Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Kalium [al kalja (arab.) Pflanzenasche] ist ein chemisches Element der 1. Hauptgruppe des Periodensystems mit der Ordnungszahl 19.
Analog den anderen Alkalimetallen reagiert Kalium anderen Elementen und Verbindungen sehr heftig und in der natürlichen Umwelt nur in gebundener vor. Chemisch ist es reaktionsfähiger als Natrium . Kalium reagiert heftig mit Wasser unter von Kaliumhydroxid und Freisetzung von Wasserstoff . Bei Luftzutritt entzündet sich der Wasserstoff. kann zu Verpuffungen und Explosionen kommen. Die glänzende Schnittfläche überzieht sich innerhalb von Sekunden einer bläulich schimmernden Oxidschicht. Metallisches Kalium wird unter Schutzgas oder Paraffinöl aufbewahrt.
In trockenem Sauerstoff verbrennt es unter violetter Flamme zu KO 2 . An feuchter Luft reagiert es mit und Kohlenstoffdioxid weiter zu Kaliumcarbonat . In flüssigem Ammoniak ist Kalium wie Alkalimetalle unter Bildung einer blauvioletten Lösung gut Mit den Halogenen Brom und Iod setzt sich Kalium unter Detonation zu entsprechenden Halogeniden um.
Umsetzung von Kaliumchlorid mit metallischem Natrium bei Temperaturen über 850°C in der zu Kalium und Natriumchlorid : KCl + Na -> K + NaCl Der sich am Kopf des Reaktionsraumes bildende aus Kalium und Natrium wird durch fraktionierte weiter aufgearbeitet. Abgetrenntes Natrium wird in den zurückgeführt.
Umsetzung von Kaliumfluorid mit Calciumcarbid : 2 KF + CaC 2 -> CaF 2 + 2 K + 2 C Die Gewinnung durch Schmelzflusselektrolyse (s. Natrium) von Kaliumchlorid wird aufgrund der hohen Löslichkeit des Kaliums in Kaliumchlorid nicht mehr durchgeführt.
Kalium wird hauptsächlich in Kernreaktoren als als Kühlflüssigkeit eingesetzt. Ansonsten hat metallisches Kalium nur geringe technische Bedeutung da es durch billigere Natrium ersetzt werden kann.
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Neben dem spektroskopischen Nachweis kann man in Wasser gelöste Kalium - Ionen mit ionenspezifischen Elektroden nachweisen. Die meisten nutzen die spezifische Komplexierung von Kalium durch C 54 H 90 N 6 O 18 welches in einer Konzentration von etwa 7% in eine Kunststoffmembran eingebettet ist.
Am 19.11.1807 berichtete Davy es sei ihm gelungen durch Elektrolyse schwach angefeuchteten Ätzalkalien zwei verschiedene Metalle zu das eine Metall nannte er Sodium (dies noch heute die französ. u. engl. Bez. Natrium) weil es in Soda enthalten ist andere Potassium (= engl. u. französ. Bez. Kalium) weil man es aus Pottasche gewinnen Im dtsch. Sprachgebiet wird das Sodium Davys 1811 nach einem Vorschlag von Berzelius als Natrium bezeichnet während man für Potassium Davys den von Klaproth 1796 eingeführten Ausdruck Kalium (von arab.: = Asche aus Pflanzenasche gewinnbar) übernahm.