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Junge Union


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Die Junge Union oder JU ist die gemeinsame Jugend- und Nachwuchsorganisation der CDU und der CSU .

Die JU ist Mitglied der Youth the European People's Party (YEPP). Die YEPP die Jugendorganisation der Europäischen Volkspartei ( EVP ) dem Zusammenschluss der christlich-demokratischen und konservativen Parteien in Europa .

Inhaltsverzeichnis

Verbandsaufbau

Vertikaler Verbandsaufbau

Die Junge Union Deutschlands gliedert sich zur CDU in 18 Landesverbände die wiederum in Kreis- und Orts- bzw. Stadtverbände untergliedert sind. Niedersachsen existieren 3 Landesverbände ( Braunschweig Hannover und Oldenburg ). Sie bilden zwar den gemeinsamen Landesverband Niedersachsen treten aber jeweils gegenüber dem Bundesverband Jungen Union eigenständig auf.

Landesverbände

(Mitgliederstand: 29.02.2004)

  1. Baden-Württemberg 10.639 Mitglieder
  2. Bayern 33.963 Mitglieder
  3. Berlin 2.878 Mitglieder
  4. Brandenburg 551 Mitglieder
  5. Braunschweig 658 Mitglieder
  6. Bremen 485 Mitglieder
  7. Hamburg 1.893 Mitglieder
  8. Hessen 10.581 Mitglieder
  9. Mecklenburg-Vorpommern 477 Mitglieder
  10. Niedersachsen ( Hannover ) 6.606 Mitglieder
  11. Nordrhein-Westfalen 33.250 Mitglieder
  12. Oldenburg 2.136 Mitglieder
  13. Rheinland-Pfalz 8.303 Mitglieder
  14. Saarland 6.646 Mitglieder
  15. Sachsen & Niederschlesien 1.049 Mitglieder
  16. Sachsen-Anhalt 629 Mitglieder
  17. Schleswig-Holstein 5.286 Mitglieder
  18. Thüringen 1.704 Mitglieder

Größter Kreisverband ist mit über 2.500 der Kreisverband Borken

Horizontaler Verbandsaufbau

Die Organe der JU auf Bundesebene der Deutschlandtag der Deutschlandrat der Bundesvorstand und Bundesschiedsgericht. Außerdem existieren thematische Bundesfachausschüsse.

Deutschlandtag

Der Deutschlandtag ist das höchste Gremium JU. Er ist vergleichbar mit einem Parteitag. Deutschlandtag gehören 240 gewählte Delegierte der Landesverbände die Mitglieder des Bundesvorstandes und des Deutschlandrates JU an. Er tritt mindestens einmal jährlich Alle 2 Jahre wählt der Deutschlandtag die des Bundesvorstandes.

Deutschlandrat

Der Deutschlandrat entscheidet zwischen den Deutschlandtagen grundsätzliche politische Fragen. Er setzt sich aus Delegierten der Landesverbände dem Bundesvorstand sowie dem der Bundesvorsitzenden der Schüler Union zusammen.

Bundesvorstand

Der Bundesvorstand erledigt die tägliche politische Außerdem wählt er den Bundesgeschäftsführer. Er setzt wie folgt zusammen:

  • dem/der Bundesvorsitzenden
  • vier stellvertretenden Vorsitzenden
  • dem/der Schatzmeister/-in
  • dreizehn Beisitzer(n)/-innen
  • dem/der Bundesgeschäftsführer/-in (mit beratender Stimme)

Bundesschiedsgericht

Das Bundesschiedsgericht entscheidet bei Streitigkeiten über Anwendung oder Auslegung der Satzung der JU. Außerdem dient es als gegen Rechtsentscheidungen in einzelnen Landesverbänden sofern die dieses vorsehen. Das Bundesschiedsgericht setzt sich wie zusammen:

  • dem/der Vorsitzenden
  • vier Beisitzer(n)/-innen
  • fünf Stellvertreter(n)/-innen

Der Vorsitzende sowie zwei der Beisitzer die Befähigung zum Richteramt besitzen. Dem Bundeschiedsgericht nicht angehören dürfen die bereits Mitglied bzw. Delegierte des Deutschlandtages Deutschlandrates oder des Bundesvorstandes sind.

