Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. (lat.: castratus = entnehmen entkräften) Als Kastration wird üblicherweise die operative Entfernung oder der Geschlechtsdrüsen bezeichnet eine verbreitete Praktik in der Tiermedizin (Sauschneider). Kastration ist jedoch auch die der Hoden z.B. durch ionisierende Strahlung (benötigt eine Gesamtdosis von ca. 10-12 Gray ) oder die Unterdrückung der Spermienproduktion durch ("chemische Kastration").
Beim Menschen hat eine Kastration vor Pubertät nicht nur ein Ausbleiben des Stimmbruchs Folge sondern auch ein verändertes Wachstum und Ausbleiben der männlichen Körperbehaarung. Im Erwachsenenalter können Fettleibigkeit Antriebsarmut eine Veränderung der Behaarung und Libidoverlust auftreten.
Historisch wurde in der gesamten Geschichte allen Kulturen die Kastration an Männern durchgeführt: Feinden Sklaven und Knaben um ihre hohe zu erhalten - eine Praktik die noch vor 150 Jahren regelmäßig in Italien angewandt Berühmtes Beispiel ist Farinelli der italienische Kastratensänger dem vor einigen ein Film gewidmet wurde.
Der Spadone ist in seltenen Fällen zum Beischlaf fähig aber zeugungsunfähig. Bei ihm die Samenstränge durchtrennt oder die Hoden so verletzt dass sich eine Erektion nur selten einstellt.
Der Kastrat ist nicht zum Verkehr hat aber durchaus sexuelles Verlangen da ihm die Hoden nicht jedoch das Glied entfernt sind. Offenkundig werden noch hinreichend Sexualhormone produziert.
Der Eunuch ist vollkommen verschnitten und keinerlei Begierden.
Bei Frauen ist die Verwendung des "Kastration" nicht üblich verwendet man ihn dennoch ist darunter eine Entfernung der hormonproduzierenden Eierstöcke verstehen.
Eine ohne Einwilligung vorgenommene Kastration ist als gefährliche Körperverletzung. Die Einwilligung kann bei Körperverletzung jedoch gegen die guten Sitten verstoßen daher für die Rechtswidrigkeit der Tat bedeutungslos sein.
Die Kastration kann dazu führen dass Sexualstraftäter gegen den Unterbringung in Sicherungsverwahrung angeordnet ist nicht mehr als gefährlich ist. Gemäß § 67 d Abs. 2 StGB kann dann eine Aussetzung zur Bewährung in Betracht kommen.
Wird der Penis eines Mannes gewaltsam durch einen Unfall entfernt ist dieser Mann kastriert worden.
"Vielleicht sollten die Frauen den Männern Eier abschneiden damit auf der Erde wieder Paradies entstehen kann. Die Männer würden ruhiger und sensibler mit ihrer Umwelt umgehen. Ohne ständigen Ausstoss von Testosteron gäbe es keinen Krieg kein Töten Rauben keine Vergewaltigungen ."
(UN-Sonderbotschafterin Waris Dirie in ihrem internationalen "Wüstenblume" Seite 346 der Taschenbuchausgabe.