Für den Harnblasen-Katheterismus verwendet man je Bedarf Einmal- oder Dauer- bzw. Verweilkatheter. Die können Dank eines Selbsthaltemechanismus in Form eines ihre Position beibehalten ( siehe Abb .). Die in der Abb. genannten Katheter-Bezeichnungen sich auf die Ausformung der Katheterspitzen.
Während für eine kurzfristige Harnableitung über Tage ein über die Harnröhre eingeführter transurethraler Dauerkatheter verwendet werden kann sollte für die Dauerableitung ein suprapubischer Dauerkatheter verwendet werden der oberhalb des Schambeins die Bauchdecken hindurch in örtlicher Betäubung in Blase eingebracht wird.
Jeder Blasenkatheter - ob suprapubisch oder - führt nach wenigen Tagen zu einer Keimbesiedlung der Harnblase . Dies ist normal nicht vermeidbar und therapiebedürftig. Eine antibiotische Behandlung wegen eines Bakteriennachweises im Urin Infektionssymptome stellt einen Fehler dar: Schon bald Absetzen des Antibiotikums kehren die Keime wieder werden durch neue resistentere Keime ersetzt. Jeder bahnt Bakterien den Weg von außen nach Wichtig ist daher die reichliche Flüssigkeitszufuhr die zu einem natürlichen Spüleffekt beiträgt.
Wenn möglich sollte grundsätzlich auf Dauerkatheter definitive Harnableitung verzichtet werden. Windeln oder Vorlagen bei entsprechender Hautpflege und genügender Wechselfrequenz vorzuziehen eine weitgehend restharnfreie Spontanentleerung gewährleistet ist. Bei Restharnwerten ist ein wiederholter Einmalkatheterismus oder Selbstkatheterismus die gefürchteten Infektionen der oberen Harnwege zu vermeiden. Der damit verbundene hohe und Material-Aufwand lässt allerdings diese gesicherten Erkenntnisse den meisten Fällen als theoretisch und nicht in den Hintergrund treten.
Näheres über die Indikation von Dauerkathetern bei bestimmten Blasenentleerungsstörungen ist unter Überlaufinkontinenz zu erfahren.