Mitgliedschaft

Die JU ist mit 130.000 Mitgliedern größte parteipolitische Jugendorganisation Europas . Mitglied kann man zwischen dem 14. dem 35. Lebensjahr werden. Wobei Funktionsträger auch die Altersgrenze hinaus erst mit dem Ende Amtszeit aus der JU ausscheiden. Eine gleichzeitige in der CDU oder der CSU ist nicht erforderlich. Im Gegenzug dazu Mitglieder der Mutterparteien die jünger als 35 alt sind auch nicht automatisch Mitglied der

Mitgliederentwicklung

(Stand: 31.12. des jeweiligen Jahres)

Geschichte

Nach dem Zweiten Weltkrieg gründeten junge Mitglieder der dezentral entstandenen Gruppierungen als Vertretung der Jugend die JU. Es waren anfangs vor ehemalige Kriegsteilnehmer die sich in Universitätsstädten zu zusammenfanden. Auf dem ersten Deutschlandtreffen vom 19. 21. Januar 1947 in Königstein im Taunus wurde der Bundesverband gegründet. Die JU wie die Mutterparteien an Christen beider Konfessionen innerhalb einer politischen Organisation zu vereinigen. bei ihrem zweiten Deutschlandtreffen in Berlin auch aus Ostdeutschland teilnahmen stellte die JU 1948 in der sowjetischen Besatzungszone ihre Arbeit aufgrund der massiven Verfolgung Gängelung ihrer Mitglieder ein. Als Folge des Kalten Krieges blieb die JU eine auf Westdeutschland beschränkte Jugendorganisation .Im März 1950 gab sich die JU den „ Würzburger Beschlüssen“ das erste gemeinsame Programm. In nahm sie unter anderem Bezug auf das Christentum als Grundlage zur Erneuerung des geistigen kulturellen Lebens und forderte die Wiedervereinigung Deutschlands in seinen historischen Grenzen. Außerdem sie die Einführung des Persönlichkeitswahlrechts. In der sprach sich die JU bereits früh für Zusammenschluß der europäischen Staaten aus. Sie vertrat diese Forderung u.a. 1948 auf mehreren Treffen der Jugendsektion der Équipes Internationales (NEI). Auf dem Gründungsparteitag der CDU 1950 in Goslar erkannte diese die JU in ihrem als selbständige Vertretung der Jugend innerhalb der Partei an. Im darauffolgenden Jahr gab sich JU ihre erste eigene Satzung.

Während der 1950er und 1960er Jahre forderte die JU zwar immer eine Reform des Parteiapparates der CDU und CSU blieb aber während der Kanzlerschaften Konrad Adenauers und Ludwig Erhards eine größtenteils staatstragende Parteijugend. Größere Konflikte den Mutterparteien gab es nicht.

Dieses wandelte sich nachdem infolge des Machtwechsels 1969 CDU und CSU in die Opposition verwiesen wurden. Die 1970er Jahre wurden auf verschiedenen Ebenen zu reformorientierten Jahrzehnt für die JU. Sie erneuerte programmatisch was sich im 1973 verabschiedeten neuen Grundsatzprogramm „Für eine humane Gesellschaft “ niederschlug. Themenschwerpunkte hierin waren u.a. der Staat und die offene Gesellschaft die Bildung als zukunftsorientierte Gesellschaftspolitik sowie die Politik für den Frieden . Nachdem die JU sich bis in späten 1960er Jahre dagegen ausgesprochen hatte und noch 1965 den Anspruch erhob auch für die der DDR unterdrückte Jugend zu sprechen öffnete sie 1972 für Kontakte mit kommunistischen Jugendorganisationen wie der FDJ . 1980 schlug der damalige JU-Bundesvorsitzende Matthias Wissmann sogar die Schaffung eines deutsch-deutschen Jugendwerkes welches dem Jugendaustausch dienen sollte. In der um die Ostpolitik nahm die JU jedoch Anfang der 1970er Jahre eine schwankende Position ein. So ein 1970 gefaßter Beschluss die Oder-Neiße-Grenze zu Polen anzuerkennen zwei Jahre später weitestgehend wieder Mit der Verabschiedung eines Umweltschutzgrundsatzprogramms 1973 versuchte die JU sich auch in Politikfeld zu profilieren.

Auch strukturell gab es in den 1970er Jahren wichtige Reformen. Die JU orientierte weg von einer bloßen Nachwuchs- und hin einer echten Jugendorganisation von CDU und CSU . Nachdem beispielsweise zuvor die Mitgliedschaft zwischen 16. und 40. Lebensjahr möglich war beschloß Deutschlandtag der JU 1971 die Altersunter- und Obergrenze auf 14 35 Jahre herabzusetzen. Einzelne Landesverbände hatten dies Ende der 1960er Jahre getan. Wenig später wurde am 2. Juni 1972 bundesweit die Schüler Union ( SU ) gegründet um Schüler für eine spätere Mitarbeit in der zu interessieren. Ablesen läßt sich der starke den die JU innerhalb dieses Jahrzehnts erfuhr an den stark steigenden Mitgliederzahlen die sich zum Ende der 1970er Jahre verdoppelten.

