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Kassel


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{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Großstadt in Nordhessen; zu weiteren gleichnamigen Begriffen siehe (Begriffsklärung).}} {{Infobox Gemeinde in Deutschland |Art = |Wappen = Coat of arms of Kassel.svg = 51/19/11/N |Längengrad = 09/29/52/E |Lageplan = KS (city).svg |Lageplanbeschreibung= Lage der Stadt Kassel Hessen |Bundesland = Hessen |Regierungsbezirk = Kassel = Kreisfreie Stadt |Höhe = 166 |Fläche 106.79 |PLZ = 34001–34134 |PLZ-alt = 3500 = 0561 |Kfz = KS |Gemeindeschlüssel = |NUTS = DE731 |LOCODE = DE KAS = 23 Stadtteile |Adresse-Verband = Obere Königsstraße
34117 Kassel |Website = www.stadt-kassel.de |Bürgermeister = Bertram Hilgen |Bürgermeistertitel= Oberbürgermeister = SPD }} Kassel (bis 1926 amtlich Cassel ) ist die einzige Großstadt in Nordhessen und nach Frankfurt am Main und Wiesbaden die drittgrößte Stadt des Landes Hessen .

Kassel war eine historische Hauptstadt Hessens und hatte von 1277 bis Hauptstadtfunktionen inne. Die Stadt ist heute Sitz Bezirksregierung Kassel und des Landkreises Kassel . Sie bildet eines der zehn Oberzentren des Landes Hessen.

International bekannt ist Kassel das zu Ufern der Fulda liegt vor allem durch den Bergpark Wilhelmshöhe mit den Kasseler Wasserspielen im Habichtswald die seit 1955 alle vier bis fünf stattfindende Kunstausstellung documenta ; aus diesem Grund trägt Kassel seit 1999 offiziell den Beinamen „ documenta-Stadt “.

Die Einwohnerzahl Kassels überschritt um das 1899 die 100.000-Grenze wodurch die Stadt zur wurde; zurzeit hat Kassel 194.168 Einwohner (Dezember

Inhaltsverzeichnis

Geographie

[[Datei:Herkules1 1.jpg|miniatur|links|Der Herkules über den Kaskaden]] miniatur|links|Klimadiagramm von Kassel befindet sich ca. 70 km nordwestlich des geografischen von Deutschland. Nach Erfurt und Göttingen ist Kassel damit die dem geographischen Deutschlands am drittnächsten gelegene Großstadt.

Die Stadt befindet sich in Nordhessen der Grenze zu Niedersachsen im so genannten Kasseler Becken das geomorphologischen Sinn kein Becken ist sondern ein ausgedehnter Talkessel in dem sich insbesondere im der Karls- und Fuldaaue eine weitläufige Flussniederung Fulda befindet. Das Kasseler Becken ist Teil Westhessischen Senke die ihrerseits ein Teil der ist.

In diesem Talkessel wird die Stadt den etwas entfernten Langenbergen im Südwesten und Hohen Habichtswald im Westen (jeweils ein Bestandteil Habichtswälder Berglandes) sowie von den südlichen Ausläufern Reinhardswaldes (Teil des Weserberglandes ) im Nordosten dem Kaufunger Wald im und der Söhre im Südosten und Süden teile des Fulda-Werra-Berglandes) eingerahmt. Diese fünf Mittelgebirge sind durch zwei nördlich und südlich Stadt gelegene und in West-Ost-Richtung verlaufende Höhenrücken verbunden so dass der Kasseler Talkessel – vom Flusstal der Fulda das diesen von nach Nord durchschneidet – rundum durch Bergzüge ist.

Da das Habichtswälder Bergland und die Senke zum Westhessischen Bergland das Weserbergland zum Bergland und das Fulda-Werra-Bergland zum Osthessischen Bergland befindet sich die Stadt an der unmittelbaren dreier naturräumlicher Haupteinheitengruppen.

Klimatechnisch ist es in Kassel - anders als auf Wetterkarten verzeichnet - gegenüber Mittelgebirgsregion deutlich milder und wärmer. Wegen der und den höher gelegenen Waldgebieten ist die vor Unwetterlagen geschützter und man findet aufgrund sich stauenden Luftmassen insbesondere im Sommer in tiefer gelegenen Stadtgebieten z. T. 3-5 Grad höhere als im Umland.

An das Stadtgebiet grenzen die Mittelstadt Baunatal die Kleinstadt Vellmar sowie die Gemeinden Niestetal Fuldatal Fuldabrück Kaufungen und Lohfelden an.

Kassel ist über drei Autobahnen – A 7 A 44 und A 49 fünf Bundesstraßen durch einige Eisenbahn -Hauptverbindungen (darunter ICE-Strecken) und den wenige Kilometer in der Gemeinde Calden gelegenen Flughafen Kassel-Calden nur an die deutsche Infrastruktur angebunden (dazu Abschnitt „Verkehr“ ).

Die nächsten Großstädte sind – per Luftlinie / Straße gemessen – Hannover (ca. 120/164 km nördlich) und Göttingen (ca. nordöstlich) in Niedersachsen Erfurt (ca. 115/185 km östlich) in Thüringen Frankfurt am Main (ca. 150/193 km südlich) in Hessen sowie Siegen (ca. 115/165 km südwestlich) Hamm (ca. 122/153 km westlich) Dortmund (ca. 145/165 km westlich) und Paderborn (ca. 70/84 km nordwestlich von Kassel) in Nordrhein-Westfalen .

Stadtbild

{{Großes Bild|Kassel_Panorama.jpg|1600|360°-Panorama - aufgenommen vom Turm Lutherkirche}} miniatur|Typischer Baustil der 1950er und 1960er der 2005 neu gestaltete Scheidemannplatz miniatur|Die Reste ehemaligen Garnisonkirche in der Kasseler Innenstadt Das der Kasseler Innenstadt in der wegen des nach den Zerstörungen durch britische Bombenangriffe während Zweiten Weltkriegs nur noch wenige historische Gebäude erhalten (siehe dazu Geschichte ) ist durch typische 1950er-Jahre-Architektur geprägt. Im zu vielen anderen Städten entschloss man sich Kassel den Wiederaufbau großflächig nach damals zeitgenössischen zu planen und keine Rekonstruktion des alten zu versuchen. Die Überreste vieler historischer Gebäude abgerissen. Die Gestaltung orientierte sich an den der Gartenstadt vor allem vier- oder fünfstöckige Wohnhäuser gebaut. Darüber hinaus wurde die Stadt einerseits in den Stadtkern für den Autoverkehr optimiert die erste Fußgängerzone der Bundesrepublik Deutschland angelegt die Treppenstraße. in den 1970er-Jahren reichte die Kapazität des nicht mehr aus um das schnell wachsende zu bewältigen. Heutzutage ist diese radikale Abkehr der historischen Bauweise in Kassel umstritten.

Im Kontrast zu den oft dicht Stadtvierteln birgt Kassel viele Grünflächen darunter den Bergpark Wilhelmshöhe im Habichtswald und die Karls- und (siehe hierzu Gärten und Parks in Kassel ). An vielen Stellen im Kasseler Stadtgebiet zahlreiche Eichen auf die durch den Künstler Joseph Beuys unter dem Motto „7.000 Eichen – wald ung statt Stadtver walt ung“ zwischen 1982 und 1987 an Straßen Plätzen angepflanzt wurden.

Kassel wird von der Fulda und den teils innerhalb des Stadtgebiets diesen Fluss einmündenden Nebenflüssen und Bächen durchflossen darunter sind Ahne Drusel (im Unterlauf „Kleine Fulda“ genannt) (im Unterlauf Döll genannt) Grunnelbach Jungfernbach Losse und Wahle.

