Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Als Kabelmodem bezeichnet man Geräte die Daten über TV-Kabelnetze übertragen und im HF-Bereich mit verschiedenen wie etwa QPSK ( Quadrature Phase Shift Key ) oder QAM ( Quadratur Amplitude Modulation ) arbeiten. Es handelt sich dabei um Hochgeschwindigkeits-Zugangstechnologie zum Internet für Endanwender die unter dem Oberbegriff Broadband vor allem im Rahmen der Diskussion den so genannten Information Superhighway bekannt wurde; alternative Zugangstechnologien sind beispielsweise Satellitenverbindungen PLC oder ADSL .
Je nach Ausführung erreichen Kabelmodems eine Übertragungsgeschwindigkeit von vier bis zu Mbit pro Sekunde in einer Richtung. In Praxis entspricht dies etwa der 700-fachen Geschwindigkeit 14.4-kbit/s-Modems.
Im Gegensatz zu einer Wählleitung wird feste Verbindung (Punkt-zu-Punkt-Verbindung) aufgebaut daher entstehen keine Ob ein Rückkanal ( upstream ) über das Kabelnetz realisiert werden kann vom Ausbau des jeweiligen Kabelnetzes ab. Die Deutschland bisher aufgebauten TV-Kabelnetze haben zur Zeit Mehrzahl keinen funktionierenden Rückkanal.
Ein Kabelmodem enthält einen oder mehrere Ethernet -Anschlüsse (10Base-T 802.3) über den der PC wird; i.d.R. ist also im Computer eine installierte Netzwerkkarte erforderlich; auch der Rest der Technik sich vom Gewohnten denn die Geräte modulieren demodulieren nicht mehr wie Modems sondern filtern digitale Daten aus einem Datenstrom und ähneln daher eher einem TV-Tuner.
Wenn das vorhandene Kabelnetz keine bidirektionalen (two-way-service) erlaubt dann kann für die Übertragung Rücksignals das herkömmliche Telefonnetz genutzt werden.
Bei Kabelmodems steht die komplette Bandbreite Teilnehmer exklusiv zur Verfügung da das Kabel Broadcast -Verfahren genutzt wird ähnlich dem Ethernet . Der US-amerikanische Kabelnetzbetreiber Hybrid Networks schätzt dass über einen Kabelkanal ca. 200 bis gleichzeitige Benutzer versorgt werden können. Für den schmalbandigen Rückkanal stehen ca. 512 kB/s pro (insgesamt 37 MHz Bandbreite) zur Verfügung.
Die Anbindung von Haushalten an das Internet über das Kabelfernsehen bietet sich an die Netzabdeckung - nach dem Strom- und Telefonnetz - in den meisten Industrieländern die Dichte aufweist; das Problem der letzten Meile (Local Loop) wird damit umgangen. In Schweiz sind beispielsweise rund 2 4 Millionen über 90 Prozent aller Schweizer TV-Haushalte mit versorgt (Quelle: [1] ).
Da es bisher keinen allseits akzeptierten Standard gab sind heute in den meisten proprietäre Kabelmodem-Systeme in Betrieb ( [3] ).
Die Arbeitsgruppe 802.14 am Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) arbeitet an der Standardisierung eines Zweiwege-Kabel-TV-Protokolls; unter anderem sind Firmen Alcatel AMD IBM Motorola und Philips in der Arbeitsgruppe vertreten. Auf Basis Zweiweg-Kabel-Protokolls wurde beispielsweise der Remote Link Adapter von Hybrid Networks Cupertino entwickelt der ca. 10 MBit/s Daten anliefert als Rückkanal auf Telefon- oder ISDN-Leitungen angewiesen ist.