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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 28. November 2014 

Kakteengewächse


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Kakteen

Echinocactus ingens

Systematik
Abteilung: Blütenpflanzen (Magnoliophyta)
Klasse : Zweikeimblättrige (Magnoliopsida)
Unterklasse : Nelkenähnliche (Caryophyllidae)
Ordnung : Caryophyllales
Unterordnung : Portulacineae
Familie : Kakteen (Cactaceae)
Unterfamilien
  • Kakteen i. e. S. (Cactoideae)
  • Feigenkakteen (Opuntioideae)
  • Blattkakteen (Pereskioideae)
  • diverse Gattungen

Die Kakteen (Cactaceae) bilden eine Familie innerhalb der Ordnung Caryophyllales.

Inhaltsverzeichnis

Entstehungsgeschichte

Im Laufe der Evolution in der ( Phylogenetik ) haben sich einige Pflanzen an Standorte an denen Niederschläge nicht mehr regelmässig vorkommen. Standorte werden als Wüsten Halbwüsten und Trockensteppen bezeichnet. Echte Wüsten Gegenden an denen kein Niederschlag in Form Regen vorkommt: Die Namib -Wüste in Namibia und die Atacama -Wüste in Peru. Feuchtigkeit gibt es dort in Form von Nebel. Alle anderen Gebiete gemeinhin als Wüsten bezeichnet werden sind eigentlich dort gibt es zumindest alle paar Jahre Regenguss (u.a. Sahara Gobi Sinai ).

Zu diesen Pflanzen die sich an Umweltbedingungen in Trockengebieten angepaßt haben ( Xerophyten ) gehören auch die Kakteen .

Alle Pflanzen die ständig oder zumindest an Wassermangel leiden entwickeln im Laufe der die Fähigkeit in günstigen Klimaperioden Wasser zu und davon in Trockenperioden zu zehren. Diese nennt man Sukkulenz . Alle Kakteen sind sukkulente Pflanzen aber alle Sukkulenten sind Kakteen (singular: Kaktus ).

Ein Merkmal unterscheidet die Kakteen von anderen Pflanzen: Kakteen besitzen sogenannte Areolen. Die Polster erscheinenden Areole mit einem Durchmesser bis 15 mm werden aus zwei übereinanderstehenden Knospen den Achseln eines Blattes gebildet. Aus der Knospe entwickelt sich entweder eine Blüte oder Seitentrieb aus der unteren Knospe entstehen Dornen. zwei Knospen der Areolen können dicht beieinander ihr Abstand kann aber auch bis zu Zentimetern betragen.

Kakteen gelten mit einem Alter von Millionen Jahren als relativ junge Pflanzen von keine fossilen Funde bekannt sind. Innerhalb dieser geologisch gesehen - kurzen Zeitspanne haben die eine schnelle Entwicklung zu extrem spezialisierten Pflanzen

Die Pflanzenfamilie der Kakteen mit ca. bis 3.000 Arten und Varietäten in ca. Gattungen ist ursprünglich auf dem amerikanischen Kontinent beheimatet. Dort erstreckt sich ihr Vorkommen Patagonien bis zum kanadisch-amerikanischen Grenzgebiet. Kakteen besiedeln verschiedensten Lebensräume von Küstenebenen bis in Hochgebirgsregionen von den gemäßigten Tropen bis zur Trocken wüste . Die größte Dichte an Kakteenvorkommen findet in den Gebieten um den nördlichen ( Mexiko ) und südlichen Wendekreis (Argentinien/ Bolivien ). Die den Kakteen äquivalenten Pflanzen in und Australien sind Vertreter der sogenannten anderen Sukkulenten . Kakteenvorkommen außerhalb Amerikas sind auf Verbreitung den Menschen (sehr selten durch Zugvögel ) zurückzuführen.