Die 1980er Jahre waren zu Anfang geprägt von Debatte um den NATO-Doppelbeschluss . Diesen befürwortete die JU und führte Sachdebatten mit Jugendlichen. Aber auch das Thema Ökologie war weiterhin auch innerhalb der JU auf der Tagesordnung. So stand auf dem 1983 die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie im Zentrum der Diskussion. Mit der von Tschernobyl 1986 wurde innerhalb der JU eine Debatte Reaktorsicherheit ausgelöst. Im gleichen Jahr hatte der Mauerbau seinen 25. Jahrestag. 1987 fand ein Staatsbesuch Erich Honneckers in Bundesrepublik statt. Beide Ereignisse nutzte die JU die Verletzung der Menschenrechte in der DDR zu verurteilen und den Abriß der Mauer zu fordern.

Am Vorabend des Mauerfalls 1989 gründete sich mit der Christlich-Demokratischen Jugend wieder eine freie christlich-demokratisch orientierte Gruppe junger in der DDR . Schon vor der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten schloss sich CDJ auf dem Deutschlandtag 1990 in Leipzig der JU an.

Programmatik

Grundsätze

Wie ihre Mutterparteien CDU und CSU definiert sich die JU als:

  • liberal weil sie für die Grundrechte des Bürgers und seine Freiheit eintritt
  • sozial weil sich sich für alle Menschen vor allem für die Schwächeren einsetzt
  • konservativ und fortschrittlich weil sie Bewährtes nur Neues ersetzen will wenn sie das mögliche als besser erkannt hat

Die JU will Politik auf der Basis des christlichen Menschenbildes machen. Dabei beansprucht sie aber Alleinvertretungsanspruch auf eine Politik aus christlicher Verantwortung. Auch folgt für sie daraus Ausschluss Andersdenkender. In der freiheitlichen sozialen und rechtsstaatlichen Demokratie sieht die JU die beste Staatsform . Ein zentraler Grundsatz der JU ist Gedanke der Freiheit . Erst aus ihrer Sicherung erwächst nach der JU der Freiraum zur Übernahme von für andere und die Gemeinschaft. Wirtschaftpolitisch steht die JU hinter dem System der Sozialen Marktwirtschaft und fordert deren Umbau in eine und Ökologische Marktwirtschaft. Die JU bekennt sich einem aufgeklärtem der Verfassung verpflichteten Patriotismus der ihrer Ansicht nach für staatbürgerschaftliches Engagement in einem demokratischen Rechtsstaat unverzichtbar ist. In der Europapolitik tritt die JU für einen weiteren des föderalen Charakters der Europäischen Union ein. Sicherheitspolitisch setzt die JU auf feste Verankerung Deutschlands in der NATO .

Personen

amtierender Bundesvorstand

  • Bundesvorsitzender: Philipp Mißfelder
  • Stellvertr. Vorsitzende: Thomas Fürst Marcus Klein Johannes Pöttering Stolz
  • Schatzmeister: Daniel Walther
  • Beisitzer: Sascha Drescher Dr. Christoph Israng Astrid Jantz Jan-Hendrik Klaps Christian Kremer Carolin Opel Pallas Matthias Pröfrock Heiko Rottmann Konstantin Schwab Spielvogel Malte Steckmeister Tom Zeller
  • Bundesgeschäftsführer: Georg Milde

ehemalige Bundesvorsitzende

prominente (ehemalige) JU-Mitglieder

Sonstiges

Schüler Union

Die Schüler Union ist auf Bundesebene eine Arbeitsgemeinschaft der Sie wurde Anfang der 1970er Jahre gegründet.

JU-Hochschulgruppen

An einigen Hochschulen ist die JU mit eigenen Hochschulgruppen Sie sind eine unionsinterne Konkurrenz zum RCDS der die eigentliche Vertretung der Studenten innerhalb der Union sein soll. Häufig interne Querelen Schuld an deren entstehen.

Die Entscheidung

Die Entscheidung ist das offizielle Mitgliedermagazin JU. Es erscheint alle zwei Monate und ist für die Funktionsträger der kostenlos. Einfache Mitglieder zahlen hingegen für ein Jahresabo einen von etwas über 15 Euro .

Siehe auch: Liste von Jugendorganisationen in Deutschland

Weblinks



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