Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Das Kausalprinzip geht von der Annahme aus dass der Ereignisse der realen Welt eine Abhängigkeit derart besteht dass ein Ereignis F von einem anderen Ereignis U Der Charakter dieses Prinzips kann sowohl deterministisch als auch statistisch sein.
Die kausale Abhängigkeit ("U ist die Ursache von F" bzw. "F ist die Folge von U") wird wie folgt beschrieben:
Ohne U tritt F nicht ein kein U dann auch kein F)
Wenn U erfolgt dann erfolgt immer F
U erfolgt zeitlich vor F (u. nur geringfügig früher aber jedenfalls früher)
In einer abgeschwächten Form kann eine beiden Beschreibungen 1. oder 2. entfallen. So die kausale Aussage "wenn es regnet wird Straße nass" nicht umgedreht werden: Eine nasse kann auch andere Ursachen haben z. B. gebrochene Wasserleitung.
Auch kann die Ursache U1 möglicherweise in Kombination mit weiteren Ursachen U2 U3 die Folge F auslösen.
Die Kausalität ist eine Interpretation keine Tatsache. Beobachtbar ist lediglich dass (bisher!) immer wenn A auftrat auch B auftrat. Beispiel: es blitzt folgt ein Donner. Die beiden können in einer Kausalbeziehung stehen (A ist Ursache von B). Es könnte aber auch gemeinsame Ursache V geben die sowohl A auch B verursacht. Drittens könnte es Zufall daß die beiden Ereignisse A und B gemeinsam beobachtet werden. Viertens könnte es sein durch unterschiedliche Übermittlungsgeschwindigkeiten B eigentlich vor A stattfand und die Ursachenbeziehung ist.
In einer extremen Auslegung des Kausalprinzips davon ausgegegangen dass es keine spontanen (ursachelosen) Ereignisse gibt. Diese Überlegung führt der Religionsphilosophie zu der Frage nach dem " unbewegten Beweger " ( Gott ) der in der Ursachenkette am absoluten steht.