Die Lebensdauer eines Kaktus erreicht selten als 300 Jahre es gibt auch Kakteen nur 25 Jahre alt werden (diese blühen auch schon im 2. Lebensjahr). Der Saguarokaktus gigantea) wird bis zu 15 m hoch 17 67) wächst in den ersten 10 jedoch nur 10 cm. Der Schwiegermuttersessel (Echinocactus erreicht eine Höhe von 2 5 m einem Durchmesser von 1 m und wird nach 30 Jahren blühfähig. Der Blütendurchmesser der reicht von 5 mm bis 30 cm Farben sind oft auffällig und spektakulär.

Bereits bei den Azteken findet man in bildlichen Darstellungen Skulpturen Bezeichnungen immer wieder Kakteen vor allem Echinocactus Dieser in mitteleuropäischen Breiten auch als Schwiegermuttersessel Kaktus hatte große rituelle Bedeutung - auf wurden Menschenopfer dargebracht. Tenochtitlan - das frühere Mexico City - bedeutet Ort des heiligen Kaktus . Das Staatswappen Mexikos trägt bis heute Adler Schlange und Auch die wirtschaftliche Nutzung der Kakteen geht die Azteken zurück. Den Gehalt an Alkaloiden in manchen Kakteen nutzten die Indianer für ihre rituellen Handlungen aus. Heutzutage dienen neben der Verwendung als Nahrungsmittel (Marmelade Obst vor allem als Wirtspflanzen für die Cochenille-Laus der roter Farbstoff für Campari oder qualitativ hochwertige Lippenstifte gewonnen wird. in Südamerika liefern abgestorbene Säulenkakteen wertvolles Bauholz. Auch die pharmazeutische Industrie haben einige Kakteen Bedeutung. fanden bereits bei Ihrer Entdeckung durch die Seefahrer Europas großes Interesse Columbus brachte die Melokakteen nach Europa. Das wissenschaftliche Interesse datiert seinen Anfängen bis zum 17. Jahrhundert zurück. 1737 waren 24 Arten bekannt die Linné Gattung CACTUS vereinigte. Kakteen erfreuten sich im der Zeit wachsender Beliebtheit manchmal waren sie der Wissenschaft vorbehalten oft erlebten sie als einen regelrechten Boom. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts stieg das Interesse an Kakteen stetig nur durch die beiden Weltkriege . Damit verbunden war auch das steigende Interesse dessen negative Auswüchse in regelrechten Raubzügen den Kakteenstandorten gipfelten und eine Ausrottung vieler zur Folge hatte. Durch die große Anzahl Kakteenliebhabern sei es als Hobby oder aus Interesse werden heute noch jedes Jahr neue und Varietäten gefunden.

Alle Kakteen sind im Washingtoner Artenschutzabkommen erfaßt viele Arten sind durch Aufnahme den Anhang 1 vollkommen geschützt. Einige Länder eine etwas widersprüchliche Haltung zum Artenschutz ein. Mexiko beispielsweise kann man eine Gefängnisstrafe bekommen man beim Ausgraben von Kakteen erwischt wird werden Kakteenstandorte zugunsten neuer Straßen und Stromleitungen Bedenklich dabei ist vor allem dass einige eine Ausdehnung höchstens 1.000 m² besitzen. Wird Standort vernichtet (Bauarbeiten Plünderung) so ist die wachsende Art für die Nachwelt verloren falls endemischen Charakter hat (also nur dort und nirgends vorkommt).

Eine der Trockenheit angepasste Pflanze muss grundlegende Voraussetzungen erfüllen um überleben zu können:

  • Verringerung und Veränderung der Oberfläche um die Wasserverdunstung zu reduzieren
  • Schnelle Wasseraufnahme bei angebotener Feuchtigkeit
  • Wasserspeicherfähigkeit
  • Spezialisierung zur sicheren Fortpflanzung

Oberflächenverringerung und -veränderung

Bei der Oberflächenverringerung und -veränderung kommt zu einer Verdickung der Laubblätter in weiterer zu einer Reduktion der Blattgrösse schließlich werden Laubblätter mehr ausgebildet es erfolgt eine Umwandlung Blätter in Dornen. (vgl. hierzu den Unterschied Dornen und Stacheln . Ein Kaktusdorn ist auch in der Feuchtigkeit aufzunehmen.

