Nach dem Abbruch seines Studiums im 1884 an der philosophischen Fakultät in Berlin Karl Bleibtreu Reisen in ganz Europa. Seine waren Belgien Ungarn Italien und Grossbritannien . Im selben Jahr übernahm er die des "Kleinen Tagblatts" in Berlin. Seit 1885 lebte er als freier Schriftsteller in Charlottenburg und lernte Michael Georg Conrad kennen mit dem er 1888 - 1890 die Zeitschrift Die Gesellschaft: realistische Wochenschrift für Literatur Kunst Leben herausbrachte. Drei Jahre zuvor im Jahre 1886 erschien seine an Émile Zola orientierte programmatische Schrift Revolution der Literatur mit der er berühmt wurde. Zusammen Conrad Alberti gründete Karl Bleibtreu 1890 die Deutsche Bühne in Berlin die als Konkurrenz zur bedeutenden Freien Bühne des modernen Theaters galt. Das Projekt kein grosser Erfolg und scheiterte kurze Zeit Seit 1908 lebte er in Zürich in der Schweiz . Zwanzig Jahre später stirbt Karl Bleibtreu 30. Januar 1928 in Locarno.
Karl Bleibtreu galt als wichtiger Vertreter Naturalismus der deutschen Literatur. Dies vertrat er Redakteur Hersteller Programmkritiker und Kritiker. Gekennzeichnet durch Intoleranz seines literarischen und literaturkritischen Wirkens sah Bleibtreu als Erzieher und Führer der deutschen oft sogar als ihr Erlöser.
Mit seiner Egozentrik – seine masslose und Geltungssucht – schaffte er sich neben auch zahlreiche Feinde. Er nutzte jede Gelegenheit Werbung in eigener Sache zu machen und durch Eigenlob von seiner Konkurrenz zu rechtfertigen. selbst bezeichnete sich als Dichtergenie und stellte dem grossen Staatsmann oder Feldherrn gegenüber.
Wie sein Freund Michael Georg Conrad führte er eine lebenslanger Kampf gegen Literaturkritik. Die Literaturkritik war in seinen Augen den Erfolg eines Autors von grosser Bedeutung man mit positiver oder negativer Kritik eine Autoren zu Ruhm brachte oder deren Existenz konnte. Er warf der damaligen Literaturkritik vor Macht zu missbrauchen. Sich selbst als Antisemit vermutete eine Verschwörung der jüdischen Presse. Deshalb Bleibtreu von der Kritik nur die wirkliche des literarischen Werkes zu beurteilen und nicht wie so oft in dieser Zeit – von Abneigungen gegenüber dem Autoren oder seiner und allen politischen Absichten. In „Revolution der beschrieb Bleibtreu diese Forderung mit seiner Typischen Ausdrucksweise: "Wenn Shakespeare der grösste Schurke gewesen wäre [...] wären wir minder verpflichtet ihn zu bewundern? Himmel! Wenn Jesus Christus mir schlechte Gedichte ich würde ihn erbarmungslos vermöbeln all meiner und moralischen Anbetung unbeschadet." (Revolution der Literatur 3. Auflage) Ihn nicht ob ein Autor arm oder reich sonder dessen Talent.
Doch obwohl er sich als begabten sah machte auch er in seinen Veröffentlichungen wie beispielsweise Theodor Storm und Gottfried Keller als überschätzt zu bezeichnen oder gar Henrik Ibsen abzulehnen. Durch seinen literaturkritischen Stil der und verletzend war brauchte er für seine erniedrigende und verachtende Ausdrücke.
Mit diesem als Programmschrift bezeichnetem Werk Karl Bleibtreu berühmt. Darin stellte er fest sich eine neue deutsche Literatur bildet die dich an die Sturm und Drang-Bewegung anschliesst. neue Zeit bezeichnete er als den von vertretenen Realismus. Die Hauptaufgabe des Realismus sah darin den Boden der Realität bei der des Lebens zu zeigen. Nach ihm ist der zum Realisten tauglich der die Gabe technischen Sehens und die Kraft mechanische Dinge zu modellieren besitzt. Bleibtreus Weltbild wurde geprägt Heroismus Nationalismus Männlichkeitskult und pessimistischem Weltschmerz. Als Stoff sah er die zahlreichen Völkerschlachten sowie grossen historischen Persönlichkeiten wie Napoleon oder Lord Byron . Als wichtigsten Weltdichter bewunderte Bleibtreu Émile
Karl Bleibtreu selbst zweifelte nie an literarischen und literaturkritischen Wirkens. Auf dem Höhepunkt Karriere behauptete er sogar dass auch sein als Keimzelle der Zukunftsliteratur gelten dürfte.
In Wirklichkeit beschränkte sich sein Einfluss auf den kurzen Zeitraum von 1885 bis 1890. In dieser Zeitspanne wurde er zum der naturalistischen Bewegung und machte sich wegen egozentrischen Stils viele Feinde.
Nach der Veröffentlichung von Gerhart Hauptmanns "Vor Sonnenaufgang" hörte für ihn die "Revolution der Literatur" auf. Er wollte von Zeitpunkt an nichts mehr mit dem "konsequenten zu tun haben. Er bezeichnete sie sogar "Sogenannter Realismus der jüdischen Nachahmungs-Schule". Er beneidete Autoren die nun erfolgreich waren da ihr eigentlich ihm zugestanden hätte. Nach dem Jahre befasste er sich hauptsächlich mit dem Schreiben historischen Romanen und von Fachbüchern zu militärischen