Kassels tiefste Stelle befindet sich im Fuldatal auf {{Höhe|132.9|DE-NN|link=true}} (Flusspegel etwas nördlich der Graue Katze ); zieht man noch die Exklave Kragenhof in diesem Tal mit in so befindet sich die tiefste Stelle der nur wenige Meter unterhalb der Staustufe an der Stadtgrenze zu Fuldatal -Wahnhausen auf nur noch {{Höhe|131.4|DE-NN}}. Die Innenstadt am Königsplatz {{Höhe|163}} und am Rathaus {{Höhe|169||DE-NN}} hoch und das Schloss Wilhelmshöhe steht auf etwa {{Höhe|285||DE-NN}} Höhe. Die Stelle des zur Stadt gehörenden obgleich stark Gebiets befindet sich mit etwa {{Höhe|615|DE-NN}} im am Hohen Gras.

Die höchsten Bauwerke von Kassel sind der alte Kirchturm Lutherkirche (76 m) der Herkules (70 5 m) und die Doppel-Türme der (69 m) nicht jedoch der 186 m hohe Fernmeldeturm auf dem Essigberg weil er außerhalb des steht.

Nachbargemeinden

Die folgenden Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören – mit Ausnahme von Staufenberg das Teil Landkreises Göttingen in Niedersachsen ist – zum Landkreis Kassel : Ahnatal Vellmar Fuldatal Staufenberg Nieste Niestetal Kaufungen Lohfelden Fuldabrück Baunatal Schauenburg Habichtswald. Davon wachsen Vellmar und Fuldatal im Norden Kaufungen im Osten Lohfelden Südosten und Baunatal im Süden immer näher an das heran.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Kassel ist in Stadtteile eingeteilt von denen jeder einen Ortsbeirat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden hat. Die Ortsbeiräte werden 5 Jahre von der Bevölkerung der Stadtteile gewählt. Der Ortsbeirat ist zu allen wichtigen die den Stadtteil berühren zu hören. Die Entscheidung über eine Maßnahme obliegt jedoch der der Gesamtstadt Kassel. {{Großes Bild|Kassel herkules panoramalabeled.jpg|1000|Beschriftetes von Kassel aufgenommen vom Herkules}}

Stadtteile und angrenzende Gemeinden

Neben den historisch gewachsenen Stadtteilen sind ehemals selbstständige Gemeinden und Gemarkungen nach Kassel worden. Das Jahr der Eingemeindung findet sich Klammern.
  • 01 Mitte
  • 02 Südstadt
  • 03 West
  • 04 Wehlheiden (1899)
  • 05 Bad Wilhelmshöhe (1906)
  • 06 Brasselsberg
  • 07 Süsterfeld-Helleböhn
  • 08 Harleshausen (1936)
  • 09 Kirchditmold (1906)
  • 10 Rothenditmold (1906)
  • 11 Nord-Holland
  • 12 Philippinenhof-Warteberg
  • 13 Fasanenhof (1926)
  • 14 Wesertor
  • 15 Wolfsanger-Hasenhecke (1936)
    • Kragenhof
  • 16 Bettenhausen (1906)
    • Eichwald
    • Salzmannshausen
  • 17 Forstfeld
  • 18 Waldau (1936)
  • 19 Niederzwehren (1936)
  • 20 Oberzwehren (1936)
    • Brückenhof
  • 21 Nordshausen (1936)
  • 22 Jungfernkopf
  • 23 Unterneustadt

Innerhalb der Kasseler Stadtteile gibt es Teil noch Ortsbezirke oder Siedlungen mit eigenem Namen etwa Mulang Marbachshöhe und Wahlershausen die zum Stadtteil Bad Wilhelmshöhe gehören etwas abseitige Exklave Kragenhof die zum Stadtteil gehört Osterberg der zum Stadtteil Jungfernkopf gehört oder Blücherviertel das zum Stadtteil Unterneustadt gehört. Nicht Stadtteil sondern als ortsbezirksfreies Gebiet zählt die die sich als unbebautes Naturschutzgebiet im Südwesten von Kassel befindet.

Der Zuschnitt der Kasseler Stadtgrenzen weist Besonderheit auf. Die in den 1970er Jahren Gebietsreform in Hessen führte zu keinen Eingemeindungen die Stadt Kassel wodurch das Stadtgebiet bis durch die Grenzen von 1936 definiert wird. andere deutsche Großstädte ihre Bevölkerungszahl durch den der kommunalen Grenzen teilweise beträchtlich vergrößert haben ist die Einwohnerzahl Kassels innerhalb gewisser Schwankungen geblieben. Diese Zahl ist jedoch genau genommen repräsentativ da im Gegenzug die unmittelbaren Nachbargemeinden selbstständig blieben und von der Gebietsreform profitierten. stiegen Einwohnerzahl und damit einhergehend Steuereinnahmen aus und Gewerbesteuer kräftig was letztlich zu einer der kommunalen Finanzkräfte und konkurrierenden Interessen geführt Dies obwohl die Siedlungsflächen teilweise nahtlos ineinander In der Agglomeration der Stadt leben nahezu 450.000 Einwohner. die interkommunale Zusammenarbeit und den fairen Interessenausgleich fördern wurde daher schon vor über 30 der Zweckverband Raum Kassel (ZRK) gegründet der Planungsverband hauptamtlich für seine Mitgliederkommunen und den Kassel arbeitet. Es bestehen Überlegungen die durch Kommunalreform 'verpassten' Chancen langfristig durch die Bildung Stadtregion (wie z. B. die Stadtregion Frankfurt) zu

Baunatal | Niestetal | Kaufungen | Lohfelden | Vellmar | Fuldatal | Fuldabrück | Habichtswald | Ahnatal | Schauenburg | Staufenberg

Flächennutzung

(Stand 2003)

Kasseler Stadtgebiet: insgesamt 106 77 km²

  • 34 5 % Gebäude- und Freifläche
  • 21 6 % Waldgebiete
  • 17 0 % Landwirtschaftsfläche
  • 13 0 % Verkehrsfläche
  • 10 0 % Erholungsgebiete
  • 2 0 % Wasserfläche
  • 1 5 % Flächen anderer Nutzung
  • 0 4 % Betriebsfläche

Geschichte

[[Datei:Kassel-merian.jpg|miniatur|Stadtplan Kassels von Matthäus Merian 1648]] [[Datei:Kassel 2 De Merian Hassiae.jpg|miniatur|Kassel Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655]] Hauptartikel: Geschichte der Stadt Kassel

Die erste urkundliche Erwähnung Kassels geht das Jahr 913 zurück. Sie ist der schriftliche Beleg für die Existenz Kassels und der Beweis dass die Stadt auf eine als tausendjährige Entwicklung zurückblicken kann. Zunächst konnte jedoch nicht von einer Stadt sprechen. Vielmehr an der Stelle des heutigen Regierungspräsidiums eine in deren Schutz sich in den nächsten eine Siedlung entwickelte deren geringe Ausdehnung man noch an dem Straßenzug „Graben“ ablesen kann. ehemalige fränkische Königshof wurde um 1150 als der Grafen des fränkischen Hessengaus d. h. der ausgebaut. 1189 war Kassel erstmals als Stadt heutigen Sinne bezeugt. 1239 erneuert Landgraf Hermann der Jüngere von Thüringen einige Stadtrechte <ref>Heinrich Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte deutschen Städte im Mittelalter Erlangen 1863 S. 467-479 .</ref> und 1277 wird Kassel Hauptresidenz des Landgrafen Heinrich I. der neugeschaffenen Landgrafschaft Hessen. ist die Stadtgeschichte eng verflochten mit den der hessischen Regenten. Anfang des 16. Jahrhunderts sich Landgraf Philipp zu einem wichtigen Protagonisten der Reformation . Entscheidend prägte Landgraf Karl das Stadtbild ab 1700 durch seine barocken Bauprojekte wie die Karlsaue oder den Herkules .

