Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die Kartäuser sind ein katholischer Halb- Eremiten - Orden der auf den Heiligen Bruno von Köln zurückgeht. Das Motto der ist "Stat crux dum volvitur orbis."
1084 zog sich der Heiligen Bruno mit sechs Gefährten in eine einsame bei Grenoble in Frankreich zurück. Das Land wurde ihnen vom Hugo dem damaligen Bischof von Grenoble zur Verfügung gestellt. Sie Hütten die für ein Kloster notwenigen Gemeinschaftsräume natürlich eine Kirche. Alle Räume wurden durch Kreuzgang verbunden. Bald schlossen sich ihnen weitere an die Gemeinschaft wuchs und die Grande Chartreuse die Große Kartause das Mutterkloster des entstand. Bruno selbst schrieb keine Ordensregel. Die der ersten Einsiedler sollte einfach von allen übernommen werden. Erst nachdem sich auch in Ländern Männer der Lebensweise des Heiligen Bruno anschlossen mussten die Lebensgewohnheiten der Kartäuser schriftlich niedergelegt werden. Das 1127 der Hl. Guigo fünfter Prior der Kartause. 1170 wurde die Gemeinschaft vom Papst als Orden anerkannt. Z. Zt. zählen die Kartäuser Männerklöster mit fast 400 Mönchen und 5 Frauenklöster mit etwa 75 Nonnen in Europa und Amerika . In Planung ist die Gründung einer in Korea. Im deutschsprachigen Raum gibt es Männerkloster die Kartause Marienau in Bad Wurzach Im Gegensatz zu allen anderen römisch-katholischen Orden der Kartäuserorden nie reformiert. "Cartusia numquam reformata numquam deformata" (Die Kartause wurde nie reformiert sie nie deformiert wurde) sagen die Kartäuser über sich selbst. Ein Grund für diese mag die im zweijährigen Abstand stattfindende Visitation die die Prioren der einzelnen Häuser gegenseitig Sie sichert die Einhaltung der klösterlichen Diziplin.
Die Patres leben in um den herum gebauten kleinen Häuschen mit Garten (ca. qm). Der Tag eines Patrers beginnt um Uhr. Allerdings weckt ihn nicht mehr wie Glockengeläut sondern eine moderen Weckanlage. Der Pater nach etwa 4-stündigem Schlaf das erste Mal seinem Bett in dem er auf Stroh auf und beginnt das Tagesoffizium das bei Kartäusern noch aus acht Gebetszeiten (Matutin Laudes Terz Sext Non Vesper und Komplet) besteht. wird sowohl das Tagesoffizium wie auch das teilweise allein in der Zelle teilweise zusammen den anderen Mönchen in der Kapelle. Gegen Uhr ist das Nachtoffizium beendet und der legt sich zu einem zweiten etwa 4-stündigen ins Bett. Um 06:40 Uhr geht wieder Weckanlage. Nach der Morgentoilette steht ein weiterer des Offiziums sowie die Betrachtung an. Um Uhr versammeln sich alle Patres in der zur 20-minütigen Anbetung und anschließender Konventmesse. Danach jeder Pater in kleinen Kapelle eine Stillmesse sich ggf. mit einem Novizen als Ministrant. weiteren Verlauf des Tages wechseln sich Gebet ca. 8 Stunden) Studium und Handarbeit (Ikonenmalerei o. ä.) ab. Nachtruhe ist spätestens um Uhr. Die Patres essen außer am Sonntag dem das Mittagessen gemeinsam im Refktorium stattfindet Eine gemeinsame Rekreation gibt es nur sonntags. Montag Nachmittag findet ein gemeinsamer ca. 4-stündiger (spatiamentum) der Patres statt.
Seit 1145 gibt es auch Kartäuserinnen. Zunächst unterschied ihre Lebensform von der der Mönche. Sie nicht so sehr einsiedlerich. So lebten die nicht in eigenen Häuschen sondern in abgetrennten Das Essen nahmen sie täglich gemeinsam ein. mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde das der Kartäusernonnen dem der Mönche eweitgehend angepasst. erhalten die Jungfrauenweihe und auch - das eine Besonderheit im Eigenrecht der Kartäuser - Diakonenweihe die in der Weltkirche für Frauen dem Konzil von Nizäa abgeschafft wurde. Sie erlaubt es den in der Messe das Evangelium zu verkünden.
Grundlage der Spiritualität der Kartäuser ist Leben in der Erwartung der Wiederkunft Christ. in der Einsamkeit sorgen sie sich nur zu gefallen und ein Leben nach dem in der Nachfolge Christi zu führen. Sie Vegetarier. Strikte Fastenzeiten bestimmen ihren Lebenswandel so beispeilsweise jeden Freitag bei Wasser und Brot Zum Leben in der Einsamkeit gehört auch Besucher außer Angehörigen und Interessenten in Kartäuserklöstern nicht zugelassen sind. Alle Kartausen sind Maria die auch oberste Patronin des Ordens ist. Ordenspatron ist der Hl. Johannes der Täufer.
Ein beeindruckendes Zeugnis kartusianischer Spiritualität ist die Schrift "The Cloud of Unknowing" (Die Wolke Nichtwissens) auf Deutsch im Buchhandel erhältlich:
Elisabeth Strakosch (Hg.) Die Wolke des Ein anonymes englisches Werk des 14. Jahrhunderts 1958.
Mit dem Hl. Bruno befasst sich das "Der heilige Bruno" von Gerardo Posada. Es außerdem einen Bildband der Kartause Marienau:
Gerardo Posada Der heilige Bruno. Vater Kartäuser Köln 1987.