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Karachaniden / Qarachaniden türkische Dynastie in Transoxanien (840 1212)
Die Karachaniden gehörten zum Stamm der Karluken der im 8. Jahrhundert Teil des Uigurenreiches in der Mongolei war und seitdem in Kaschgarien siedelte. 840 gewannen die Karachaniden unter ihrem ersten Fürsten Saltug Bughra Khan ihre Unabhängigkeit von den Uiguren. Das der Karachaniden stellte ein Doppelkhanat dar wobei Osten vom Großkhan mit der Residenz Kara und der Westen von einem Mitkhan (Residenz und Kaschgar) regiert wurden. Im 10. Jahrhundert die Karachaniden zum Islam über.
Die Karachaniden herrschten formal über eine türkischer Völkerschaften bzw. über Teile anderer Turkvölker : Basmilen Tscharuken Türgesch Tabgatschen und Tschigilen seien hier nur als Beispiele genannt.
Unter Harun I. ( 982 – 993 ) eroberten die Karachaniden 992 Buchara von Samaniden . Unter seinen Nachfolgern beendeten die Karachaniden Eroberung von Transoxanien und den Sturz der Samaniden bis 999 . Eine Expansion nach Khorasan wurde aber von den Ghaznawiden verhindert. Nach deren Niederlage gegen die Seldschuken ( 1040 ) wurde diese die gefährlichsten Gegner der 1041 wurde das Reich entgültig in ein und ein Ostreich aufgeteilt.
Im Westreich (Transoxanien) mit der Hauptstadt Buchara und seit 1042 Samarkand bestanden unter Ibrahim I. ( 1038 – 1067 ) und Nasr II. ( 1067 – 1080 ) stabile Verhältnisse die den Handel über Seidenstraße nach China und den wirtschaftlichen Wohlstand des Reichs Angriffe der Seldschuken konnten in dieser Zeit werden. 1089 besiegten diese aber die Karachaniden des unter Ahmad I.( 1081 – 1095 ) und besetzten Bucharar und Samarkand. Ahmad konnte seine Herrschaft nur mit Unterstützung der und der Anerkennung der Oberhoheit behaupten. In Folgezeit wurden die Khane des Westreichs von Seldschuken ein- und abgesetzt. Trotz dieser Unterordnung die Karachaniden in Transoxanien eine rege Bautätigkeit So wurde unter Muhammad II. ( 1102 – 1130 ) u.a. das Kaljan-Minarett und die Zitadelle Buchara errichtet. 1141 mussten die Karachaniden die Oberhoheit der Kara Kitai und seit 1180 die Oberhoheit der Choresmier anerkennen. Diese stürzten 1212 den letzten Khan der Karachaniden Ulugh Uthman ( 1200 – 1212 ).
Das Ostreich in Kaschgarien konnte seine Position trotz Teilung ebenfalls behaupten. Nachdem unter Abu Schudscha ( 1032 – 1057 ) und Tughril I. ( 1056 – 1075 ) wie im Westreich stabile Verhältnisse herrschten zwar Harun II. ( 1075 – 1102 ) die Oberhoheit der Seldschuken anerkennen doch diese ihren Einfluss nicht so stark ausüben im Westreich. In dieser Zeit wurde die als Residenz der Ostkhane ein Zentrum der Kultur. Unter anderem wurde ein türkischer „Fürstenspiegel“ eine türkische Enzyklopädie verfasst.
Der Niedergang des Ost-Reichs begann aber 1128 die Kara Kitai ins Land geholt um aufständische Nomaden bekämpfen zu können. Diese bald auch die Karachaniden und besetzten große des Landes so dass sich das Ost-Reich noch um Kaschgar behaupten konnte wo die Karachaniden 1211 von den Choresmiern gestürzt wurden.