Der Pflanzenkörper verdickt sich bildet wasserspeicherndes und nimmt in vielen Fällen die Gestalt optimalen Form ein - der Kugel (grösstes Volumen bei kleinster Oberfläche). Die Pflanze schützt sich außerdem vor zu starker und Erwärmung (dichte Bedornung Wachsüberzug).

Die Periodizität der Lebensvorgänge (Vegetationsperiode - ist sehr stark ausgeprägt.

Wasseraufnahme

Von einigen Ausnahmen abgesehen wird ein verzweigtes Wurzelsystem gebildet das sich knapp unter der ausbreitet. Die Salzkonzentration in den Wurzelzellen ist relativ hoch bei Feuchtigkeitsangebot sofort Wasser in grösstmöglicher Menge werden kann. Eine ausgewachsene Carnegiea gigantea (Saguaro-Kaktus Westernfilmen bekannt) kann auf diese Weise innerhalb 10 Tagen bis zu 3000 Liter Wasser Die Fähigkeit zur Wurzelneubildung ist sehr groß 2 Stunden nach einem Regenguss nach längerer setzt die Bildung neuer Wurzelspitzen ein. Doch der Pflanzenkörper selbst ist imstande Feuchtigkeit aufzunehmen die Epidermis und die Dornen) was bei die Feuchtigkeit fast ausschliesslich oder gänzlich durch angeboten bekommen überlebenswichtig ist.

Wasserspeicherung

Die Epidermis verdickt sich die Assimilationszellen sich nur mehr bei Dunkelheit Längsrippen des ermöglichen eine Grössenänderung ähnlich einer Ziehharmonika teilweise beschattet sich die Pflanze durch dichtes Dornenkleid selbst. Bei einigen sukkulenten Pflanzen die Ausbildung einer grossen Rübenwurzel zu beobachten. Rübenwurzel übernimmt die Wasserspeicherung und kann um Vielfaches grösser sein als der sichtbare Pflanzenteil. gibt es Turbinicarpen die bei einer oberirdischen von 2 cm Höhe und 3 cm eine Pfahlwurzel von über einem halben Meter besitzen.

Spezialisierung

Viele Sukkulenten passen sich in Blütenform und Blütenduft bestimmten Bestäubern an. Stapelien bilden Blüten die nach Aas duften und daher von Fliegen bestäubt werden. Einige Kakteen bilden lange aus (bis 30 cm) so dass nur Nachtfalter an den Nektar gelangen können und dabei die Blüten Auch Spezialisierungen für Fledermäuse Kolibris oder bestimmte Bienen sind zu beobachten. Die Blühdauer ist variabel manche Blüten (Selenicereus grandiflorus - Königin Nacht) sind nur nachts 2 Stunden voll andere Kakteen blühen eine ganze Woche lang. meisten Kakteen sind selbststeril benötigen also einen Einige wenige sind selbstfertil bestäuben sich also Fraileas schließlich öffnen ihre Blüten nur mehr Ausnahmefällen ganz meist bestäuben sie sich selbst geschlossener Blüte. Die Blüte selbst hat auch Weiterentwicklung erfahren. So bildet das Ovarium immer einen eigenen geschützten Bereich der durch Dornen und Schuppen besonders geschützt ist. Auch die Samenbildung ist sehr reichlich und die Früchte meist fleischig wohlschmeckend und auffallend gefärbt. Ziegen Vögel Ameisen Mäuse und Fledermäuse tragen wesentlich zur Verbreitung der Samen

Durch die hohe Wasserspeicherfähigkeit überleben abgetrennte sehr lange und sind in der Lage am Pflanzenkörper neue Wurzeln zu bilden.

Kultur

Da es nahezu unmöglich ist beim von Kakteen Bedingungen zu schaffen die diese sind sollte man zumindest einige elementare Voraussetzungen

Der Aufstellungsort

Grundsätzlich gilt: Viel Sonne und viel Luft .

