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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 27. Mai 2012 

Jugendfreizeiteinrichtung


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Unter einer Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung versteht man eine Einrichtung der offenen und Jugendarbeit . Oft werden derartige Einrichtungen auch als Jugendhaus Jugendzentrum JUZ Jugendcafé Jugendtreff Jugendklub Kinderfreizeitheim oder ähnlich bezeichnet. Auch manche Schülerläden sind Einrichtungen der offenen Kinder- und

Als Häuser der offenen Tür (HOT) sie Kindern Teenies und Jugendlichen niederschwellige Treffmöglichkeiten Angebote und Programme. Oft sich einzelne Einrichtungen auf bestimmte Alters- und (z.B. Jugendliche Lückekinder ). Entsprechend werden die Angebote der jeweiligen gestaltet.

Bundeseinheitlich sind die §§11-15 ( Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit) des KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz) die gesetzliche Grundlage meisten Einrichtungen.

Inhaltsverzeichnis

Trägerschaft

Die Träger von Jugendfreizeiteinrichtungen sind in Regel Kommunen (Städte oder Gemeinden) sowie Kirchen oder andere freie Träger der Jugendhilfe (z.B. DRK ASB örtliche Vereine...). Die Fachaufsicht hat in Regel das örtliche Jugendamt das gleichzeitig mit dem Instrument des Jugendhilfeausschusses die Fördermittel für die einzelnen Einrichtungen

Zum Selbstverständnis und den Besonderheiten von Jugendhäusern finden sich zusätzliche Infos unter: Autonomes Jugendzentrum .

Arbeitsansätze

Typische Arbeitsschwerpunkte und die damit verbundenen Konzeptionen von Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen sind häufig Kombination aus mehreren der folgenden Ansätze:

  • Beratung und Einzelfallhilfe: in schwierigen Lebenslagen und jugendtypischen Problemen (z.B. Übergang Schule-Beruf Eltern Drogen Liebe und Sex Rechtsfragen)

  • Partizipation : Teilhabe Mitgestaltungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten bei Programmen Projekten in Teams und Arbeitsgruppen (z.B. Caféteam Konzert-Arbeitsgruppe) sowie eventuell in Gremien oder dem

  • Party -zipation: Räume und Freiräume für Jugendliche und Erwachsene (z.B. Vermietungen und private Raumnutzungen außerhalb Öffnungszeiten Raumvergabe an verschiedene Nutzergruppen Proberäume für Schülerbands)

  • Gemeinwesenorientierung und Vernetzung : Kooperation mit Schulen Verbänden Institutionen und Initiativen vor Ort Jugendthemen Service und Verleih von Spielgeräten oder für Jugend- und Kulturveranstaltungen

Zielgruppen

Jugendfreizeiteinrichtungen als niederschwellige Angebote erreichen insbesondere sozial schwächere junge Menschen die andernorts oft werden (Exklusion). So spiegelt die typische Besucherstruktur Jugendfreizeiteinrichtung mit ihrem hohen Prozentsatz Jugendlicher aus Migrantenfamilien multi-kultureller Herkunft überproportionalem Anteil an Haupt- und Förderschülern sowie einem hohem Anteil bis gewaltbereiter vorzugsweise männlicher Jugendlicher gesamtgesellschaftliche Schieflagen.

Je nach Einrichtung und Arbeitsschwerpunkten werden zusätzlichen Angeboten weitere jugendliche Zielgruppen angesprochen. So im " gender mainstreaming " mit geschlechtsspezifischer Mädchenarbeit und in den Jahren auch zunehmend über Jungenarbeit versucht die beider Geschlechter zu verbessern.

Kinderangebote (Lücke-Treffs) und Teenie-Clubs richten sich jüngere Altersgruppen. In manchen Einrichtungen existieren nach Altersbeschränkungen um dem Verdrängen der Kinder durch entgegenzuwirken.

Kurse und besondere Einzelveranstaltungen zielen häufig auf Erwachsene oder ehrenamtliche Helfer.

Personal

In Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen werden als pädagogisches Personal in der Regel Sozialpädagogen Sozialarbeiter Jugend- und Heimerzieher und Erzieher oder andere pädagogische Fachkräfte eingesetzt. Häufig ein großer Teil der Arbeit aber von Zivildienstleistenden ehrenamtlichen Mitarbeitern und engagierten Einzelpersonen getragen und ermöglicht.

Anmerkung

Da es - im Gegensatz zum Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz - in Deutschland bislang noch keine Verpflichtung für die Kommunen zum Betrieb von gibt sind immer wieder - im Zuge allgemeinen Sparmaßnahmen - Einrichtungen von der Schließung

Weblinks




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