Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 16. September 2019 

Kaliningrad


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Kaliningrad (russisch Калининград) ist die Hauptstadt der Kaliningrader Oblastes einer russischen Exklave zwischen Polen und Litauen mit Zugang zur Ostsee .

Als Königsberg war es die Hauptstadt der ehemaligen preußischen Provinz Ostpreußen . Kaliningrad hat 430.000 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Name

Der heutige Name der Stadt (wörtlich Kalininstadt ) ist in den westlichen Ländern (v.a. ein umstrittenes Thema: Häufig wird auf die verwiesen gebräuchliche deutsche Namen auch für Städte verwenden die schon seit langem nicht mehr sind oder niemals waren etwa Moskau oder Dagegen wird argumentiert diese Städte seien allerdings der jüngeren Geschichte auch nicht in der Sprache umbenannt worden. Andererseits war trotz der in westdeutschen Publikationen die Verwendung des Namens weit verbreitet. Vor dem Hintergrund der Flucht Vertreibungen nach dem Zweiten Weltkrieg bestehen hauptsächlich deutsche Vertriebenenorganisationen auf der als Königsberg die zwischen 1255 und 1946 gebräuchlich

Unter der russischen Bevölkerung ist der Kaliningrad im Wesentlichen unumstritten; allerdings sind wohl Bezeichnungen Kenigsberg oder auch kurz Kenig insbesondere in der Werbung und als Bezeichnung von touristischen / gastronomischen Einrichtungen manchmal gebräuchlich. Die Benennung der nach dem stalinistischen Funktionär Michail Iwanowitsch Kalinin wird heute allerdings zunehmend als nicht zeitgemäß empfunden. Bewegungen in Kaliningrad die sich die Wiederverwendung des historischen Namens Königsberg oder Umbenennung in Kantgrad einsetzen werden derzeit allerdings von kleinen Teilen der russischen Bevölkerung der mitgetragen.

Gegner einer Rückbenennung nach Königsberg unterstellen revisionistische und revanchistische Hintergründe die sollte vorwiegend die Eigentumsansprüche von Vertriebenen bekräftigen.

Am wahrscheinlichsten ist zur Zeit dass für die nähere Zukunft der Name "Kaliningrad" als offizieller Name benutzt wird während "Kenig" Einigen als " Spitzname " für die Stadt verwendet wird.

Geografie und Gliederung

Der Pregel ( Pregolja ) fließt durch Kaliningrad die Stadt wird in fünf Stadtbezirke eingeteilt:
Baltijskij (Baltisches Viertel)
Moskowskij (Moskauer Viertel)
Leningradskij (Leningrader Viertel)
Oktjabrskij (Oktoberviertel)
Zentralnij (Zentrum)

Wirtschaft und Verkehr

Kaliningrad ist als ganzjährig eisfreier Seehafen ein wichtiger russischer Standort für die Werftenindustrie . Daneben ist es auch Basis einer Fischereiflotte und besitzt Möbel - und Autoindustrie.

Von Baltijsk bei Kaliningrad aus besteht eine regelmäßige Fährverbindung nach Sankt Petersburg außerdem nach Kopenhagen Riga und Kiel . Eisenbahnen verkehren nach Braniewo in Polen ( Woiwodschaft Ermland-Masuren ) nach Baltijsk Swetlogorsk Sowetsk Litauen über Tschernjachowsk und nach Bagrationowsk . Die wichtigste Straßenverbindung zum russischen Kernland parallel zur Eisenbahn über Tschernjachowsk und Tschernyschewskoje Litauen und Weißrussland . Bei Chrabrowo befindet sich ein Flughafen mit Verbindungen hauptsächlich ins russische Kernland nach Polen und nach Nordeuropa .

Sehenswürdigkeiten

Das frühere dicht bebaute Stadtzentrum aus besteht heute aus Parks breiten Straßen dem an dem früher das Schloss stand und noch zwei Gebäuden: Neben dem Standort des Schlosses steht heute eine Bauruine ( Dom Sowjetow ) in der mal in den 1960er Jahren die Stadtverwaltung einziehen sollte die aus statischen Gründen unbenutzbar geblieben ist. Auf Kantinsel (früher Kneiphof ) steht als zweites Gebäude der Königsberger der als einziges Haus von der alten erhalten geblieben ist. Das derzeitige Stadtzentrum befindet im Nordwesten der alten Stadtmitte am Pobedy Ploschtschad (früher Hansaplatz ) an dem sich Theater Nordbahnhof Stadtverwaltung Geschäfte und die orthodoxe Christ-Erlöser-Kathedrale befinden.


