Nach dem Tode des Pertinax erreichte das römische Kaisertum einen vorläufigen als die Prätorianer den Kaiserthron schlicht an den Meistbietenden Da Didius Iulianus seine Versprechen jedoch in Weise einhalten konnte wurde er schnell wieder Nach diesen knapp zwei Monaten ließen es die Römer eine Lehre sein und machten nie Anstalten den Thron zu versteigern.
Didius Iulianus wurde am 30. Januar 133 in Mailand als Sprössling einer der angesehensten Familien Stadt geboren. Seine nordafrikanische Mutter war mit Iulianus verwandt der wiederum unter Hadrian ein allseits bekannter Jurist war.
Wie fast alle Römer seines Standes suchte Iulianus seinen Lebenslauf in der Um 162 wird er das erste Mal als Praetor genannt. Danach befehligt er in Mainz eine römische Legion bevor er von 170 an fünf Jahre lang als Statthalter Provinz Gallia Belgica regiert.
Nach dem Ableben Pertinax ' eilte laut Cassius Dio der überaus reiche wenngleich eher unbeliebte nach Rom und unterbreitete den Prätorianern ein großzügiges Angebot. Nach erbittertem Feilschen die Soldaten schließlich für 25000 Sesterzen pro Iulianus den Zuschlag; der Mitbewerber Sulpicianus früherer des Pertinax ging leer aus da die Prätorianer zusätzlich fürchteten dass er Pertinax' Tod könnte.
Nach diesem Handel zwangen die Soldaten Senat Iulianus zum neuen Kaiser zu ernennen. den Volkszorn der nun aufkam zu bändigen Iulianus weitreichende Versprechungen die jedoch ergebnislos blieben.
Iulianus soll bis an Unterwürfigkeit grenzend gewesen sein; mit rauschenden Festen versuchte er Senatoren auf seine Seite zu ziehen. Doch war - das verkannte er - der innerhalb des Militärs. Bereits nach wenigen Wochen sich der Unmut in der Ausrufung von drei Gegenkaisern durch deren Truppen: Clodius Albinus Pescennius Niger und Septimius Severus - alles Statthalter diverser Provinzen - sich in Opposition zum momentanen Herrscher. Clodius und Septimius Severus schlossen sich zusammen und marschierten gemeinsam Rom zu.
Währenddessen reagierte Iulianus auf die Bedrohung Rebellen standen bereits in Ravenna wo u.a. die gesamte zweite Hauptflotte römischen Marine überlief) mit Planspielen die Rom in eine einzige Festung verwandeln sollten. wurden Mauern hochgezogen und Gräben angelegt. Es sogar das Gerücht dass er Elefanten aus dem Zirkus für die Stadtverteidigung wollte.
Iulianus beging nun einen schweren Fehler er für diese Wehrmaßnahmen die Prätorianer abbefahl. Die Elitekämpfer die solche schwere Arbeit nicht gewohnt waren versuchten ihren Aufgaben jede nur mögliche Weise zu entkommen. Der lief daher nur sehr zögerlich an.
Schließlich wurde Septimius Severus zum Staatsfeind erklärt. Der Senat schickte eine Delegation die diesen an Eid zur Reichstreue erinnern sollte. Die meisten hingegen liefen gleich über.
Verzweifelt schickte Iulianus nun einen seiner Prätorianerpräfekten los der Septimius Severus bitten sollte den Posten des Mitkaisers akzeptieren. Dieser jedoch ließ den Boten schlicht und schickte den verängstigten Prätorianern eine Botschaft in der er folgendes machte: Wenn die Gardisten ihm den Mörder Pertinax auslieferten und sich ihm anschlössen garantiere ihnen die Straffreiheit. Die Prätorianer nahmen das Angebot an.
Als der Senat davon erfuhr wurde eine Sondersitzung einberufen in der Iulianus abgesetzt Septimius Severus zum neuen Kaiser ernannt wurde. Iulianus sich mit seinen letzten Vertrauten im kaiserlichen wurde jedoch am 1. Juli von einem Attentäter der im Auftrag Senats handelte getötet. Cassius Dio zufolge starb er mit den Worten: "Aber was habe ich denn getan? Wem ich ein Haar gekrümmt?"