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Kabelmodem


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Als Kabelmodem bezeichnet man Geräte die Daten über TV-Kabelnetze übertragen und im HF-Bereich mit verschiedenen wie etwa QPSK ( Quadrature Phase Shift Key ) oder QAM ( Quadratur Amplitude Modulation ) arbeiten. Es handelt sich dabei um Hochgeschwindigkeits-Zugangstechnologie zum Internet für Endanwender die unter dem Oberbegriff Broadband vor allem im Rahmen der Diskussion den so genannten Information Superhighway bekannt wurde; alternative Zugangstechnologien sind beispielsweise Satellitenverbindungen PLC oder ADSL .

Je nach Ausführung erreichen Kabelmodems eine Übertragungsgeschwindigkeit von vier bis zu Mbit pro Sekunde in einer Richtung. In Praxis entspricht dies etwa der 700-fachen Geschwindigkeit 14.4-kbit/s-Modems.

Im Gegensatz zu einer Wählleitung wird feste Verbindung (Punkt-zu-Punkt-Verbindung) aufgebaut daher entstehen keine Ob ein Rückkanal ( upstream ) über das Kabelnetz realisiert werden kann vom Ausbau des jeweiligen Kabelnetzes ab. Die Deutschland bisher aufgebauten TV-Kabelnetze haben zur Zeit Mehrzahl keinen funktionierenden Rückkanal.

Inhaltsverzeichnis

Funktionsweise und Eigenschaften

Ein Kabelmodem enthält einen oder mehrere Ethernet -Anschlüsse (10Base-T 802.3) über den der PC wird; i.d.R. ist also im Computer eine installierte Netzwerkkarte erforderlich; auch der Rest der Technik sich vom Gewohnten denn die Geräte modulieren demodulieren nicht mehr wie Modems sondern filtern digitale Daten aus einem Datenstrom und ähneln daher eher einem TV-Tuner.

Wenn das vorhandene Kabelnetz keine bidirektionalen (two-way-service) erlaubt dann kann für die Übertragung Rücksignals das herkömmliche Telefonnetz genutzt werden.

Bei Kabelmodems steht die komplette Bandbreite Teilnehmer exklusiv zur Verfügung da das Kabel Broadcast -Verfahren genutzt wird ähnlich dem Ethernet . Der US-amerikanische Kabelnetzbetreiber Hybrid Networks schätzt dass über einen Kabelkanal ca. 200 bis gleichzeitige Benutzer versorgt werden können. Für den schmalbandigen Rückkanal stehen ca. 512 kB/s pro (insgesamt 37 MHz Bandbreite) zur Verfügung.

Vorteile

Die Anbindung von Haushalten an das Internet über das Kabelfernsehen bietet sich an die Netzabdeckung - nach dem Strom- und Telefonnetz - in den meisten Industrieländern die Dichte aufweist; das Problem der letzten Meile (Local Loop) wird damit umgangen. In Schweiz sind beispielsweise rund 2 4 Millionen über 90 Prozent aller Schweizer TV-Haushalte mit versorgt (Quelle: [1] ).

Verbreitung

In den USA gibt es über 5 Millionen Kabelmodem- und Kabelmodemrouter-Besitzer (Quelle: [2] ).

Standardisierung

Da es bisher keinen allseits akzeptierten Standard gab sind heute in den meisten proprietäre Kabelmodem-Systeme in Betrieb ( [3] ).

Die Arbeitsgruppe 802.14 am Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) arbeitet an der Standardisierung eines Zweiwege-Kabel-TV-Protokolls; unter anderem sind Firmen Alcatel AMD IBM Motorola und Philips in der Arbeitsgruppe vertreten. Auf Basis Zweiweg-Kabel-Protokolls wurde beispielsweise der Remote Link Adapter von Hybrid Networks Cupertino entwickelt der ca. 10 MBit/s Daten anliefert als Rückkanal auf Telefon- oder ISDN-Leitungen angewiesen ist.

Zur Zeit gibt es zwei konkurrierende

  • DOCSIS (MCNS) - Datenübertragungsraten von 38 Mbit/s (@ QAM); Downstream 52 Mbit/s (@ 256 QAM); Upstream 320 kbit/s 640 kbit/s 1 280 2 560 Mbit/s 5 120 Mbit/s (@ 640 kbit/s 1 280 Mbit/s 2 560 5 120 Mbit/s 10 240 Mbit/s (@ QAM).
  • DVB-RCC (DVB/DAVIC) - Datenübertragungsraten von 38 Mbit/s (@ QAM); Downstream 52 Mbit/s (@ 256 QAM) Out-of-Band: 544 Mbit/s 3 088 Mbit/s; Upstream 256 kbit/s 1 544 Mbit/s 3 Mbit/s 6 175 Mbit/s (@ DQPSK) (3 Mbit/s verbindlich).

Siehe hierzu auch: Systemvergleich DOCSIS DVB-RCC

Anbieter

  • Liste der zertifizierten DOCSIS 1.x und Kabelmodems: PDF ;
  • Liste der zertifizierten EuroDOCSIS Kabelmodems: PDF .

Weblinks




Bücher zum Thema Kabelmodem

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