Als Textgrundlage dienten Bibeltexte bzw. Paraphrasen über diese sowie freie zeitgenössische Dichtung .
Eine besondere Form ist die Choralkantate der der Text eines Chorals zugrunde liegt. In der Regel ist der Anteil der Chorsätze größer als bei Kantaten. Den Extremfall stellt die "Per-omnes-versus"-Kantate dar der alle Strophen eines Chorals in den Sätzen verarbeitet werden.
Ebenfalls wichtig war die Solo -Kantate für nur eine Singstimme und Begleitung Continuo oder Orchester . Diese Form kam auch im weltlichen häufig vor.
Größere Formen wie Passion und Oratorium sind prinzipiell gesehen nur besonders lange Kantaten.
Geschichte:
Als unerhörte und zunächst umstrittene Neuerung kirchlichem Bereich galt die begleitete Monodie hauptsächlich in Arien. Im 17. Jahrhundert bildete sich auf dieser Grundlage das Konzert heraus das auch (der Motetten -Tradition der Renaissance folgend) mehrteilig sein und bereits verschieden Abschnitte aufweisen konnte. Die für die Kantaten Satzfolge aus voneinander abgesetzten Einzelstücken entwickelte sich deutlich in den Werken des Komponisten Wolfgang Carl Briegel (1626-1712) heraus und sich bald im gesamten mitteldeutschen Raum.
Die Kantate wurde ab der Romantik mit Hilfe der nun zur Verfügung musikalischen Mittel neu aufgegriffen so von Felix Mendelssohn Bartholdy (Lobgesang) und anderen Komponisten der Epoche. 20. Jahrhundert wurden noch einige Versuche gemacht die in weniger aufwendiger Form für den kirchlichen weiterzupflegen die jedoch angesichts des gewaltigen historischen ein Randdasein führten.