aus politischen Erwägungen sehen sich israelischer Politik ebenfalls häufig dem Vorwurf des gegenüber was auch der ehemalige israelische Botschafter Deutschland Avi Primor scharf kritisierte. So sieht man sich einer Begriffsverwirrung gegenüber die auch in den Artikeln zum Thema in der Wikipedia dokumentiert

Judenfeindlichkeit in der Geschichte

Zu Judenverfolgungen kam es bereits in der Antike. und sozial motivierte Pogrome sind seit dem Ausgang des Altertums Im europäischen Mittelalter speiste sich die Judenfeindschaft Wesentlichen aus antijudaistischen Tendenzen des Christentums das für einen religiösen Universalanspruch stand. 19. Jahrhundert wandelte sich der religiös motivierte Judenhass rassistischen Antisemitismus der zur Zeit des Nationalsozialismus im Holocaust gipfelte.

Judenfeindlichkeit (Antike)

Judenfeindlichkeit (Früh- und Hochmittelalter)

Judenfeindlichkeit (Spätmittelalter bis Frühe Neuzeit)

Judenfeindlichkeit (Neuzeit)

Judenfeindlichkeit (heute)

Eine andere Sichtweise

Judenfeindlichkeit ist eine Geisteshaltung die sich aus irrational-emotionalen manchmal auch aus einem Komplex pseudowissenschaftlicher und historischer Scheinbegründungen oder aus menschenverachtendem politischem ökonomischem Machtkalkül heraus pauschal gegen Menschen richtet der Religionsgemeinschaft oder der ethnisch-genealogischen Gruppe der zugerechnet werden.

Sie äußert sich durch fließend ineinander vielfältige Formen der sozialen Diskriminierung bis hin faktisch kompletten Entrechtung und Verneinung des Existenzrechts. Doktrin einflussreicher nationaler und übernationaler politischer Interessengruppen eines Staates kann mit propagandistischen Mitteln und ideologischer ein Klima geschaffen werden das selbst große der Bevölkerung zu judenfeindlichem Verhalten veranlasst die solche Ressentiments vorher In ihrer ungezügelten Form kann solche institutionalisierte Judenfeindlichkeit bei Einzelpersonen einen unterschiedlich motivierten ausgeprägten begründen oder verstärken zumal dieser als sozialkonforme staatlich legitimiert und schlimmstenfalls mit sozialer Aufwertung wird.

Die aus historischen Aspekten heraus vorgenommene judenfeindlicher Haltungen in Antisemitismus Antijudaismus usw. legt die Schwerpunkte jeweils auf verschiedenen (vorgeschobenen oder tatsächlichen) Motive die jedoch zumindest für die jüngere Geschichte - in wenigsten Fällen wirklich klar voneinander zu trennen und meist als mehr oder weniger diffuser sich gegenseitig stützender Scheinargumente den pseudophilosophischen Unterbau die Judenfeindlichkeit bilden.

Der bisherige traurige Höhepunkt der Judenfeindlichlichkeit die als Staatsziel des nationalsozialistischen Deutschlands formulierte und in grauenhafter Weise teilweise realisierte endgültige Vernichtung des Judentums im so genannten Shoah . Doch selbst diese Doktrin die schließlich Schaffung des Staates Israel mitbegründete war zunächst "nur" als Entrechtung Vertreibung der Juden aus Deutschland konzipiert bevor in den Vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts die systematische und mit bürokratisch-logistischer Routine durchgeführte mündete.

Die Ausgrenzung und Verfolgung von Juden eine Jahrtausende alte Tradition und insofern einen gegenüber der Diskriminierung anderer Minderheiten als sie weltweites Phänomen ist. Die geschichtlichen Wurzeln der werden im Allgemeinen in die frühchristliche Zeit und kurz davor terminiert. Die Quellen beziehen sich dabei auf die Texte Bibel und deren Sekundärliteratur . Insbesondere die neutestamentarische Gestalt des Judas als Verräter am christlichen Messias geistert seit Jahrhunderten als Prototyp "des stellvertretend für alle Juden durch das individuelle und kollektive immer wieder erneuert und zementiert von den Kirchen als populäre griffige "Faustformel" für ihre In Judas kumulieren sämtliche ethisch-moralisch negativ besetzten die dann auf "die Juden" als Gesamtheit werden.

Allein diese allzu gut passende These misstrauisch machen zumal wesentlich ältere alttestamentarische und Quellen ebenfalls schon eindeutige Hinweise auf Judenverfolgungen vor der Entstehung monotheistischer Religionen liefern. Eine Erklärungsansatz liefert der Bremer Soziologieprofessor Gunnar Heinsohn sich im Rahmen seiner Forschungen zur Rekonstruktion Menschheits- und Naturgeschichte intensiv mit dem Thema Laut Heinsohn liegen die frühen Wurzeln der in einer "...wuchtigen Idee..." nämlich der Ablehnung (Menschen-)Opfers als ritualisierten Besänftigungsmechanismus für bedrohliche Naturgottheiten. gründet seine Erklärung auf die von ihm (umstrittene) Hypothese des Katastrophismus die ursprünglich von Velikovsky stammt. Danach erzeugten astronomische Ereignisse wie und Annäherung von Planeten an die Erde geologische und klimatische Umwälzungen die sich wiederum auf die Entwicklung prähistorischer Kulturen auswirkten. So die sich etablierenden sozialen Hierarchien in Gestalt frühen Stammespriestern mit der Annäherung der Venus ständig sichtbare kosmische Bedrohung angesichts der Wirkungslosigkeit Opfer von anderen abgelöst worden die der Gottheit (der Venus die Heinsohn als die Göttin Ischtar identifiziert) durch neue Menschenopfer huldigten. prädestinierte Opfer boten sich dabei die frühen an die in "unerhörter" Art sämtliche Opfer und ihre Gottheit kurzerhand als unsichtbare allen innenwohnende immaterielle Kraft abstrahiert hatten. Den Juden somit fast automatisch die Schuld an der die Welt bedrohenden - weithin sichtbaren - der Venus zu die sie durch ihre erzürnt hatten.

Man mag über Heinsohns Hypothese streiten sie ablehnen - angesichts der (nach unzähligen vergangener Zeiten und dem Holocaust) im aufgeklärten Jahrhundert erneut aufflackernden Judenfeindlichkeit verbietet es sich auch nur eine Möglichkeit außer Acht zu die Gründe für dieses Phänomen zu analysieren dem irrational-religiösen Komplex ein rational fundiertes Argument vermag.




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