Kurz nachdem der Landgraf von Hessen-Kassel 1803 zum Kurfürsten geworden war besetzten napoléonische Truppen die Stadt und machten Kassel 1813 zur Hauptstadt des neu gegründeten Königreichs Westfalen und Residenz von Napoleons Bruder Jérôme .

Am Ende des Krieges von 1866 Kurhessen das wie auch das Königreich Hannover auf der Seite Österreichs gestanden hatte Preußens annektiert.

Zwischen 1920 und 1925 war Philipp Scheidemann Oberbürgermeister der Stadt Kassel.

Am Abend des 7. November 1938 die Synagoge und andere jüdische Einrichtungen in Kassel verwüstet zwei Tage vor dem 9. November dessen Pogrome als Novemberpogrome in die deutsche Geschichte eingehen sollten.

Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs zerstörten mehrere Luftangriffe weite Teile der Bebauung und forderten viele Menschenleben. Das schwerste erlebte die Stadt am 22. Oktober 1943. dieser Nacht starben über 10.000 Menschen und % der Wohnhäuser wurden zerstört. Weil Kassel in den Altstadtbereichen eine Stadt mit vielen war wurde sie zum perfekten Ziel von im Rahmen der britischen Moral-bombing-Offensive. Durch den Massenabwurf von Phosphor- und Stabbrandbomben entstand durch in Brand gesetzte Holz ein Feuersturm wie z. B. auch in Dresden Hamburg Pforzheim und Darmstadt.

Die Bewerbung Kassels 1949 als neue der Bundesrepublik Deutschland war nicht erfolgreich. Neben Kassel hatten auch die Städte Bonn Frankfurt am Main und Stuttgart um den Regierungssitz beworben. Einer der Hauptgründe den die zur Prüfung der vier Bewerber gebildete Kommission ihrem Abschlussbericht für den Parlamentarischen Rat anführte war die exponierte Lage Kassels der damaligen innerdeutschen Grenze .<ref>siehe Bonner Geschichtsblätter Bd. XX Auseinandersetzungen um den vorläufigen Bonn 1967</ref> Kassel wurde dafür aber 1953 sowohl des Bundesarbeitsgerichts als auch des Bundessozialgerichts .

Als Begleitprogramm zur Bundesgartenschau von 1955 wurde von Arnold Bode documenta initiiert die sich seitdem zu der bedeutendsten Ausstellung moderner Kunst entwickelt hat.

Eingemeindungen

[[Datei:Kassel-wahlershausen-kirchditmold-v-wilhelmshoehe-n-no.jpg|miniatur|Blick vom Bergpark Wilhelmshöhe am Neuen Wasserfall nach Kassel-Kirchditmold (mit Kirche; im Hintergrund Kaufunger Wald;
nach NO ; 7. Dezember 2003)]] Ehemals selbständige Gemeinden Gemarkungen die nach Kassel eingegliedert wurden:
Jahr Orte Zuwachs in ha
1899 Wehlheiden 372
1906 Wahlershausen Kirchditmold Rothenditmold Bettenhausen 1.770
1926 Gutsbezirk Fasanenhof 142
1928 Gutsbezirk Oberförsterei Kirchditmold Wilhelmshöhe
Kragenhof Oberförsterei Elend
2.968
1936 Waldau Niederzwehren Oberzwehren Nordshausen
Harleshausen Wolfsanger
2.483

Einwohnerentwicklung

Hauptartikel: Einwohnerentwicklung von Kassel

1899 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Grenze von 100.000 Einwohnern wodurch sie zur Großstadt wurde. Bis 1939 verdoppelte sich diese auf 216.000 was den historischen Höchststand bedeutete. Juni 2005 lebten in Kassel nach Fortschreibung Hessischen Statistischen Landesamtes 194.176 Menschen mit Hauptwohnsitz. Regierungspräsidium Kassel Abteilung Regionalplanung rechnet bis 2020 einem Rückgang der Bevölkerungszahl auf 175.000.

Ausländeranteil

In Kassel leben ca. 23.300 ausländische (Daten von 2005) wobei die große eritreische zu beachten ist. Der Anteil an der beträgt 12 2 % und liegt damit dem Durchschnitt von etwa acht Prozent in Da allerdings generell ausländische Mitbürger wesentlich häufiger Großstädten über 100.000 Einwohnern leben als deutsche (47 % zu 29 % der jeweiligen ist der Ausländeranteil bezogen auf Städte dieser (etwa 15 % Ausländeranteil in Westdeutschland) unterdurchschnittlich.

Die Verteilung auf das Stadtgebiet ist unterschiedlich. So beträgt der Ausländeranteil im Jungfernkopf 9 % und in der Nordstadt 35 %.

Religionen

Christentum

Alt-Katholische Kirche
Die alt-katholische Gemeinde die nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem für die heimatvertriebenen Alt-Katholiken aus dem Sudetenland (Bistum Warnsdorf) gegründet wurde hat im Westen ihr Gemeindezentrum. Als Diaspora -Gemeinde erstreckt sie sich über ganz Nordhessen schließt den westlichen Teil Thüringens mit ein.

Baptisten
Eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde ( Baptisten ) gibt es in Kassel seit 1847. sind im Kasseler Stadtgebiet drei Baptistengemeinden tätig insgesamt 550 getauften Mitgliedern. Sie gehören zur Evangelisch-Freikirchlichen Vereinigung Hessen - Siegerland . In Kassel befindet sich der Verlag deutschen Baptisten der – nach seinem Gründer – als Oncken Verlag firmiert.

Evangelische Kirche
Kassel gehörte vor der Reformation zum Erzbistum Mainz . 1526 führte Landgraf Philipp in Hessen die Reformation ein. Zu des 17. Jahrhunderts verordnete der Landgraf von Hessen-Kassel Moritz der Gelehrte das reformierte Bekenntnis. Die Kirchenverwaltung der (reformierten) Kirche Hessen befand sich in Kassel doch wurden innerhalb des Landes Hessen-Kassel weitere Konsistorien (Kirchenverwaltungsbehörden) (1704 in Marburg später auch in Hanau ). Die Kasseler Behörde verwaltete die reformierten Ab 1731 wurde den Lutheranern ein eigener Gottesdienst und ein eigener zugestanden weil sich Hessen seinerzeit mit dem Schweden verbündet hatte. Erst nach dem Übergang Kurfürstentums Hessen an Preußen (1866) wurde 1873 ein einheitliches Konsistorium den gesamten Regierungsbezirk Kassel innerhalb der Provinz Hessen-Nassau eingerichtet (dagegen richtete sich die Hessische Renitenz ). 1907 kam es in der Folge Predigten des Evangelisten Heinrich Dallmeyer zu einer Erweckungsbewegung deren Auswüchse zur Ablehnung der aufkommenden Pfingstbewegung durch die evangelikale Gemeinschaftsbewegung führt (siehe Berliner Erklärung (Religion) und Kasseler Erklärung ). Die später mit „Evangelische Landeskirche in benannte Kirche vereinigte sich 1934 mit der Evangelischen Landeskirche in Waldeck zur Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck . Innerhalb dieser Landeskirche gehören die Kirchengemeinden – sofern sie nicht zu einer Freikirche gehören – zu den Kirchenkreisen Kassel-Mitte Kassel-Ost und Kassel-West (ab 1. Januar 2005: Stadtkirchenkreis Kassel ) des Sprengels Kassel.

Methodistische Kirche
Zudem ist in Kassel die Evangelisch-methodistische Kirche mit einer Gemeinde vertreten.

Neuapostolische Kirche
Die neue apostolische Gemeinde Cassel wurde 1. Februar 1900 gegründet und bezog ihr gemietetes Lokal in der Gießbergstraße 5. Dieses diente fortan als Versammlungsstätte der stetig wachsenden der Gläubigen und Gäste. Die Neuapostolische Kirche im Kirchenbezirk Kassel umfasst derzeit fünf und 10 Gemeinden in der Region mit über 2000 Mitgliedern.

