Kalisch war schon eine Stadt 800 bevor Polen gegründet wurde. Die Stadt ist die älteste Stadt im Polen denn sie bereits um das Jahr 150 n. Chr. alexandrinischen Geographen Claudius Ptolemäus erwähnt. Seit 1193 war Kalisch die Hauptstadt eines piastischen das 1305 zur Woiwodschaft umgewandelt wurde. Von 1793 bis 1807 gehörte Kalisch zu Preußen . Nach 1815 entwickelte sich Kalisch zur Industriestadt. Am 7. August 1914 wurde die Stadt durch deutschen Artilleriebeschuss zerstört und anschließend in modernem Stil wiederaufgebaut. 1939 bis 1945 gehörte Kalisch als Stadtkreis und Sitz Landrates für den gleichnamigen Landkreis zum deutschen Wartheland . Am 23. Januar 1945 wurde Kalisch fast unzerstört von sowjetischen Armee befreit. Von 1975 bis 1998 war Kalisch Hauptstadt der Woiwodschaft Kalisz der auch Teile von Niederschlesien gehörten.
Kalisz ist seit 1998 Sitz eines katholischen Bistums. Seit 1793 auch eine evangelische Gemeinde in der Stadt heute etwa 300 Mitglieder angehören. Es existiert eine russisch-orthodoxe Gemeinde (etwa 50 Mitglieder) und Baptistengemeinde. Die jüdische Gemeinde wurde 1940 von Nazis deportiert.
Der Stadtpräsident steht dem siebenköpfigen Stadtvorstand und ist gleichzeitig ist Chef der Verwaltung. Stadtrat umfasst 47 Mitglieder von denen zwei den im Jahr 2000 eingemeindeten Dörfern Dobrzec Sulisławice erst nachträglich gewählt wurden. Im Stadtrat folgende Parteien vertreten:
Sozialdemokratische Partei ( Sojusz Lewicy Demokratycznej ) (17 Sitze)
Porozumienie Prawicy Chrześcijańskiej (9 Sitze)
Samorządy Osiedlowe (1 Sitz)
Forum Przyjaciół Kalisza (7 Sitze)
Unabhängiger Block "Wszystko dla Kalisza" (7 Sitze 1999 nur 5 Sitze)
Sozialdemokratisches Forum ( Forum Lewicy Demokratycznej ) (4 Sitze)
Das Wirtschaftsleben der Stadt wird durch Industrie dominiert. Vorherrschende Branchen sind die Textilindustrie die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie die und Metallindustrie.
Die städtische Busgesellschaft KLA befördert mit neuerworbenen Bussen auf 16 innerstädtischen und 12 insgesamt 19 Millionen Fahrgäste pro Jahr. Als mit der höchsten PKW-Dichte Polens leidet Kalisch einem Parkplatzmangel der durch Einführung von Parkraumbewirtschaftung werden soll.
Evangelischer Friedhof (ab 17. Jh.). Dort begegnen allen Namen derjeniger Industriellen deren Namen oben aufgeführt sind
Russisch-orthodoxer Friedhof (ab 18.Jh.)
Jüdischer Friedhof (Stadtteil Widok ). Einziger noch erhaltener kleiner jüdischer Friedhof der heutigen Stadt. Der älteste nicht weit der Stadtmitte gelegen mit teilweise mittelalterlichen Gräbern um 1940 von den Nazis zerstört.
Soldatenfriedhof (1916). Hier liegen auch viele Deutsche ab 1939 in Kalisch angesiedelt wurden.
Sowjetischer Ehrenfriedhof (1946). Die große Gedenksäule besteht dem Granit der Neuen Reichskanzlei in Berlin.
Bahnhof Skalmierzyce ( deutsch: Skalmeritz ) 2 km südlich von der heutigen entfernt. Riesiger neugotischer Bau um 1905 errichtet 1918 Grenzbahnhof des Deutschen Kaiserreiches.