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Kasachen


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Die Kasachen (Eigenbezeichnung: Qazaq ) sind ein turkotatarisches Volk mit rund 12 Mio. Angehörigen hauptsächlich Kasachstan aber auch in der Mongolei (dort größte türkischsprachige Minderheit ) und der Volksrepublik China .

Inhaltsverzeichnis

Herkunft des Volksnamens

Der Name "Qazaq" (auch "Kasak" oder geschrieben) ist mongolischen Ursprungs. Er bedeutete "Wächter"; heutige - aber falsche - Übersetzung lautet "Unabhängiger" oder "Steppenreiter". (Aber das kam allein die Tatsache daß vor allem die Kimeken den Mongolen ihre Autonomie behielten und immer äußerst selbständig galten obschon auch sie zum Mongolenreich gehörten!) Die Kasachen werden bis heute drei "Horden" ("Schus" [kasachisch: Şus ] = mongol. "Leber" = Stamm ) unterteilt: in die Kleine Horde die Mittlere Horde und die Große Horde .

Die Herkunft der drei Horden (Schus)

Über die Entstehung dieser "Horden" ranken wahre Legenden:

  • In einigen kasachischen Chroniken wird die der "Schus" in das 13. Jhd. des Dschingis Khan gelegt.

  • Laut anderer Quellen entstanden die "Schus" 15. Jhd. als Timur-i Leng die Kyptschak-Horde unterwarf.

  • Andere Aufzeichungen führen die Bildung der bewußt in die vormongolische Zeit zurück damit diese dann hauptsächlich göktürkischer Herkunft und wesentlich älter als das kasachische Volk.

Der kasachische Historiker Manaş Kossibayev vertritt den Standpunkt daß die Bildung der "Schus" oder der "Horden" - die Formung der Gesellschaft über mehrere Jhd.e darstelle. Die Schus Kossibayev seien auf der Grundlage der natürlich-geographischen begründet. Damit entsprechen sie bis heute der Lebensweise und Traditionen u. a. der Sippen- Stammesbeziehungen untereinander. Ihre vordringliche Aufgabe war es die kasachische Heimat zu schützen!

Die Schus sind also als Stammesbünde anzusehen die ja auch die mongolischen waren. Damit ist die Gleichsetzung von "Schus" "Horde" als gerechtfertigt anzusehen.

Doch anders als die mongolischen Horden die Schus nicht nach dem Verwandtschafts- sondern dem Territorialprinzip gebildet: Die drei Schus unterscheiden demnach nicht von ihrem Aufbau sondern nach Dialekt und Geltungsgebiet!

Bemerkenswert an den kasachischen Schus ist Tatsache daß sich über ihre Grenzen hinaus zwei weitere Unterteilungen nachweisen lassen: die "Koscha" Koşa ) und die Tore die den mongolischen Erbadel unter den bilden. Die Koscha galten als die Vertreter Geistlichkeit und die Tore als die unmittelbaren des Dschingis Khan - nur Angehörige der ("Bewahrer") durften zum Khan gewählt werden.

Jeder Kasache muß bis heute die seines Stammes und seiner Sippe bis in 7. Generation vor ihm zurückverfolgen können - ist sichergestellt daß die alten Stammes- und auf Dauer überleben.

Geschichte

Einst gehörte das Stammgebiet der Kasachen Herrschaftsgebiet Orda Khans einem Enkel Dschingis Khans und dessen Horde . Das eigentliche Volk der Kasachen entstand dem 13. und 15. Jahrhundert als die Mongolen begannen sich mit der unterworfenen türkischen zu vermischen. Ihre unmittelbaren Vorfahren sind die Kimeken und die Naimanen wo noch einige Volksteile der alten Türgesch und der Jenissej-Kirgisen hinzu kamen.

Die Kasachen formierten sich gegen 1456 Abspaltung von dem gerade erst gegründeten Usbekenreich . Und zwar lösten sich die Borjigin Jani Beg und Karai Söhne Boraq († 1428 Weißen Horde ) von Abu'I-Chairs Usbekenreich ab da sie bleiben wollten. Als eigentlicher Stammvater der heutigen Nation wird vielfach der "Tore" Buqai Khan angesehen: Dieser kämpfte mit seinen Söhnen gegen die Russen unter dem General Kaufmann Turkestan schließlich unterwerfen sollten.

Aufgrund der vielen Gemeinsamkeiten mit den Kirgisen und Tataren wurden die Kasachen von den Europäern vielfach auch als Kasak-Kirgisen bzw. als Kasak-Tataren bezeichnet - die eigentlichen Kirgisen führten Namen " Kara-Kirgisen ".

Nach dem Zusammenbruch des Zarenreiches waren Kasachen in der Alasch Orda vereinigt.

Vgl. Geschichte Kasachstans

Religion der Kasachen

Die Kasachen sind heute größtenteils Muslime Sufismus und schamanische Praktiken eine lange Tradition der Islam wurde aber erst im 19. Jhd. ihnen endgültig angenommen als Kasan-Tataren bei ihnen erschienen die als Händler und Dolmetscher der russischen Zaren tätig waren.

Nomadische Viehzucht war ihre traditionelle Wirtschaftsform der Modernisierung im 20. Jahrhundert.

Anmerkung

1936/37 wurde in der UdSSR die Volksbezeichnung Kasach üblich um von den slawischstämmigen " Kosaken " (russisch kasak gesprochen) unterscheiden zu können.

Die Kosaken entstanden im Gebiet der Nogaier-Horde und nahm viele Elemente dieser "Tataren" sich auf: "Kosak" ist eine turko-mongolische Bezeichnung Eingang in die russische Sprache fand. Auch anzunehmen daß eine Vielzahl echter Kasachen in den Kosaken aufgingen bevor dann endgültig den Islam annahmen und so religiösen Gegensatz zu den christlichen Slawen traten.



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