In Europa (der Süden ausgenommen) ist Wahrscheinlichkeit einer längerdauernden Schönwetterperiode relativ gering auch europäischen Winter sind nicht dazu angetan Kakteen im Freien zu kultivieren. Der geeignetste Aufenthaltsort Kakteen ist ein Gewächshaus . Im Sommer muß für eine ausreichende gesorgt werden. Und da nur ganz wenige Temperaturen unter Null vertragen muß im Winter werden (5 - 10 Grad C reichen

Steht kein Gewächshaus zur Verfügung so man sich mit einem Frühbeet behelfen. Auch vollsonniger Aufenthalt im Freien (bei entsprechendem Regenschutz) möglich.

Im Winterhalbjahr (ca. Mitte Oktober bis März) halten die Kakteen Winterruhe. Während dieser sollen die Kakteen trocken kühl (5 - Grad C) und sehr hell stehen.

Dennoch gilt zu beachten: Kakteen aus Brasilien Venezuela und der Karibik (u.a. Melocactus Discocactus Pilosocereus Arrojadoa) sollten wärmer überwintert werden (15 Grad C) ebenso Blattkakteen (Epiphyllum). Zusätzlich sollte man ihnen in Zeit ab und zu eine geringe Menge verabreichen.

Abgesehen von der Kakteenhaltung in einem ist die Helligkeit im Winterquartier in den Fällen relativ gering. Daher muß man bei Umstellung ins Sommerquartier darauf achten daß die noch nicht an eine direkte Sonnenbestrahlung gewöhnt Man schafft daher Abhilfe indem man die in den ersten zwei Wochen leicht schattiert mit Zeitungspapier).

Substrat

Bei der Kakteenerde scheiden sich die Viele Sammler schwören auf ihr eigenes Substrat . Sicher ist daß normale Blumenerde und auch die im Handel angebotenen Kakteenerden gänzlich sind. Oberstes Gebot ist ein lockeres durchlässiges zur Vermeidung von stauender Nässe. Eine Standardmischung aus folgenden Komponenten: Ein Viertel hochwertige torffreie Blumenerde ein Viertel Quarzsand und zwei eines feinporigen wasserspeichernden Materials ( Lava Bims Seramis Leca 2-4). Je nach Pflanze die Bestandteile variiert werden. Epiphyllum Gymnocalycium und vertragen etwas mehr Humusanteil Ariocarpus Turbinicarpus und Astrophytum etwas mehr Bestandteile.

Gießen und Düngen

Während der Winterruhe müssen die Kakteen von einigen Ausnahmen (s.o.) absolut trocken stehen und feucht überwinterte Kakteen werden nie blühen ein untypisches Aussehen annehmen). Im Frühjahr beginnen die Pflanzen bei zunehmender Tageslänge zu regen. und dort wird man im Scheitel der frisches Grün beobachten können. Nun kann man und zu (ausreichende Temperaturen - über 15 - vorausgesetzt) die Pflanzen mit Wasser übersprühen. Anfang Mai - bei warmer Witterung schon - beginnt die Vegetationsperiode. Die Kakteen werden gegossen wobei zwischen den einzelnen Wassergaben die oberflächlich abtrocknen sollte (2 cm tief). Frisch Pflanzen brauchen im gleichen Jahr noch nicht zu werden alle anderen Kakteen werden in Zeit von Mai bis August alle 4-6 gedüngt. Es ist unbedingt ein Kakteen dünger zu verwenden. Normaler Blumendünger ist aufgrund hochen Stickstoffanteils unbrauchbar.

Steigen tagsüber die Temperaturen über 35 so stellen die Kakteen ihr Wachstum vorübergehend dabei sollte etwas vorsichtiger (weniger) gegossen und gedüngt werden. Das Substrat sollte in dieser fast ganz abtrocken - bemerkbar am Gewicht Töpfe - bevor erneut gegossen wird.