Geschichte

Das Land an der Ostsee war um das Jahr 1000 n. von den zu dem Balten gehörenden Pruzzen bewohnt. Hier wurde 1250 auf der Halbinsel Samland (Lateinisch Sambia) Königsberg im Zuge der des Deutschen Ordens gegründet und wurde dann die Hauptstadt Ordensstaates . Der Name der Stadt ehrt den Ottokar II. welcher sich durch seinen Eifer bei Christianisierung der Heiden auszeichnete. Der Märtyrer St. Adalbert von Prag wurde Hauptpatron des Königsberger Doms.

Zur selben Zeit gründete der Markgraf von Brandenburg Otto Sohn von Albrecht dem Bären Ortschaft Brandenburg nahe Königsberg.

1544 wurde die erste evangelische Universität Königsberg von Herzog Albrecht von Brandenburg-Ansbach-Preussen gegrundet. Rektor des Gymnaniums in Elbing Willem van de Voldersgraft kam zur Albertina Universität und war gleichzeitig ein Rat Herzogs. Der preussische Historiker Christoph Hartknoch beschrieb das Leben des Rates und in seiner Vita Guilielmi Gnaphei (Acta Borussica III).

Königsberg war seit etwa 1600 die Hauptstadt des Königreiches Brandenburg-Preußen und nach erfolgreicher Expansion wurde Berlin 1660 Hauptstadt wobei Königsberg Provinzhauptstadt blieb. In wurde im Jahre 1701 der Brandenburg-Preußische Herzog als König von gekrönt.

1860 wurde der Bau der Preußischen Ostbahn die Königsberg an Berlin anschloss und Stadt zu einem wichtigen Knotenpunkt im innereuropäischen machte vollendet.

Königsberg wurde Teil des Norddeutschen Bundes 1871 des Deutschen Reiches. Vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die im Jahre 1944 von britischen Bombern stark zerstörte Stadt sowjetischen Truppen eingenommen und ergab sich im 1945 . Von den nach der Flucht etwa zurückgebliebenen Königsbergern kamen viele um oder wurden es blieben nur etwa 20.000 zurück. Im erfolgte die meist geförderte Ansiedlung sowjetischer Bürger die 1946 in Kaliningrad umbenannte Stadt. Im Jahre 1969 wurden die Überreste des Schlosses in durch Sprengung vollständig zerstört. Das neue Rathaus neben der Stelle des Schlosses erbaut werden blieb jedoch eine Baustelle.

Kaliningrad gehörte zu den von sowjetischen besetzten ehemals deutschen Ostgebieten die von der Deutschland - jedoch nicht von der DDR als unter sowjetischer Verwaltung stehend betrachtet wurden. Erst mit der Unterzeichnung Zwei-plus-Vier-Vertrages am 12. September 1990 verzichtete die Bundesrepublik Deutschland als Voraussetzung Genehmigung der Besatzungsmächte zur Wiedervereinigung auf alle östlich der Oder-Neiße-Linie und erkannte damit Kaliningrad zur Sowjetunion gehörend an.

Während des Kalten Krieges war Kaliningrad wichtiger sowjetischer Militäranlagen und für Besucher gesperrt. Resultat der Unabhängigkeit der Baltischen Staaten wurde das Gebiet zur russischen Exklave.

Viele Russen aus den Baltischen Staaten oder aus ehemaligen Sowjetrepubliken wo sie nun umgekehrt eine entrechtete Minderheit bilden haben sich seit 1992 in Kaliningrad angesiedelt. Russland-Deutsche welche in asiatischen Teile der Sowietunion verschleppt wurden siedeln auch in Königsberg an meistens jedoch wanderten weiter nach Deutschland.

Berühmte Personen der Stadt

Im Jahre 1690 wurde der Mathematiker Christian Goldbach in Königsberg geboren. Königsberg war die des Philosophen Immanuel Kant der auch in dieser Stadt lehrte; der philosophische Schriftsteller Johann Georg Hamann war in Königsberg zuhause; Johann Gottfried Herder lernte diese beiden hier als Student Im Jahr 1736 benutzte der Mathematiker Leonhard Euler die Brücken und Inseln in Königsberg die Basis zur Lösung eines Problems das Sieben-Brücken-Problem von Königsberg welches zum mathematischen Zweig der Topologie führte. In Kaliningrad sind die Wallenrodt-Bibliothek und die Prussia-Sammlung zu Hause.

Weitere Bekannte Personen

Kulinarische Spezialitäten

Weblinks




Bücher zum Thema Kaliningrad

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Kaliningrad.html">Kaliningrad </a>