Römisch-Katholische Kirche
Seit 1731 gab es auch wieder römisch-katholische Gemeindeglieder in Kassel und ab 1776 wieder Gottesdienste zugelassen zumal der damalige Landgraf Friedrich II. selbst römisch-katholisch geworden war. Der Anteil römischen Katholiken vergrößerte sich danach stets so sich bald wieder eigenständige Pfarrgemeinden bildeten. Diese seit 1821 zum Bistum Fulda . Innerhalb dieser Diözese gehören sie heute Dekanat Kassel innerhalb der gleichnamigen Region .

Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche
1873 wurde die Evangelisch-Lutherische St. Michaelisgemeinde Sie und weitere Kirchengemeinden traten aus Protest das unierte Konsistorium in Kassel aus der aus und schlossen sich zur Renitenten Kirche ungeänderter Augsburger Konfession in Hessen zusammen. Heute gehört die etwa 300 große Kirchengemeinde als altkonfessionelle Freikirche zum Kirchenbezirk der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche . Die Kirche wird auch als Althessische bezeichnet.

Judentum

Hauptartikel: Jüdisches Leben in Kassel

Islam

Es gibt in Kassel verschiedene islamische über das ganze Stadtgebiet verteilt. Im Jahr legte Oberbürgermeister Bertram Hilgen den Grundstein für Moschee für etwa 300 Gläubige auf dem Dem Projekt das dem Rathaus im Jahr vorgelegt worden war war eine kontroverse Debatte und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH|titel=Moscheebau: Der ruft bald in Kassel zum Gebet|url= http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/?em_cnt=1585592 |werk=FR-online.de|datum=28. August 2008|zugriff=29. Juli 2009}}</ref>

Mormonen

Es gibt eine Gemeinde der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten .

Unitarier

Es gibt eine Gemeinde der Unitarier.

Zeugen Jehovas

Es gibt mehrere Versammlungen der Zeugen Jehovas .

Politik

An der Spitze der Stadt Kassel der Rat. Die Bürgermeister vertraten die Gemeinde dem Rat. Die Zahl der Bürgermeister schwankte 4 und 8. Sie wurden von den und der übrigen Bürgerschaft bestellt. Die Bürgermeister Sitz und Stimme im Rat und überwachten Finanz- und Steuerwesen der Stadt. Im Königreich Westfalen standen ein Maire und ein Munizipalrat französischem Vorbild an der Spitze der Stadt. kurhessischer Zeit trat 1834 die hessische Gemeindeordnung Kraft. Danach hatte Kassel einen Oberbürgermeister und einen Bürgermeister als leitenden und vollziehenden Beamten neben der Stadtverordnetenversammlung als mitverwaltende Instanz.

Ergebnisse der Kommunalwahlen in Kassel

Stadtoberhäupter

(seit 1821)
  • 1821–1841: Carl Schomburg
  • 1842–1848: Nicolaus Ludwig Arnold
  • 1848–1863: Heinrich Wilhelm Hartwig
  • 1864–1875: Friedrich August Wilhelm Nebelthau
  • 1875–1892: Emil Weise
  • 1892–1898: Albert Westerburg
  • 1900–1912: August Müller
  • 1912–1913: Dr. jur. Ernst Scholz
  • 1913–1919: Erich Koch
  • 1919–1925: Philipp Scheidemann ( SPD )
  • 1925–1933: Dr. h.c. Hans Herbert Stadler
  • 1933–1945: Dr. Gustav Lahmeyer ( NSDAP )
  • 1945–1954: Willi Seidel (SPD)
  • 1954–1963: Dr. Lauritz Lauritzen (SPD)
  • 1963–1975: Dr. Karl Branner (SPD)
  • 1975–1991: Hans Eichel (SPD)
  • 1991–1993: Wolfram Bremeier (SPD)
  • 1993–2005: Georg Lewandowski ( CDU )
  • seit 22. Juli 2005: Bertram Hilgen

Wappen

Blasonierung : Das Wappen zeigt in Blau einen silbernen Schrägrechtsbalken. rechten Obereck befinden sich 6 und im Untereck 7 schräglinks gestellte silberne Kleeblätter. Die sind Blau-Weiß.

Bedeutung: Die Kleeblätter als Stadtzeichen sind seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar und zwar Wasserzeichen von Papier. Der Schrägbalken der früher als Wellenbalken zu sehen war ist ebenfalls dem 13. Jahrhundert nachweisbar und bezieht sich auf die Lage an der Fulda womit von einem „redenden“ Wappen spricht. Weshalb gerade Kleeblätter abgebildet sind lässt sich historisch nicht belegen ebenso wenig wie die Bedeutung der Hierüber gibt es unterschiedliche Ansichten. So sind einige Experten der Meinung der silberne Balken die Fulda die sechs im oberen und im unteren Teil des Wappens enthaltenen Kleeblätter die Zahl der Ratsherren auf den jeweiligen des Flusses. Eine andere Lesart die Kasseler früher lernten besagt dass die Kleeblätter Fischerhäuser und rechts der Fulda symbolisierten.

Städtepartnerschaften

Kassel unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten:
  • 20px Florenz Italien seit 1952
  • 20px Bezirk Tiergarten seit 1962 seit 2001 Bezirk Mitte von Berlin
  • 20px Mülhausen Frankreich seit 1965

Wirtschaft und Infrastruktur

Als ehemalige Residenzstadt wurde Kassel später und Behördensitz. Seit dem 19. Jahrhundert gibt vor allem Maschinenbau speziell Lokomotiv- und Waggonbau Rüstungsindustrie (Henschel-Werke Wegmann Credé Gerhard-Fieseler-Werke Junkers (Motorenbau Kassel) Bombardier); Komponenten des Transrapid werden in Kassel gefertigt. Ab 1935 einige Jahrzehnte große Kunstseidenproduktion (Spinnfaser AG).

Kassel wurde relativ spät durchgreifend industrialisiert ca. 1890) und hat seit den 1970er bedeutende industrielle Großbetriebe verloren. Dennoch ist Kassel einiger umsatzstarker Unternehmen z. B. die Erdgaslieferanten Wintershall und Wingas sowie der Kali Salz -Produzent [[K+S]]. Zwar ist das Volkswagenwerk Kassel die Gründung der Stadt Baunatal nun nicht mehr direkt in Kassel doch befindet sich unter anderem im Unternehmenspark Original Teile Center der Volkswagen AG .

Einen Namen machen sich Kassel und Region mit ihren Instituten Verbänden und Unternehmen Bereich der regenerativen Energien und Energieeffizienz wie zum Beispiel dem für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) dem Zentrum für Bauen e. V. (ZUB) der Gesellschaft für Energieverwendung (GRE) oder dem Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien Größtes Unternehmen im Bereich Photovoltaik ist die SMA Solar Technology.

Die Arbeitslosigkeit betrug im Dezember 2007 5 %.<ref> [1] 2. Januar 2008</ref>

miniatur|Straßenbahn auf der Oberen Königsstraße

Verkehr

Durch seine zentrale Lage ist Kassel zu erreichen. Die Stadt liegt an den Bundesautobahnen 7 44 und 49 und an Neubaustrecke Hannover–Würzburg des ICE-Netzes. Neben dem Fernbahnhof Kassel-Wilhelmshöhe verbindet die RegioTram über den Hauptbahnhof direkt das Regional-Schienennetz der Bahn mit dem der Kasseler Straßenbahn als S-Bahn -ähnliches System (Karlsruher Modell) das Stadtzentrum ist ohne Umstieg direkt aus dem Umland anzufahren. Innenstadt und viele angrenzende Gemeinden werden durch Straßenbahn Kassel sowie Busse erschlossen. Weiterhin befindet in Calden der Verkehrsflughafen der Stadt der ab durch einen Neubau ersetzt wird.