Gegen Ende der Vegetationsperiode (September) gießt immer seltener so dass die Pflanzen für Winterruhe die je nach Aufstellungsort spätestens Anfang beginnt abtrocknen können. Während der Winterruhe können Kakteen fallweise sehr stark einschrumpfen. Das ist normal und sollte nicht dazu verleiten diese im Winter doch zu gießen.

Umtopfen

Bei der Wahl der Pflanzgefäße sollte Tontöpfe nicht in Erwägung ziehen. Durch das Material verdunstet relativ viel Feuchtigkeit an der Da die Wurzeln der Feuchtigkeit folgen bildet ein dichtes Wurzelgeflecht entlang der Topfwand im des Wurzelballens befinden sich keine Faserwurzeln mehr. der Zeit verliert das Wurzelgeflecht die Fähigkeit raschen Wasseraufnahme und die Pflanzen kümmern. Daher Kunststofftöpfen der Vorzug gegeben werden nach Möglichkeit (wegen der Platzersparnis). Umtopfen sollte man außer Notfällen nur im Früjahr und Sommer. Die zum Umtopfen ist gekommen wenn die Pflanze über den Topf hinauswächst oder die Größe Pflanze in keinem vernünftigen Verhältnis mehr zum des Topfes steht (bei Säulenkakteen).

Man löst den Kaktus vorsichtig aus Pflanzgefäß befreit den Wurzelballen von abgestorbenen Wurzeln lockerem Substart. Dabei ist zu beachten daß größere Wurzelverletzungen vermeidet. Nach dem Eintopfen in größeres Gefäß mit frischem Substrat (der Kaktus dabei nicht tiefer als zuvor eingetopft werden) eine Woche nicht gegossen damit eventuelle Wurzelverletzungen können.

Schädlinge und Krankheiten

Schadinsekten:

Bei Kakteen sind besonders 3 Arten Schädlingen immer wieder anzutreffen: Wollläuse Wurzelläuse und

Wollläuse sind 1-3 mm große Insekten besonders durch ihre wolligen Gespinste im Scheitel- Wurzelhalsbereich der Pflanze auffallen.

Wurzelläuse sind weniger auffällig und man sie meistens beim Umtopfen der Pflanzen. Sie weiß ca. 1 mm groß und bilden kleine weiße Gespinste im gesamten Wurzelbereich.

Spinnmilben schließlich sind besonders gefährlich da meistens erst am Schadbild erkannt werden. Dann es zumindest für die befallenen Pflanzen meist spät. Spinnmilben sind sehr klein maximal 0 mm groß und breiten sich vorwiegend bei Wärme rasch aus. Mit einer Lupe (6fach mehr) ist bei Befall ein feines Gespinst An den befallenen Stellen verfärbt sich die bräunlich zuerst im Scheitelbereich später über die Pflanze verteilt.

Alle 3 Schädlinge schwächen die Pflanze Aussaugen des Pflanzensaftes.

Ihre Bekämpfung gestaltet sich bei richtiger nicht besonders schwierig:

  • Viel frische Luft und eine ausreichende Nährstoffversorgung Phosphor und Kalium ).
  • Genaues Beobachten der Pflanzen. Kümmert eine Pflanze zeigt sie außergewöhnliche Verfärbungen so kann ein die Ursache sein.
  • Vorbeugende Schädlingsbekämpfung und Bekämpfung sofort nach festgestelltem

Als Bekämpfungsmittel ist den systemischen Mitteln Vorzug zu geben diese wirken nicht nur Kontakt sondern auch durch Verteilung in der Pflanze.

Das Mittel wird in der angegebenen auf die Pflanzen gesprüht und zugleich gegossen. wird die Behandlung im Frühling (Mitte Mai) im Herbst (Anfang September) vorgenommen. Zu beachten daß bedingt durch die kurze Generationsfolge der die Behandlung nach 10-14 Tagen nocheinmal durchgeführt allerdings mit einem anderen Wirkstoff!

