Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 20. April 2014 

Karl Mannheim


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Karl Mannheim (* 27. März 1893 in Budapest ; † 9. Januar 1947 in London ) studierte Philosophie und Soziologie in Budapest Freiburg Berlin Paris Heidelberg (unter anderem hört er 1914 in Berlin Georg Simmel ). 1918 erlangt er die Promotion. 1919 verlässt seine Heimat Ungarn und emigriert in der Folge nach Von 1922 bis 1925 habilitierte er bei Kultursoziologen Alfred Weber dem Bruder Max Webers wurde 1926 Privatdozent in Heidelberg und 1930 ordentlicher Professor für Soziologie der Universität wo ihm Norbert Elias als Assistent zur Seite stand. 1933 musste Mannheim nach England emigrieren . Dort wurde er bis zu seinem Dozent für Soziologie an der London School of Economics & Political Science .

Beeinflusst insbesondere von Marx Wilhelm Dilthey Max Scheler Max Weber gelangte Mannheim von einer philosophischen Analyse Erkenntnistheorie zur Entwicklung der Wissenssoziologie . In Anlehnung an Marx hob Mannheim dass menschliches Denken und Erkennen nicht in theoretischem Rahmen ablaufen sondern von gesellschaftlichen und Lebenszusammenhängen geprägt werden. Mit der Konzeption des Ideologiebegriffs " nahm Mannheim eine radikale wissenssoziologische Position die Relativismus und Nihilismus begünstigten. Er beschäftigte sich des weiteren politischen Krisenerscheinungen in der Massendemokratie . Im Gegensatz zur einseitig geleiteten Gesinnung zur laisser-faire-liberalistischen Demokratie die die Gefahr des in eine totalitäre Diktatur einschließt empfahl Mannheim als dritten Weg "geplante Demokratie " mit einer "Planung für Freiheit" wobei Planung "als rationale Beherrschung der irrationalen Kräfte" wird. Die Gesellschaft der "geplanten Freiheit" setzt Umformung des Menschen voraus und dafür ist Zusammenarbeit von Soziologen und Theologen von Bedeutung.

Von Karl Mannheim stammt der Begriff "frei schwebenden Intelligenz " die von Menschen ausgeht die sich einer normativen Bindung an eine Klasse "befreit" haben.

Ebenso gilt er als Pionier der Jugendsoziologie wobei er den Begriff der Generation benutzte um Kohorten (Geburtsjahrgänge) zusammen zu fassen die ein Jugenderlebnis (z. B. den Ersten Weltkrieg ) geteilt haben und so gegenüber künftigen Herausforderungen (Lebenszusammenhängen) erwartbar einander ähnliche soziale Antworten würden.

Werke

  • Ideologie und Utopie Bonn 1929
  • Die Gegenwartsaufgaben der Soziologie Tübingen 1932
  • Mensch und Gesellschaft im Zeitalter des Umbaus Leiden 1935
  • Diagnosis of or Time Lodon 1943
  • Freedom Power and democratic Planning Lodon 1951
  

Weblinks




Bücher zum Thema Karl Mannheim

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Karl_Mannheim.html">Karl Mannheim </a>