Karl May entstammt einer sehr armen Weberfamilie . In seiner Jugend wurde er wegen (u.a. von Kerzenresten) und wegen Hochstapelei mehrmals im Gefängnis entstanden seine ersten literarischen Versuche. May machte 1896 Radebeul zu seinem Wohn- und Arbeitsort.
Die Schreibweise seines Vornamens mal mit mal mit K (wie auch bei anderen seiner Zeit) erklärt sich durch die erst Laufe seines Lebens festgelegten verbindlichen Regeln für und Namensgebung (Einführung des Personenstandswesens 1875). Die Ursachen für die allgemeine des C in ein K sind eventuell noch politischer Natur. Carl Friedrich May wurde jeden Fall unter diesem Namen geboren in letzten 20 Jahren seines Lebens unterzeichnete er mit Karl (Friedrich) May.
Er schrieb auch unter mehreren Pseudonymen : Unter anderem Capitain Ramon Diaz de Escosura M. Gisela Hobble-Frank Karl Hohenthal D. Prinz Muhamêl Lautréamont Ernst von Linden P. der Löwen Emma Pollmer Richard Plöhn Oberlehrer Langer.
Karl May ist einer der erfolgreichsten Autoren von Kolportageromanen und Trivialliteratur des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Seine Abenteuerromane wurden in Sprachen übersetzt und erreichten eine Gesamtauflage von 200 Millionen. Sie schildern Reisen zu exotischen wie den Wilden Westen und den vorderen Orient (die er entgegen seinen Behauptungen erst seinem letzten Lebensjahrzehnt als bereits erfolgreicher Schriftsteller hat). Dabei wendet er sich auf christlicher dem Schicksal der unterdrückten Völker zu.
In seinem Spätwerk erreicht er auch Beachtung und schafft dem Surrealismus nahestehende Symbolromane mit pazifistischer Tendenz. ("Ardistan und Dschinnistan" (1909) "Und auf Erden" (1904)) Eine sehr große Bedeutung in diesem Zusammenhang die Künstlerfreundschaft zu dem und Bildhauer Sascha Schneider. Schneider schuf neben Serie von Deckelillustrationen für die Bände Karl auch ein großes Wandgemälde ("Der Chodem") für Empfangssalon des Schriftstellers in dessen Villa in
Karl Mays letzte Lebensjahre sind gezeichnet verschiedenen Prozessen in denen ihm nachgewiesen werden dass seine Reisegeschichten erfunden sind.
Er selbst betonte immer wieder die seines Spätwerks.
Einige seiner Romane wurden verfilmt andere auf Freilichtbühnen aufgeführt. Die bekanntesten Inszenierungen sind die stattfindenden Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg . Auch die in Radebeul beheimateten Landesbühnen Sachsen führen regelmäßig Stücke Karl May auf der Felsenbühne Rathen in Sächsischen Schweiz auf.
Der Karl-May-Verlag wurde am 1. Juli 1913 von Klara May (der Witwe des Friedrich Ernst Fehsenfeld (dem Hausverleger Karl Mays) dem Juristen Dr. Euchar Albrecht Schmid gemeinsam und verlegt bis heute die Werke Karl Neben den Gesammelten Werken den klassischen Grünen gibt er auch ein umfangreiches Reprintprogramm heraus. Gesammelten Werke sind zum Teil in unterschiedlichem bearbeitet. Einige Bände enthalten nur geringere inhaltliche stilistische Veränderungen (zum Beispiel Tilgung von Fremdwörtern) anderen hingegen wurden nicht nur Handlungstränge umgestellt umbenannt sondern auch Teile gestrichen oder neu In den letzten Jahren wurden einige Bände "rückbearbeitet" wer jedoch Karl May im Originaltext will sollte auf die Reprintbände zurückgreifen.
Da Mays Werke rechtlich nicht mehr sind.werden sie heute nicht nur vom Karl-May-Verlag Im Auftrag der Karl-May-Stiftung entsteht die "Edition Mays Werke". Der Weltbild-Verlag veröffentlicht eine illustrierte Beide Ausgaben bieten verlässliche Texte nach Mays bzw. den von ihm betreuten Drucken sind zurzeit (April 2004) noch nicht abgeschlossen. Die veröffentlicht (für ihre Mitglieder) ebenfalls eine Reprint-Reihe Zeitschriften-Veröffentlichungen). Die Karl-May-Gesellschaft beschäftigt sich mit Leben und Wirkung des Schriftstellers. Sie ist einer größten deutschsprachigen literarischen Vereine.
Viele seiner Bücher sind aus der des Protagonisten (Helden) geschrieben. Karl May behauptete die ihm beschriebenen Orte selbst besucht zu haben jedoch erst gegen Ende seines Lebens teilweise Fall war. Ihm wurde in diesem Zusammenhang und Pseudologie (Zwanghaftes Lügen) vorgeworfen. Die in seinen beschriebenen Fakten hat er jedoch sehr gewissenhaft
In Radebeul wurde am 1. Dezember 1928 in der Villa Bärenfett ein Karl-May-Museum eröffnet. Ein weiteres Museum wurde im Geburtshaus in Hohenstein-Ernstthal eingerichtet. Neben der Dauerausstellung es dort jährlich zwischen dem 25.2. und 30.3. eine große Sonderausstellung.
Karl May trat auch als Komponist in Erscheinung. Er komponierte zwei weit romantische Chorlieder "Ave Maria" und "Vergiss mich Vor allem das erstgenannte gehört zum Repertoire zahlreicher Gesangvereine im ganzen deutschsprachigen Raum. wurde auch auf Schallplatte aufgenommen.
Seine Bücher sind so populär dass viele Fortsetzungen anderer Autoren gibt. Schon zu wurde May parodiert oder unverhohlen kopiert. Jetzt auch noch "neue Romane" mit seinen Helden. wurden die Fortsetzungen von Franz Kandolf Reinhard Edmund Theil und Jörg Kastner.
Gert Ueding (Hrsg.): Karl-May-Handbuch 2. erw. bearb. Aufl. Würzburg 2001 (Das Handbuch sehr
Harald Eggebrecht (Hrsg.): Karl May der sächsische Phantast Frakfurt am Main 1987
Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Karl May text + kritik Sonderband München 1980
Hans Wollschläger : Karl May. Grundriß eines gebrochenen Lebens 1965 (2. Aufl. 1976 3. Aufl. 2004). (Originelle Kurzbiographie)
Arno Schmidt : Sitara oder der Weg dorthin (Sehr originelle und intrigante Interpretation des unter besonderer Berücksichtigung der unterbewußten homosexuellen Strömungen)
Christian Heermann: Winnetous Blutsbruder Biografie 2002 Karl-May-Verlag