Siehe auch: Flughafen Kassel-Calden Nordhessischer Verkehrsverbund Herkulesbahn Hessencourrier Straßenbahn Kassel Halle-Kasseler Eisenbahn RegioTram

Straßen

  • Kassel liegt an den Bundesautobahnen 7 44 und 49.
  • Die Bundesstraßen 3 7 83 251 und 520 führen durch die
  • Die Wilhelmshöher Allee die von der Innenstadt zum Bergpark Wilhelmshöhe führt ist aufgrund ihres völlig gerade Straßenverlaufs die augenfällige Hauptachse der Stadt nicht deren meistbefahrene Straße.
  • Die sich im Osten an die Wilhelmshöher Allee anschließende Königsstraße stellt den Hauptteil der Fußgängerzone dar.

Eisenbahn

Durch den am 29. Mai 1991 und zuvor neu errichteten Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe der an der Neubaustrecke Hannover-Würzburg errichtet wurde ist Kassel über verschiedene an das ICE-Netz mit den folgenden Städten

Darüber hinaus ist Kassel auch an Netz aus InterCity -Linien angeschlossen. Bis ins Jahr 2006 wurde Kassel auch von verschiedenen InterRegio -Linien angefahren.

Der als Kopfbahnhof am Nordwestrand der Kasseler Innenstadt erbaute der seit der Fertigstellung des Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe neben der Funktion als Bahnhof auch Veranstaltungszentrum Kulturbahnhof fungiert wird vom Regionalverkehr und ein IC-Linien bedient. Im September/Oktober 2005 begannen dort baulichen Maßnahmen zur Anbindung des Kasseler Stadtgebiets die RegioTram welche im August 2007 beendet

Omnibus und Straßenbahn

Die Stadt verfügt über ein für Größe verhältnismäßig leistungsfähiges Straßenbahn - und Busnetz. Die von der städtischen Verkehrs-Gesellschaft betriebenen Bahnen fahren teilweise bis ins zum Beispiel nach Baunatal und Hessisch Lichtenau. Ein weiterer Ausbau mit dem Stadtbahnsystem RegioTram statt das Ende 2006 seinen aufgenommen hat. Die Streckenlänge wird dann eine von 122 km haben. Bis 1966 gab es Bahnlinie zum Herkules .
Die Stadt gehört dem Nordhessischen Verkehrsverbund

Flughafen

Über den nordwestlich der Stadt liegenden Kassel-Calden kann die Kasseler Region mit kleinen Flugzeugen angesteuert bzw. verlassen werden. Der potentielle des vorhandenen Flughafens steht in der Diskussion Planfeststellungsverfahren abgeschlossen Ausbau genehmigt) weil er für Wirtschaft Kassels von Bedeutung ist aber die durch erhöhte Emissionen belasten könnte was jedoch noch nicht ist. Bislang wird ein Check-in am Vorabend den etwa 80 km entfernten Flughafen Paderborn/Lippstadt im Kassel angeboten.

Hafen

Ferner hat Kassel einen Hafen ; ab hier ist die Fulda ein Quellfluss der Weser als Schifffahrtsweg (durch Schleusen und Wehre reguliert) auf der Flussstrecke bis Hann. Münden durch Dampfer (Ausflugsverkehr) und Freizeit- und nutzbar.

Innenstadt

[[Datei:Königsplatz _Kassel.jpg|miniatur|Der Königsplatz auf einer alten Die Kasseler Innenstadt mit Fußgängerzone beruht auf völlig neuen städtebaulichen Entwurf der räumlich am der 1943 schwer zerstörten Fachwerk-Altstadt und der Residenzstadt errichtet wurde. Diese Neuplanungen gehen auf 1950er Jahre zurück und nehmen auch frühere des NS-"Wiederaufbaustabs" auf sie brechen weitgehend mit historischen Stadtbild. Einige der kulturgeschichtlich hervorgehobenen und den Krieg gekommenen Bauten wurden zur Umsetzung Planungen in der Nachkriegszeit abgerissen andere ließ während des Krieges der lokale "Speer-Wiederaufbaustab" sprengen. der Stadtregierung wurde politisch-administrativ durch die Verweigerung Wiederaufbau-Genehmigungen gegenüber den zuvor mehrheitlich in ihren Geschäftshäusern tätig gewesenen Altbesitzern die Umgestaltung ermöglicht. die Altbesitzer zwischenzeitlich unter wirtschaftlichem Druck geraten Aufkauf ihrer Grundflächen durch kommunale und landeseigene nicht mehr widerstanden konnte die Bildung von durchgesetzt werden.

Das propagierte Leitbild der Neuerrichtung der war das der "autogerechten Stadt" Fußgänger wurden Kreuzungsbereich als Störgröße für den Autoverkehr durch Schaffung von unterirdischen Querungsmöglichkeiten ausgeschaltet. Mit der der Treppenstraße wurde die erste Fußgängerzone Deutschlands am Ort der vom Speer-Wiederaufbaustab Aufmarschroute vom Hauptbahnhof zum Friedrichsplatz umgesetzt. Nach Bau des ICE-Bahnhofs Kassel-Wilhelmshöhe verloren sowohl Hauptbahnhof faktisch ein Regionalbahnhof als auch die Treppenstraße an Publikumsfrequenz.

Andererseits kam im Bereich des Pferdemarkts NS-Architektur zur Ausführung die ursprünglich für Landstädte zu kolonialisierenden Osten entwickelt worden war.

Signifikant ist auch die Veränderung der des Innenstadtbereichs. Von ehemals etwa 80.000 Einwohnern den 1930er Jahren zu nur noch etwa Einwohnern heute - auf der gleichen Grundfläche.

Konkurrierende Wiederaufbauplanungen des damaligen hessischen Landeskonservators mit dem Planungsinstrument der "historisch kritischen Rekonstruktion" die alte Stadtstruktur als auch die Anforderungen zukunftsfähigen Verkehrsplanung berücksichtigten wurden hingegen politisch nicht

Seit Ende der 1980er Jahre hat Geschäftsstruktur der Innenstadt deutliche Veränderungen durch neue bzw. „Shopping Malls“ und überregionale Filialketten bei Zurückdrängung des eingesessenen lokalen Einzelhandels erfahren. Auch Kassel wurde zuvor in Konkurrenz zum Geschäftsbereich Innenstadt im „Speckgürtel“ und auf der „grünen der Bau von Einkaufszentren zugelassen. Dieser Rahmen die weitere Verdrängung traditionell ansässiger aber vergleichsweise Geschäfte und es stellte sich im Innenstadtbereich beliebige die jeweilige Geschäftslandschaft der Großfiliallisten abbildende mit wenig lokalem Bezug ein. Soziale Randgruppen zwischenzeitlich durch polizeiliche Maßnahmen aus dem öffentlichen zurück gedrängt.

In den 1990er Jahren wurde der der 50er-Jahre-Stadt eingeleitet. Die Stadt wurde vor im Bereich der Anlieferungshöfen in der zweiten (z. B. Neue Fahrt) durch neue Geschäftsgebäude auch einem gewissen Wohnanteil nachverdichtet. Bei dem Bau Finanzzentrums im Jahr 2007 an der Kreuzung - der gebauten Ikone moderner Verkehrsplanung der Jahre - fiel als besonders qualitätvolle Architektur 1950er Jahre das alte Polizeipräsidium dem Abriss

Mit der Planung und Einführung der wurde 2007 durch einen Gleistunnel unter dem das Schienennetz der Deutschen Bahn mit dem Kasseler Straßenbahn verbunden. Und es kommen nun Regiotramzüge zum Einsatz die über Land auf Schienennetz der DB als Nahverkehrszug operieren und der Innenstadt den Passagier ohne Umstieg als ans Ziel bringen.

Medien

Die hessische Landesmedienanstalt (Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und Medien) hat ihren Sitz in Kassel.

