Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Königlich Württembergische Staats-Eisenbahnen abgekürzt K.W.St.E. ist die Staatsbahngesellschaft des Königreichs (seit Volksstaat) Württemberg zwischen 1843 und 1920 .
Wie in vielen anderen Staaten gab auch im Königreich Württemberg ab etwa 1825 Überlegungen zur besseren Verkehrserschließung des Landes. Interessengruppen bildeten sich ab 1834 befasste sich auch der Staat mit Frage und gab Gutachten in Auftrag die Lösungen aufzeigen sollten. Nach jahrelangen Vorarbeiten entschied sich für eine Eisenbahnlösung wobei der Bau Hauptstrecken durch den Staat erfolgen sollte. Umgesetzt dies durch das Eisenbahngesetz vom 18. April 1843 womit dieser Tag zum Geburtsdatum der wurde. Ausdrücklich sah das Gesetz aber vor der Bau von Zweigstrecken auch durch Privatgesellschaften sein sollte. Dieses Gesetz war zugleich der für die Gründung der Maschinenfabrik Esslingen die Eisenbahnbau und -technik in Württemberg gestaltete.
Nach dem Vorliegen weiterer Gutachten hauptsächlich die zweckmäßige Streckenführung wurde am 28. Oktober 1845 der erste Abschnitt Cannstatt – Untertürkheim als Teilstück der Hauptbahn Heilbronn – Stuttgart – Ulm – Friedrichshafen eröffnet. 1850 war diese 248 km lange Strecke ausgebaut. Ergänzungen des Netzes folgten so dass in den 80er Jahren sämtliche Hauptbahnen fertig waren. Zahlreiche Nebenbahnen folgten aus Kostengründen z.T. Schmalspur und durch Privatgesellschaften.
Die Topographie des Landes machte es Erbauern nicht leicht. So musste zwischen Stuttgart Ulm der schwierige Aufstieg aus Neckar - und Filstal auf die Schwäbische Alb bewältigt werden es entstand die berühmte Geislinger Steige .
Bahntechnisch ließ sich die K.W.St.E. bis 1865 nicht - wie die meisten deutschen - vom englischen sondern vom amerikanischen Vorbild Bei den Fahrzeugen bedeutete dies z.B. dass bei den Lokomotiven als auch bei den Drehgestelle verwendet wurden. Leider wurde dieser fortschrittliche durch starke Einflüsse hauptsächlich aus Preußen vorübergehend aufgegeben.
Im letzten Jahr vor dem 1. weist die Statistik folgende Zahlen aus.
Streckenlänge (einschließlich Privatbahnen): 2.256 km
Stationen: 639
Lokomotiven: 855
Triebwagen: 17
Personenwagen: 2.394
Post- und Gepäckwagen: 760
Güterwagen (einschl. Bahndienstwagen): 14.565
Nach dem verlorenen Weltkrieg beendete die von 1919 die Eigenständigkeit des württembergischen Eisenbahnwesens. Durch Staatsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und den Eisenbahnländern gingen am 01. 1920 die Württembergischen Staatseisenbahnen (der Zusatz ‚Königlich‘ mit der Abdankung König Wilhelms II. am November 1918 hinfällig geworden) in das Eigentum des über.
Der Volksmund interpretierte die Abkürzung K.W.St.E. Schwäbisch - orthographisch nicht ganz einwandfrei - " K omm W eible St eig E i ".
Die Württembergischen Staatseisenbahnen (Albert Mühl Kurt Konrad Theiss Verlag Stuttgart und Aalen 1970 ISBN 3 8062 0032 7
Schwäbische Eisenbahn - Bilder von der Württembergischen Staatseisenbahn (Text: Bernd Beck) Verlag Gebr. Metz Tübingen 1989 ISBN 3- 921580-78-1
Die Entwicklung des Eisenbahnwesens im Königreich Denkschrift zum 50. Jahrestag d. Eröffnung d. Eisenbahnstrecke in Württemberg am 28. Oktober 1845 Supper) Nachdruck 1981 Kohlhammer Stuttgart ISBN 3- 17-005976-9
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