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Karl Lamprecht


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Karl Lamprecht (* 25. Februar 1856 in Jessen bei Wittenberg (Sachsen-Anhalt); † 10. Mai 1905 in Leipzig ) war Professor für Geschichte an der Universität Leipzig heute vor allem bekannt durch seine im Methodenstreit .

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Sein Vater war der Oberpfarrer Carl Lamprecht (1804-1878) und Sein älterer Bruder Hugo studierte wie der Vater Theologie und wurde Superintendent.

Studium

Nach dem Besuch der Gymnasien in Wittenberg und Schulpforta studierte er ab 1874 in Göttingen und München Geschichte. Unter dem Einfluss von Roscher (1817-1894) beschäftigte er sich verstärkt mit Wirtschaftsgeschichte und promovierte 1878 er in Leipzig bei Wilhelm Roscher und Carl von (1833-1883) mit "Beiträgen zur Geschichte des französischen im 11. Jahrhundert".

Da er nach dem Tod seines keine Chance sah die unbezahlte Privatdozentenzeit durchzustehen er 1879 sein Staatsexamen für das höhere ab und absolvierte sein Probejahr als Kandidat höheren Lehramtes. Im selben Jahr wurde er bei dem Kölner Bankier Deichmann. Dort lernte den rheinischen Industriellen Gustav von Mevissen (1815-1899) dessen privates es Stipendium Lamprecht ermöglichte sich zur rheinischen Wirtschaftsgeschichte zu widmen.

1881 gründete er mit Mevissen die für Rheinische Geschichtskunde".

beruflicher Werdegang

1880 habilitierte er sich in Köln die "Geschichtsschreibung von Dietrich Engelhus" die ungedruckt und wurde Privatdozent in Bonn. 1888 ernannte ihn zum außerordentlichen Professor. 1890 erhielt er Ruf als ordentlicher Professor nach Marburg in Nachfolge Varrentrapp. Bereits 1891 übernahm er den Lehrstuhl für mittelalterliche und neuere Geschichte in Nachfolge Georg Voigts (1827-1891) und wurde 2. des Historischen Seminars der Universität Leipzig. 1898 er zusammen mit dem Geographen Friedrich Ratzel das historisch-geographische Seminar. 1910/11 war er Rektor der Universität Leipzig in der Studienreform und verankerte unter anderem die Stellung der Fachschaft in der Universitätsverfassung.

Lamprecht regte 1906 die Gründung des für Landesgeschichte und Siedlungskunde an das unter Rudolf Kötzschke (1867-1949) stand und gründete 1909 königlich-sächsische Institut für Kultur- und Universalgeschichte das geisteswissenschaftliche Institut in Deutschland das nicht der sondern direkt dem Ministerium unterstand. Weitere zehn waren geplant.

1896 gründet er die kgl. Sächs. für Geschichte. Außerdem war er Mitglied im Alldeutschen Verband und der Gesellschaft für Hochschulpädagogik (1911

Zusammen mit Felix Hettner dem Direktor Trierer Provinzial-Museums gab er 1881-1891 die "Westdeutsche für Geschichte und Kunst" heraus.

wissenschaftliche Entwicklung

Gegenüber den zu dieser Zeit das Leben in Deutschland beherrschenden Neo-Rankeanern betonte Lamprecht Bedeutung der Kulturgeschichte der materiellen Faktoren und von Gruppen in der Geschichte. Der Satz es komme darauf an zu zeigen wie es eigentlich (Ranke) sondern wie es geworden sei faßt Einstellung prägnant zusammen. Dem herrschenden Individualismus dem daß 'große Männer' Geschichte machen stellt Lamprecht Bedeutung der Umgebung und vor allem der Entwicklung entgegen er nimmt auch an daß in der Geschichte Regelhaftigkeiten entdecken ließen ohne die Freiheit des Individuums zu leugnen.

Trotzdem sind für Lamprecht wie für meisten Historiker seiner Zeit der Staat und Volk die beherrschenden Moment der Geschichtsschreibung die des Volkes wird quasi zeitlos auch für ferne Vorgeschichte selbstverständlich vorausgesetzt.

In späteren Jahren wandte sich Lamprecht dem Einfluss Wilhelm Wundts mehr und mehr Psychologie und der Völkerpsychologie zu.

Privatleben

Lamprecht war mit Mathilde Mühl (1860-1920) der Ehe entsprossen Marianne Lamprecht verheiratete Klein-Walbeck und Elisabeth Lamprecht verheiratete Rose-Schütz (1890-1978).

Literatur

  • Roger Chickering Karl Lamprecht: A German Academic Life New Jersey 1993
  • Hans Schleier Karl Lamprecht: Alternative zu Ranke. Schriften zur Geschichtstheorie Leipzig Reclam 1988
  • Louise Schorn-Schütte Karl Lamprecht: Kulturgeschichtsschreibung zwischen Wissenschaft und Politik Göttingen 1994




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