Die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) ist die einzige in Kassel erscheinende Tageszeitung . Ihr Inhaber die Verlagsgruppe von Dirk hat über den Erwerb der HNA von Dierichs-Gruppe hinaus auch gleichsam den vom ehemaligen kontrollierten regionalen Kleinanzeigen- und Werbemarkt übernommen.

Zweimal in der Woche wird das Extra-Tip an alle Kasseler Haushalte verteilt. Es sich nur durch Kleinanzeigen und Werbeeinnahmen und über einen kleinen stark umstrittenen redaktionellen Teil.

Wöchentliche Anzeigenzeitung ist die Paperoni mit Verbrauchertipps und regionalen Informationen und die jeden Freitag in rund 1200 Geschäften täglichen Bedarfs im Umkreis von ca. 50 km kostenlosen Mitnahme ausgelegt wird.

Der Cass’ler ein über regionale Themen und Kultur Stadtjournal liegt ebenfalls frei aus und ist über 500 Auslagestellen verfügbar.

Das (K)Magazin erscheint monatlich und berichtet über kulturelle der Region Nordhessen.

Seit 2004 erscheint monatlich die von IG Metall herausgegebene Nordhessische Neue Zeitung die in Betrieben und Wohngebieten kostenlos wird.

Außerdem gibt es seit 2006 mit kassel-zeitung eine nichtkommerzielle freie Onlinezeitung zur Ergänzung bestehenden Medien.

Verschiedene Rundfunksender haben Studios in Kassel. Hessische Rundfunk betreibt hier sein Studio Kassel und sein Radioprogramm hr4 direkt aus Kassel. Hit Radio FFH hat sein Nordhessenstudio im Haus der und der Radiosender Radio Bob sendet hessenweit der Friedrich-Ebert-Straße. RTL Television betreibt im Stadtgebiet eine Nebenstelle.

Der Radiosender Freies Radio Kassel und Fernsehsender Medienprojektzentrum Offener Kanal Kassel (empfangbar im und digitalen Kabel überregional) sind zwei nichtkommerzielle

Behörden und öffentliche Einrichtungen

Kassel ist Sitz folgender Einrichtungen Institutionen Körperschaften des öffentlichen Rechts

Bundesebene

  • Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.
  • Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kassel
  • Spitzenverband der landwirtschaftlichen Sozialversicherung
  • Kreiswehrersatzamt zuständig für die kreisfreie Stadt sowie für die Landkreise: Kassel Höxter Hersfeld-Rotenburg und den Schwalm-Eder-Kreis.

Landesebene

  • Deutsche Rentenversicherung Hessen
  • Landesbetrieb HESSEN FORST
  • Landesbetrieb Hessisches Landeslabor Standort Kassel
  • Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk (Abk.: Hessen)
  • Hessische Landesfeuerwehrschule
  • Landeswohlfahrtsverband Hessen (Abk.: LWV Hessen)
  • Hessisches Amt für Versorgung und Soziales
  • Landesbetrieb Landwirtschaft
  • Justizvollzugsanstalten Kassel I Kassel II und III

Gerichte

  • Bundessozialgericht
  • Hessischer Verwaltungsgerichtshof
  • Hessisches Finanzgericht
  • Sozialgericht Kassel
  • Oberlandesgericht Frankfurt/Main mit den Zivilsenaten Kassel
  • Landgericht Kassel
  • Staatsanwaltschaft Kassel
sowie andere Gerichte mit Sitz in Kassel machen die zu einem Rechtspflegestandort von überregionaler Bedeutung.

Kirchen

Sonstige

Bildung und Forschung

Die 1970 als Gesamthochschule Kassel (GhK) Universität Kassel nahm mit dem Wintersemester 1971/72 Lehrbetrieb auf. 2002 wurde der Name in Kassel geändert. An 14 Fakultäten studieren etwa 19.000 Studenten. Innerhalb der befindet sich in Teilautonomie die 1777 gegründete Kassel. Es bestand bereits zwischen 1633 und in Kassel eine Universität ein politisch bedingtes der Philipps-Universität Marburg . Auch die im 19. Jahrhundert bestehende Gewerbeschule (Polytechnikum) an der u. a. die Chemiker Buff Ludwig Mond Friedrich Wöhler und Robert Bunsen lehrten und forschten kann teilweise als der Kasseler Universität angesehen werden.

Forschungszentren und Institute

  • Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES)
  • Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) Projektgruppe Kassel
  • Forschungszentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG)
  • Internationales Zentrum für Hochschulforschung Kassel (INCHER)
  • ISET - Institut für Solare Energieversorgungstechnik

Auf einem Gelände am Naturschutzgebiet Dönche sich die Hessische Landesfeuerwehrschule (HLFS). Hier werden und -frauen aus ganz Hessen aus- und

Eines der ältesten Kasseler Gymnasien ist 1779 gegründete Friedrichsgymnasium. Die Offene Schule Waldau 2006 einer der Preisträger des Deutschen Schulpreises.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

[[Datei:FridericianumBeuys kasselgalerie de.jpg|miniatur|„Stadtver wald ung“: Eiche von Joseph Beuys vor dem Museum Fridericianum bei Nacht]] Kassel.jpg|miniatur|Ausschnitt der Bebauung des Schlosses an der miniatur|Überblick über das Schloss an der Orangerie Kassel.jpg|miniatur|Staatstheater Kassel]]

Bauwerke

Hauptartikel: Kunst- und Baudenkmäler der Stadt Kassel

In der Innenstadt sind aufgrund der und der Nachkriegs- Stadtplanung nur noch wenige historische Gebäude erhalten:

Die evangelische Brüderkirche ist das älteste der Stadt. Im Gebiet der Innenstadt befinden weitere historische Baudenkmäler. Zusammen mit dem Renthof dem Rondell Martinskirche mit den markanten Türmen der Nachkriegszeit Ottoneum Marstall Ruine des Zeughauses Karlshospital Ruine der Garnisonkirche vereinfacht wiederaufgebaute Karlskirche Fridericianum Zwehrenturm (zeitweilig als Sternwarte genutzt) Altan des ehemaligen Roten Palais der alten Lutherkirche mit modernem Beton-Neubau und Grabdenkmälern des Altstädter Friedhofs.

Im Stadtteil West ( Volksmund : „Vorderer Westen“) von Kassel finden sich Jugendstil -Gebäude; dabei handelt es sich zumeist um mit vielfältig gestalteten Fassaden.

Die Architektur der 1950er ist mit Gebäuden vertreten zum Beispiel: Kopfgebäude des Hauptbahnhofs Hotel Hessenland Haus der Jugend Treppenstraße Altes (2007 abgerissen).

Theater

Bereits im 16. Jahrhundert lassen sich englischer Schauspielgruppen am Kasseler Hof nachweisen. Unter Landgraf Moritz wurde 1605 das Ottoneum vollendet das erstes feststehendes Theatergebäude Deutschlands gilt. Moritz erhoffte eine Reform des deutschen Schauspiels die allerdings Der Schwerpunkt blieb weiterhin beim englischen Lustspiel. Beginn des Dreißigjährigen Kriegs kam der Theaterbetrieb 1621 in Kassel Erliegen. Erst Landgraf Karl ließ das ehemalige Ballhaus am Stadtschloss Komödienhaus umbauen nachdem auch der Marstall des gelegentlich für Opern und Komödien genutzt wurde. erhielt Kassel sein erstes Opernhaus . Es entstand aus dem von Landgraf II. angeregten Umbau eines fürstlichen Palais am Opernplatz. 1909 wurde an der südöstlichen Seite Friedrichsplatzes ein monumentaler Neubau errichtet der 1959 den Neubau Paul Bodes abgelöst wurde. Der des Staatstheaters Kassel ist Thomas Bockelmann. Das des Staatstheaters gilt als eines der ältesten und findet seine erste Erwähnung 1502 als

Neben dem Staatstheater gibt es in zahlreiche Kleinkunstbühnen und Laientheater.