Andere Schädlinge:

Schildläuse Nematoden und Asseln haben nur eine Bedeutung Schnecken verursachen mitunter massive Fraßschäden mit Schneckenkorn man allerdings Abhilfe schaffen.

Pilze :

Auch gegen Pilzbefall lassen sich vorbeugende setzen:

  • Viel frische Luft viel Licht und eine Nährstoffversorgung ( Phosphor und Kalium ).
  • Genaues Beobachten der Pflanzen. Kümmert eine Pflanze zeigt sie außergewöhnliche Verfärbungen so kann auch die Ursache sein.
  • Vermeidung von Verletzungen besonders im Wurzelbereich (beim
steriles Arbeiten bei Aussaat und Vermehrung.

Die den Kakteen gefährlich werdenden Pilzarten Phytophthora Fusarium Pythium Botrytis und Helminthosporium. Pilze am besten in warmfeuchter Umgebung. Gesunde hart Pflanzen sind kaum anfällig für Pilzkrankheiten. Beliebte für Pilze sind Verletzungen im Wurzelbereich und Wurzelhals Blüten- und Fruchtreste Stichverletzungen durch Dornen Pflanzen.

Das Erscheinungsbild eines Pilzbefalls ist vielfältig:

  • Die Pflanze verliert alle Wurzeln
  • die Pflanze vertrocknet von innen
  • die Pflanze löst sich von innen in auf
  • die Pflanze verfault vom Wurzelhals aufwärts
  • die Pflanze verfault vom Scheitel abwärts oder
  • die Pflanze ist zumindest teilweise von Schimmelrasen

Hat man bei einer Pflanze Pilzbefall so ist die ganze Pflanze samt Pflanzgefäß Substrat zu vernichten. Bei wertvollen Pflanzen kann versuchen (bei Befall von unten) den oberen der Pflanze zu retten indem man mit nach jedem Schnitt in Alkohol desinfizierten Messer Pflanzenkopf so lange abschneidet bis keine Verfärbung Leitbündel mehr feststellbar ist. Den abgeschnittenen Teil man wieder bewurzeln oder Pfropfen (siehe Vermehrung).

Es empfiehlt sich einmal im Jahr nach einem Pilzbefall die ganze Sammlung mit handelsüblichen Fungizid zu behandeln.

Andere Krankheiten:

Fallweise werden Kakteen von Viren oder Bakterien befallen als einzige Abhilfe bleibt nur Vernichten der gesamten Pflanze (mit Topf und übrig. Anzeichen dafür können schwarze Flecken rötliche Flecken braungraue erhabene Flecken oder verschorfte Stellen

Einige Kakteen (z.B. Cereen Notokakteen) verkorken zunehmendem Alter von unten her das ist ein Schönheitsfehler aber ganz normal.

Vermehrung und Aussaat

Bewurzeln:

Pflanzensprosse oder abgeschnittene Kopfteile (Kopfstecklinge) von kann man wieder bewurzeln. Die Ableger oder werden mit einem scharfen in Alkohol desinfizierten abgeschnitten (Sprosse an der schmalsten Stelle). Man die Schnittstellen mit Holzkohle- oder Aluminiumpulver (man dem Pulver auch etwas Bewurzelungshormon beimischen) und die Pflanzenteile an einen schattigen trockenen Platz die Schnittwunde 7-10 Tage abtrocknen zu lassen größer die Wunde desto länger). Dann stellt die Stecklinge mit der Schnittfläche nach unten eine Schale mit Quarzsand den man ab zu etwas befeuchtet. Nach einiger Zeit bilden Stecklinge neue Wurzeln sobald diese 1 cm sind kann man den betreffenden Steckling wie normalen Kaktus eintopfen. Blattkakteen (Epiphyllum) kann man in einem Glas Wasser bewurzeln.

