Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 21. Oktober 2014 

Karl Popper


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Sir Karl Raimund Popper (* 28. Juli 1902 in Wien 17. September 1994 in London ) war ein österreichischer und britischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker .

Karl Popper wird in Wien am 28. Juli 1902 als Sohn des jüdischen Rechtsanwalts Simon Carl Popper und der Jenny geb. Schiff Simon Siegmund stammte aus Prag die Vorfahren seiner Mutter kamen aus Schlesien und Ungarn . Der Familie Schiff entstammten viele wichtige des 19. und 20. Jahrhunderts: Wissenschaftler Ärzte Musiker. Der Dirigent Bruno Walter gehörte zu ihnen.

Die Situation der Juden zu dieser Zeit in Wien ist Zum einen nehmen sie wichtige Positionen ein; wohlhabender Vater beispielsweise arbeitet eng mit dem liberalen Bürgermeister der Stadt Raimund Grübl zusammen. sind ebenso völkisch-antisemitische Klischees virulent. Der Wiener Kreis vielleicht die wichtigste philosophischen Gruppe des 20. Jahrhunderts wird an der Wiener Universität Der Inspirator Moritz Schlick 1936 von einem Studenten erschossen zum Jubel deutschnationalen Presse jener Zeit.

Als jedoch Popper sein Studium anfängt für eine kurze Zeit die politische Linke. so genannten Rote Wien erlebt seine Blüte. Popper engagiert sich zunächst vor allem an pädagogischen Fragen interessiert. Popper engagiert sich in sozialistischen Jugendbewegung. Kurze Zeit ist er sogar kommunistisch organisiert. Er wendet sich zwar schnell der Bewegung wieder ab begegnet jedoch in damals einzigartigen Wiener Atmosphäre Menschen wie Ruth Hanns Eisler Paul Lazarsfeld Oskar Kokoschka Adolf Loos Arnold Schönberg und Rudolf Serkin.

Nach der Promotion mit einem mathematischen bei dem Psychologen und Sprachtheoretiker Karl Bühler in 1928 erwirbt Popper 1929 die Lehrberechtigung für die Hauptschule in Fächern Mathematik und Physik. Popper nimmt Kontakt Wiener Kreis auf. Da er viele wichtige des Kreises kritisiert gestaltet sich dies zunächst Allerdings fühlen sich die Wiener gezwungen auf begründeten Vorwürfe einzugehen. Sein wissenschaftstheoretisches Hauptwerk Logik der Forschung erscheint schließlich vom Wiener Kreis als den ihren Diskussionen entsprungenes Werk gewürdigt.

1937 wandert er nach Neuseeland aus um Einmarsch der Nazis in Österreich zu entgehen. in die USA oder nach Großbritannien zu entkommen zerschlagen sich. Popper muss Familie zurücklassen. Die damals kranke Mutter seine Onkel Tanten Nichten. Von ihnen wurden 16 1945 durch die Nazis getötet.

Am Canterbury College in Christchurch Neuseeland fühlt Popper sich vereinsamt und der Welt abgeschnitten. Trotzdem publiziert er weiter teilweise spektakulären Ergebnissen. Zum einen ist dabei Werk What is Dialectic - in diesem kritisiert er die Marxsche und Hegelsche Dialektik nach den Begriffen der formalen Logik; begründet er wenig ob sich deren Dialektik in die formalen Sätze fassen lässt den ihnen unterstellt. Das 1957 schließlich als Buch The Poverty of Historicism (dt: Das Elend des Historizismus ) greift wieder vor allem Marx und aufgrund ihrer Methodik an. Poppers in der bekanntestes Werk ist das in alle Weltsprachen Die offene Gesellschaft und ihre Feinde 1945 rechnet er detailliert mit den seiner nach totalitären Gedankenmodellen von Platon und Hegel ab. Einzig der im ebenfalls stark kritisierte Marx wird ausgewogener behandelt. hat Popper inhaltlich starke Kritik erfahren: die Platons aus der Perspektive des 20. Jahrhunderts mit Begriffen des 20. Jahrhunderts wird Meinung der meisten einem Werk der athenischen und Polis kaum gerecht. Die Hegel-Kritik wiederum beruht auf keiner tiefen Kenntnis des Werks ignoriert Abschnitte und misrepräsentiert deutlich andere; sie dient in Poppers Buch immanent eher dazu die vorzubereiten. Die Kritik an Marx ist differenzierter. einen bezeichnet Popper ihn als bedeutenden Ökonomen Soziologen. Popper konzediert dass Marx z. B. ausgeschlossen habe dass der Weg zum Kommunismus auf nicht-revolutionäre Weise erreichbar wäre. Vehement kritisiert jedoch Marx' von Hegel übernommene dialektische Methode letztlich zu einem geschlossenen Weltbild führe. Wichtiger als die detaillierte inhaltlichen Aussagen wirkt die Veröffentlichung 1945 als politisches Signal. Sie greift kenntnisreich in sich geschlossene Denkstrukturen und Ideologiekonstruktionen Popper entwirft das Modell einer offenen und pluralistischen Gesellschaft in der sich Fortschritt langsam

Neun Jahre später 1946 nimmt Popper einen Lehrauftrag für Philosophie an der London School of Economics in England an. Vor allem Friedrich von Hayek protegiert ihn beim Erreichen dieser Stellung. Stellung zum ausgeprägt liberlane Hayek bleibt dabei Obwohl sie sich methodologisch nahe stehen misstraut den reinen Marktmechanismen. Die Armut und Verzweiflung er in seiner Wiener Jugend erlebte formt Weltbild. Popper propagiert eine sozial orientierte Reformpolitik jedoch nicht in Staatsgehorsam enden dürfe.

Mit seiner Grundsatzdiskussion über die "Logik Sozialwissenschaften" auf der Tübinger Arbeitstagung 1961 entfacht Popper den sog. Positivismusstreit in der deutschen Soziologie. Er widerspricht seinem Kritischen Rationalismus dabei Theodor W. Adorno und dessen Kritischen Theorie . 1965 wird Popper von Queen Elisabeth II. für sein Lebenswerk zum Ritter geschlagen. stirbt am 17. September 1994 in East Croyden ( London ).

Wichtige Werke:

(Die Jahreszahlen beziehen sich auf das in deutscher Sprache.)

  • Logik der Forschung ( 1934 )
  • Die offene Gesellschaft und ihre Feinde 1945 )
  • Das Elend des Historismus ( 1957 )
  • Objektive Erkenntnis ( 1973 )
  • Das Ich und sein Gehirn ( 1982 gemeinsam mit John C. Eccles )
  • Die Zukunft ist offen. Das Altenberger ( 1985 gemeinsam mit Konrad Lorenz )
  • Alles Leben ist Problemlösen ( 1994 )

Literatur

  • Malachi Haim Hacohen: Karl Popper - the formative years. Politics Philosophy in Interwar Vienna. Cambridge: University Press

Weblinks



Bücher zum Thema Karl Popper

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Karl_R._Popper.html">Karl Popper </a>