Musik

Kassel verfügt über beachtliche private sowie geförderte Musikeinrichtungen. Als Beispiele sind zu nennen: Staatsorchester Kassel (am Staatstheater) der Bärenreiter-Verlag der Musik der Universität Kassel die Musikakademie die geförderte Musikschule Kassel e.V. der Kammermusikverein das im Kutscherhaus das Dock 4 das Kulturzentrum der Förderverein Kasseler Jazzmusik das Rockbüro Kassel & Brass-Band Kassel 1967 g.V. der Musikbunker der für Musik und Kultur e. V. die Kantorei der Kasseler Bachchor das Collegium Vocale an Marien Kassel und andere.

Archive

In Kassel finden sich mehrere Archive. städtischer Trägerschaft gibt es das Documenta-Archiv und Stadtarchiv Kassel. Hinzu kommt das Archiv des und das Landeskirchliche Archiv der evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck.

Museen und Galerien

Hauptartikel: Museen in Kassel

Die Stadt Kassel verfügt über eine von bedeutenden Museen und Galerien. Grundlage der heutigen Museumslandschaft Kassel waren die Sammlungen der Landgrafen und von Hessen-Kassel . Das Fridericianum am heutigen Friedrichsplatz gilt der erste öffentliche Museumsbau auf dem europäischen

Bibliotheken

Die Universitäts-Bibliothek Kassel ist ein Bibliothekszusammenschluss Landes- und Murhardbibliothek der Stadt Kassel und eigentlichen Bibliotheken der Universität.

Die Stadtbibliothek ist mit zahlreichen Zweigstellen das Stadtgebiet verteilt.

[[Datei:WasserspieleKasselNachts kasselgalerie de.jpg|miniatur|Wasserspiele mit Kaskaden und Herkules (Bergpark Wilhelmshöhe) ]] miniatur|Blick von Süden auf den Lac ; im Hintergrund Schloss Wilhelmshöhe

Gärten und Parks

Bergpark Wilhelmshöhe

Der Bergpark Wilhelmshöhe der sich im westlichen Stadtgebiet Kassels Habichtswald befindet ist eine Parkanlage von Weltgeltung besonderer Schönheit. Darin befinden sich das Schloss Wilhelmshöhe die Löwenburg (Kassel) und der Herkules das Wahrzeichen der Stadt.

Um 1700 wurde der Bergpark von Karl als barocke Parkanlage begonnen. Im 18. und 19. wurde er teilweise zu einem englischen Landschaftsgarten umgestaltet. In den Sommermonaten finden dort wöchentlich die sehenswerten Kasseler Wasserspiele statt.

Kurios: Bevor es auf Avus und Rennen gab fuhren Idole wie Caracciola Jörns oder Rosenberger 1923-1927 im Bergpark um den Bergpreis von Kassel. 1951-1954 belebten diese Tradition die erste hessische Bundesgartenschau von 1955 beendete diese Aktivitäten. Seit erinnern Oldtimerrennen wieder an diese vergessene Zeit.

Die Parkausläufer ragen in den Stadtteilen Wilhelmshöhe Kirchditmold und Harleshausen z.T. deutlich in städtische Gebiet hinein. Diese Waldzungen dienen seit den in den Nordhessischen Waldgebieten ansässigen Waschbärenpopulationen Einfallswege und führen zu erheblichen Irritationen im Bausubstanzschädigung und Abfall- / Müllentsorgung. Kassel wird auch international als [[#"Europäische Hauptstadt der Waschbären"|Waschbärenhauptstadt]] bezeichnet.

[[Datei:Kassel Orangerie.jpg|miniatur|Die Orangerie in der Karlsaue]]

Karlsaue und Fuldaaue

In der Kasseler Fulda - Niederung befinden sich die Karlsaue und die Gemeinsam bilden diese beiden unmittelbar benachbarten Parks der größten innerstädtischen Parkanlagen und eines der parkartigen Naherholungsgebiete Deutschlands in dem 1955 (Karlsaue) und (Karls- und Fuldaaue) jeweils eine Bundesgartenschau stattfand.

Die Karlsaue befindet sich im Gebiet Stadtteils Südstadt sie ist eine ursprünglich barocke innerstädtische Parkanlage am westlichen Fuldaufer die an die Innenstadt von Kassel bzw. an Friedrichsplatz heranreicht. Die historisch äußerst beeindruckende Parkanlage auf dem flachen Gelände einer ehemaligen Fuldainsel wurde beinhaltet zahlreiche künstlich angelegte Gewässer wie Seen und Gräben die die barocke Grundkonzeption Anlage heute noch veranschaulichen. Auf chaussierten Wegen man die Anlage durchwandern. Über Fußgängerbrücken gelangt in die Fuldaaue. In der Karlsaue befindet die Orangerie mit dem Museum für Astronomie Technikgeschichte und dem Marmorbad. Die Blumeninsel Siebenbergen im Sommer mit reichhaltiger Blumenpracht auf.

Die Fuldaaue – gebräuchlicher Buga nach Bundesgartenschau – befindet sich der Karlsaue am Fuldaufer gegenüber. Sie wurde zur Bundesgartenschau 1981 dem Gelände alter Kieswerke angelegt. Die modern Parkanlage beinhaltet einen großen künstlich angelegten See nördlicher Teil als Naturschutzgebiet abgegrenzt ist. In dem Naturschutzgebiet brüten seltene Vögel während sich auf dem südwestlichen Teil der Anlage viele Bürger treffen – zu baden grillen sowie Sport zu treiben.

Die Buga liegt im Stadtteil Waldau ist eine städtische Anlage während die Karlsaue Staatspark ist und vom Land Hessen unterhalten

miniatur|Das Wahrzeichen des Volksfestes Zissel der am Rondell

Brauchtum und Spezialitäten

Zu den kulinarischen Spezialitäten zählt nach vieler Kasseler Bürger das Weckewerk ein aus hergestelltes Nahrungsmittel sowie die Ahle Wurscht (hochdeutsch: Alte Wurst) und der traditionelle Eine in ganz Hessen beliebte Essensbeilage ist Griene Soße (hochdeutsch: Grüne Soße). Kasseler ist allerdings Kasseler Spezialität sondern nach dem Berliner Metzger benannt worden.

Die Einwohner der Stadt unterscheiden sich zwischen Kasselern Kasselanern und Kasselänern. Der Kasseler lediglich ein Zugezogener während der Kasselaner in geboren ist. Kasseläner darf sich nur nennen beide Elternteile bereits Kasselaner oder Kasseläner waren.

Kasselänern zu folgen die sich auf Kasselänerisch unterhalten kann sich für Auswärtige als erweisen.

  • „Gehädd dä Rädde däh?“ (= Gehört Hund dir/Ihnen?)
  • „ ’s schicket!“ (= Es reicht Es ist genug!)
  • „alszus grade uss“ (= Immerzu geradeaus)
  • „Wiste dann au ’n Stück Kuan?“ Willst du auch ein Kuchenstück?)
  • „widden wecke?" (= Willst du ein
  • „s reint!" (= es regnet!)

Das allsommerliche Fest am Fuldaufer der ist in der ganzen Region bekannt. Er Alt und Jung entweder magisch an oder sie langanhaltend. Ebenso wie der Glowesabend ein zum Nikolaustag.

„Europäische Hauptstadt der Waschbären“

miniatur|Verbreitung der Waschbären in Deutschland Eine der Kasseler Fauna ist die hohe Besiedlungsdichte Waschbären . Nachdem 1937 am Edersee Waschbären ausgesetzt worden waren haben diese etwa 1960 die Wälder um die Stadt danach auch das Stadtgebiet selbst besiedelt. Galten Kleinbären zunächst als Neozoen so werden sie insbesondere in Nordhessen zur einheimischen Fauna gerechnet. Die Besiedlungsdichte in liegt sogar noch höher als in Großstädten ihrem natürlichen Habitat in Nordamerika . In den in Waldnähe gelegenen Stadtteilen Sichtungen ganzer Waschbärgruppen in der Abenddämmerung häufig. Untersuchungen gehen im Stadtgebiet von einer Besiedlungsdichte 60 und 140 Tieren pro km² aus etwa 10.000 Waschbären in Kassel. Damit ist die mit Abstand größte urbane Kleinbärenpopulation Europas. (in der Vergangenheit fruchtlose) Bejagung im Stadtgebiet seit Jahren nicht mehr statt.