Pfropfen:

Einige Kakteen gedeihen auf eigenen Wurzeln Kultur nur sehr schwer andere Kakteen bilden Steckling nur sehr langwierig Wurzeln oder abgeschnittene und Kopfstecklinge sind zu klein um eigene zu bilden bevor sie vertrocknen. Diese eignen besonders für das Pfropfen. Beim Pfropfen wird Kaktus (Pfröpfling) mit einem anderen Kaktus (Unterlage) Zusammenwachsen gebracht. Die Unterlage ist meist ein Kaktus (Cereus Eriocereus Echinopsis) der den Nährstofftransport den Pfröpfling übernimmt. Man schneidet den Pfröpfling die Unterlage jeweils mit einem scharfen Messer flach ab und presst die Schnittfläche des auf die Schnittfläche der Unterlage. Dabei ist beachten daß sich keine Luft zwischen den befindet und sich die Leitbündelringe beider Pflanzen oder zumindest überlappen. Dann beschwert man den mit Gummiringen (Scheitelverletzungen durch Verwendung von Schaumgummi und stellt den Topf mit der so Pfropfung an einen schattigen Platz. Nach spätestens Woche sind beide Pflanzen zusammengewachsen und die können entfernt werden.

Aussaat:

Die Aussaat bildet die billigste und Vermehrung wenngleich manchmal auch einige Geduld notwendig

Die Kakteensamen werden vom anhaftenden Fruchtfleisch getrocknet und mit einem Fungizid in Pulverform Dann werden die Samen in eine Saatschale feinkörniges Substrat (grob gesiebte Kakteenerde) aufgestreut und bedeckt (Kakteen sind Lichtkeimer!). Dann wird vorsichtig Wasser von unten angestaut mit einer durchsichtigen versehen und hell und warm (25-30 Grad) (Beschriftung nicht vergessen!). Bis zur Keimung darf Substrat nicht mehr austrocknen. Nach 1-6 Wochen die Keimung. Ab diesem Zeitpunkt soll die regelmäßig gelüftet das Substrat aber weiterhin feucht werden. Sobald die Sämlinge 5 mm groß kann pikiert werden d. h. die jungen werden umgetopft sodaß sie im neuen Pflanzgefäß etwas größeren Abstand zueinander besitzen als in Saatschale. Die pikierten Pflanzen werden nicht mehr und nach einer Übergangsphase von 3 Monaten der etwas mehr als üblich gegossen wird normale Kakteen behandelt. Die beste Zeit für Aussaat ist der Februar da die Pflanzen lange Vegetationsperiode vor sich haben und im schon so weit gediehen sind daß sie normale Kakteen überwintert werden können.

Systematik

Verschiedene Kakteen

Man unterscheidet die drei Unterfamilien der (Opuntioideae) Blattkakteen (Pereskioideae) und Kakteen im engeren (Cactoideae) sowie eine Reihe nicht zugeordneter Gattungen .

Gattungsauswahl

  • Aporokaktus
  • Astrophytum
  • Ariocarpus
  • Aztekium
  • Blossfeldia
  • Carnegia
  • Cereus
  • Cleistocactus
  • Copiapoa
  • Echinocactus
  • Echinocereus
  • Echinopsis
  • Espostoa
  • Ferocactus
  • Gymnocalycium
  • Haageocereus
  • Hildewintera
  • Lobivia
  • Lophophora
  • Mammillaria
  • Matucana
  • Melocactus
  • Notocactus
  • Obregonia
  • Opuntia
  • Oroya
  • Parodia
  • Pilosocereus
  • Rebutia
  • Rhipsalis
  • Schlumbergera
  • Sclerocactus
  • Strombocactus
  • Sulcorebutia
  • Thelocactus
  • Trichocereus
  • Turbinicarpus
  • Wilcoxia

Artenauswahl

  • Feigenkaktus ( Opuntia ficus-indica )
  • Kandelaberkaktus auch Riesenkaktus Saguaro ( Carnegia gigantea )
  • Weihnachtskaktus ( Schlumbergera bridgesii )
  • Peyotl ( Lophophora williamsii )
  • San Pedro Kaktus ( Trichocereus pachanoi T. peruvianus )

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