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Jugendweihe


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Der Begriff Jugendweihe tauchte erstmals 1852 auf. Diese neue Form der Initiation wurde von freireligiösen Gemeinden entwickelt. In zu den Kirchen organisierten sie einen kulturgeschichtlich Moralunterricht für ihre Kinder. Die abschließende Jugendweihe vor allem eine Feier zur Schulentlassung deshalb man sie im Alter von 14 Jahren. den 1890er Jahren stand ihre Form weitgehend Der Jugendlehrer hielt einen Vortrag über die Weltanschauung es gab ein Gelöbnis und es Erinnerungsblätter und ein Gedenkbuch überreicht. Gesänge und umrahmten die Feier. Diese freireligiöse und freidenkerische Tradition wurde von der Arbeiterbewegung übernommen.

Die Jugendweihen der Arbeiterbewegung wurden 1933 durch die Nationalsozialisten verboten. Nach dem Krieg nahmen weder SPD noch KPD die Tradition wieder auf. In der DDR waren die freidenkerischen Jugendweihen von 1949 bis 1954 sogar verboten. Dass die Jugendweihe danach staatssozialistischen Fest avancierte war in Moskau beschlossen Im Mai 1953 fasste das Politbüro der KPdSU einen Beschluss über "Maßnahmen zur Gesundung politischen Lage in der DDR" der auch sozialistische Alternative zur Konfirmation vorsah. Mit gewaltigem wurde die Feier gegen die kirchliche Konfirmation bzw. Firmung etabliert. Aber auch konfessionell gebundene Jugendliche (parallel zur Konfirmation / Firmung ) an den Jugendweihefeiern teilnehmen. Wer nicht ihr teilnahm musste mit erheblichen Nachteilen rechnen. wurden Jugendliche die nicht an der Jugendweihe hatten häufig nicht zum Abitur zugelassen.

Am 27. März 1955 fand die erste Jugendweihe in Ost-Berlin statt. Die Jugendlichen im Alter von Jahren wurden dabei in den Kreis der aufgenommen und danach auch mit "Sie" angeredet.

Vor der eigentlichen Jugendweihe wurden ein lang die so genannten Jugendstunden durchgeführt die aus Betriebsbesichtigung Vorträgen über Sexualität und Politik oder ähnlichen gesellschaftlichen Nachmittagen bestanden.

Zu dem Festakt der meist in größerem Saal oder Theater des Ortes stattfand alle Angehörigen eingeladen. Nach einigen offiziellen Reden dem Gelöbnis in dem sich die Jugendlichen zum Staat bekannten wurden dann meist von Jungpionieren Blumen überreicht. Bis 1972 schenkte der Staat noch jedem jungen das Buch Weltall Erde Mensch das neben propagandandistischen Auslassungen vor allem Allgemeinwissen enthielt. Nach 1972 erhielten alle das propagandistische Buch Der Sozialismus – Deine Welt und in den letzten Jahren der wurde das Buch Vom Sinn unseres Lebens überreicht. Außerdem gab es noch eine dazu. Nach dem feierlichen Akt in der wurde meist der Rest des Tages gemeinsam den Familien der Klassenkameradinnen und Klassenkameraden zugebracht.

Der Grund für die Beliebtheit der bei den Jugendlichen dürften wohl die Sach- Geldgeschenke der Verwandten und Bekannten gewesen sein.

Nach der Wende geriet die Jugendweihe einen erheblichen politischen Druck öffentliche Anerkennung oder staatliche Förderung waren versagt. Bis heute ist in einzelnen östlichen Bundesländern verboten in den Jugendweiheveranstaltungen durchzuführen. Bei Firmung oder Konfirmation gewährte (ein Tag schulfrei) werden den Jugendweihlingen nicht da die Jugendweihe keine Initiationsfeier einer anerkannten darstellt.

Dennoch nehmen in den östlichen Bundesländern 60 bis 70 Prozent der Altersjahrgänge an Jugendweihen teil was als Ausdruck der Anerkennung die Jugendweihen und für deren Verankerung als Institution gesehen werden muss.

Jugendweihen werden von Vereinen durchgeführt. (Jugendweihe V. Roter Baum e. V.)

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