Großveranstaltungen

miniatur|Die Stadthalle Kassel während der Connichi
  • Sommer – alle 5 Jahre: documenta – Weltausstellung für zeitgenössische Kunst (erstmals
  • März/April: Frühjahrsmesse auf dem neuen Messeplatz
  • April/Mai: Tag der Erde Straßenfest mit Ständen zu Umweltthemen und
  • Mai/Juni: Das Stadtfest in der Innenstadt (erstmals 29. Juni bis 6. Juli
  • Juni: Askina-Fest der Leichtathletik im Auestadion
  • Juni/Juli/August: Internationale Konzertreihe im Kulturzelt an der Drahtbrücke
  • Juli/August: Zissel – das Kasseler Volksfest auf und am Auedamm
  • Juni/Juli: Wilhelmshöhe Open – Hessens größtes Tennisturnier
  • August: Wehlheider Kirmes
  • September: (meist erster Samstag): Museumsnacht (erstmals 11.-12. September 1999)
  • September: Connichi – Anime- und Manga - Convention
  • September: Internationales Theaterfestival im Staatstheater
  • September: Wilhelmshöher Berg- und Lichterfest im Bergpark Wilhelmshöhe
  • Oktober: Kasseler Musiktage
  • Oktober: Casseler Freyheit
  • November: Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest
  • November/Dezember: 2 Weihnachtsmärkte in der Innenstadt

[[Datei:Kassel-auestadion-nordtribuene-n-no.jpg |miniatur|Auestadion: nördliche Seitentribüne von der (SW n. NO ); 6. Dez. 2003; KSV Hessen–Wörsdorf 2:1

Sport

Fußball

Der KSV Hessen Kassel bzw. dessen Fußballabteilung ist seit jeher ein Publikumsmagnet und auf eine lange und bewegte Vergangenheit zurückschauen.

1945 gegründet spielte der Verein ab der 1980er Jahre mit Ausnahme der Saisons und 1988/89 in der 2. Bundesliga. 1997 der Konkurs und die Abstufung bis in die Der Verein wurde daraufhin 1998 wiederbegründet und vier mal in Folge bis in die auf. In der Saison 2005/06 gelang schließlich Aufstieg in die Regionalliga.

[[Datei:Eissporthalle kassel.jpg|miniatur|rechts|Eingang zur Eissporthalle Kassel]] [[Datei:25112006118 Auestadion ist die Heimspielstätte des KSV Hessen und jährlich Austragungsort des „Askina Sportfestes“]] [[Datei:Kassel f s.jpg|miniatur|rechts|Die Fulda bietet vielfältige Möglichkeiten für Wassersportler ]]

Eishockey

Die Kassel Huskies waren 1994 Gründungsmitglied der Deutschen Eishockey Liga und spielen mit Ausnahme der Saisons und 2007/08 seitdem in der obersten deutschen Den größten Erfolg feierten die Huskies 1997 als deutscher Vizemeister. Nicht weniger gefeiert aber als das Team unter der Leitung Stéphane Richer am 25. April 2008 nach Jahren Abstinenz wieder in Deutschlands Eliteliga zurückkehrte. Heimspiele trägt das Team in der Eissporthalle am Auestadion aus.

Handball

Handball ist traditionell sehr beliebt in Nordhessen insbesondere Kassel. Neben dem SVH Kassel (Harleshausen) seit Jahren für erfolgreichen Handball aus der steht und zurzeit in der Regionalliga spielt auch der Bundesligist MT Melsungen seine Heimspiele in der Rothenbachhalle aus.

Leichtathletik

In Kassel sind zahlreiche Leichtathletikvereine ansässig. Der Schwerpunkt liegt hier vor im Bereich Mittel- und Langstreckenlauf was insbesondere die Aktivität des ehemaligen Marathon -Bundestrainers Winfried Aufenanger zurückgeht.

Wichtige regelmäßige Leichtathletikveranstaltungen sind das im stattfindende internationale Askina-Leichtathletiksportfest im Kasseler Auestadion der Citylauf mit internationaler Besetzung im Mai sowie Kasseler-Berglauf zum Herkules . Am 10. Juni 2007 fand die des Kassel-Marathons statt.

2010 findet im Auestadion die deutsche statt.

Wassersport

Wassersportler und -vereine sind in Kassel der Nähe zur Fulda und des angeschlossenen „ Buga “-Geländes reichlich vertreten. Vor allem das Rudern gehört zu den beliebten Wassersportarten. Viele unterhalten Bootshäuser am Ufer der Fulda und entsprechende Aktivitäten an.

Eine Zeit lang ruderte der mehrfache Olympiasieger im Einer Marcel Hacker in Kassel.

Zudem gibt es den Motoryacht-Club (MYC) sowie den Hochseesegelverein (HVK) Kassel. Etwas nördlich im Stadtgebiet außerdem ein Hafen. Die DLRG (StV Kassel) ist ebenfalls an der und in der Fuldaaue beheimatet.

Tischtennis

Der ESV Jahn Kassel gehörte im Tischtennis viele Jahre lang zu den führenden in Nordhessen. Die Herrenmannschaft spielte seit 1954 der Oberliga (damals die höchste deutsche Spielklasse) seit 1988 in der 2. Bundesliga. 2005 der Abstieg in die Regionalliga. 2007 löste die Abteilung auf und schloss sich mit SVH Kassel zusammen.

Tennis

Eine weitere beliebte Sportart in Kassel Tennis . Hier sind vor allem die „Wilhelmshöher das größte regionale und einzige Weltranglistenturnier Nordhessens erwähnen.

Sonstige Sportarten

  • Mit den Kassel Titans einem American Football -Team des TSV 1891 Oberzwehren kommt der aktuelle Meister der Landesliga aus Kassel.
  • Der Herkules Baseball Club (auch Herkules Kassel ) ist der einzige städtische Baseball-Club und momentan in der hessischen Verbandsliga.
  • Der Bowling-Sportverein Kassel (BSV) ist mit mehreren Mannschaften in den hessischen Landesligen als auch in Bundesliga mit dem aktuellen Meister (Club „Finale vertreten.
  • Der größte Kampfsportverein Kassels ist Rot-Weiss Kassel . Weitere Kampfsportvereine sind der PSV Grün-Weiss bei denen unter anderem Judo Ju-Jutsu Karate oder auch Tai-Chi angeboten werden sowie das Karateteam Kassel aus Bettenhausen was besonders durch seine hervorsticht.
  • Der Hockey Club Kassel (HCK) bietet neben Hockey auch Lacrosse .
  • Auf dem Golfplatz in der Wilhelmshöhe der Golf Club Kassel ansässig.

Wichtige Persönlichkeiten

Siehe Liste der Ehrenbürger von Kassel und Liste der Söhne und Töchter der Stadt .

Literatur

  • {{Meyers Online|9|592}}
  • Hessisches Städtebuch; Band IV 1. Teilband aus Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages hrsg. Erich Keyser Stuttgart 1957
  • Kasseler Musikgeschichte . Hg. v. Andreas Wicke. Gudensberg 2004

Quellen

<references />

Siehe auch

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Weblinks

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Kategorie:Ort in Hessen Kategorie:Kreisfreie Stadt in Kategorie:Ehemalige deutsche Landeshauptstadt Kategorie:Ehemaliger Residenzort in Hessen Universitätsstadt

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