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Kawwana


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Kawwana (Kawanna) Plural Kawwanaot (Kawwanoth); hebräisch : Hingabe Intention Ziel Gebet

Inhaltsverzeichnis

Kawwana im Judentum allgemein

Kawwana bezeichnet die Hingabe im Gebet meditative Versenkung. Sie kann beim freien Gebet aber auch einen Text aus der Thora oder dem Sohar zum Ausgangspunkt nehmen. Kantor versuchte oft beim Synagogengesang die Gemeinde Erinnerungsmotive zur Besinnung auf den verborgenen Hintersinn Textes zu bewegen. Spätestens seit Salomon Sulzer es zum Ideal die Kawwana als transzendente beim Gebet auf die Gemeinde zu übertragen in bloße Virtuosität zu verfallen.

Kawwana bei Isaak Luria

Auch für den Kabbalisten Isaak Luria die Kawwana die Hingabe beim Gebet. Sie einerseits ein mystischer Akt andererseits aber stets hin zur Magie . Sein Kawwana-Gebet hat nun die Intention ursprüngliche Einheit Gottes und der Schöpfung zu restituieren und steht im Kontext Lurias Idee des Tikkun.

Kawwana - Kirche des Neuen Aeons e.V.

Geschichte

Die Kawwana- Kirche ist eine "Neue religiöse Gemeinschaft" die Massenmission anstrebt. Ihre öffentliche Geschichte beginnt 1996 mit dem Eintrag beim Amtsgericht München endet einstweilen am 6. Januar 2003 mit Erklärung ihres Vicarius Thorwald Dethlefsen auf der Epiphanias-Veranstaltung die Kirche habe Auftrag weithin erfolgreich erfüllt und sei darum der Welt Assiah in die höhere Welt versetzt worden.

Zwischen 1999 und 2003 führte Kawwana unter der Leitung des Dethlefsen und seiner Stellvertreterinnen Kerstin Dethlefsen und Stargalla mit etwa 40 engeren Mitarbeitern insgesamt halböffentliche Großveranstaltungen durch sieben in München zwei in Wien . Es nahmen zwischen 300 und 900 Gäste und einige spontane Besucher teil. Schätzungsweise 1000 Personen traten mit der Symmachia einem der Kirche bei und bleiben ihr auch 2003 verbunden.

Seit 1998 errichtet Kawwana einen Tempel des Höchsten Gottes in München am

Der Plan der Kawwana-Kirche ein großes in München in einer alten Fabrikanlage an Plinganserstraße zu etablieren scheiterte an Verwaltungsauflagen

Traditionen und Vorgeschichte

Der Name ist Programm. Die Kabbalah nach Isaak Luria (s.o.) ist eine der Kawwana-Kirche. Thorwald Dethlefsen sagte: "Ich bin Guru ich habe einen Guru." Dieser sei von dem zeitweise auf der Kawwana-Homepage verkündet "Der Ari lebt!"

Die westliche Esoterik ist eine weitere Quelle. Thorwald Dethlefsen sich 1974-90 einen Namen als Esoterik-Autor und wie als Reinkarnationstherapeut weit über die deutschsprachigen Länder hinaus. Glaube an Wiedergeburt der Umgang mit Symbolen Astrologie Alchemie Tarot Magie gehören zu den Grundlagen der Kirche das Polaritätsgesetz oder das Resonanzprinzip .

Der Mythos spielt seit jeher eine große Rolle Dethlefsen. 1989 erschien sein Werk " Ödipus der Rätsellöser" eine Auseinandersetzung mit dem in seiner Beziehung zu Kult Religion und griechischer Tragödie . Die Tragödie versteht Dethlefsen als Kult eine kollektive Psychotherapie durch die Katharsis bewirkt. Die Kawwana-Kirche ist als solche neuer Mythos. Ihre Ausdrucksweisen und Dogmen sind Ihre Rituale stellen Dramatisierungen von Mythen dar. eher abstrakt-philosophische Denken der Esoterik tritt nun zugunsten von mythologischen Personalisierungen. Es heißt nun mehr Gott sei der All-Eine das Tao Er ist einerseits En-Sof andererseits offenbart er als "Der Höchste Gott" auf der Suche seiner verlorenen "Schechinah". Statt von "Gut und ist nun vom "Schattengott Jaldabaoth" 555 Teufeln und dem "Todesbaum" als Gegenspielern des Lebensbaumes die Rede.

Einfluss auf die Kawwana-Kirche hat Dethlefsens zu dem Wahlschweizer Oskar Rudolf Schlag der ab 1930 zum Sprachrohr des Geistwesens A. = Anupadaka wurde. Erst nach Schlags Tod 1990 man mit der Publikation der Protokolle. Dethlefsen Schlags geistiges Erbe an etliche Mitglieder des folgten ihm andere halten ihn für einen Schlag bzw. Atma äußern sich zu sämtlichen esoterischer Philosophie v.a. Tarot Zahlensymbolik östliche Weisheit Yoga griechische Mythen Initiationen. Das Chrysaor-Ritual die Jahreszeitenfeste und das Avatar-Dogma basieren besonders deutlich Schlag als Quelle einer Neuoffenbarung.

Lehren der Kawwana-Kirche: Dogma

Dethlefsen referierte die Kawwana-Lehre 1999/2000 bei "Dogma"-Trilogie von insgesamt rund zwölf Stunden Dauer. entfaltete er ein höchst komplexes System das den "Elf Grundpfeilern" kristallierte:

  • 1. Der Höchste Gott (Er offenbart sich sind v.a. der Impuls an die Juden Abraham bis Luria und nun die Kawwana-Kirche als zweiter Impuls der an die antike Welt im Mythos)
  • 2. Die Schechinah (als weibliche Seite Gottes Schechinah-Licht)
  • 3. Der Avatar (als der kommende Gott den Narrenweg geht)
  • 4. Magie ("Magie ist Leben")
  • 5. Heilige Lehre
  • 6. Die vier Welten (Assiah Jetzirah Briah
  • 7. Der Rückweg (aus Malkuth in Assiah zu Aziluth)
  • 8. Das Böse (objektives und subjektives Böses; Jaldabaoth der
  • 9. Licht und Wort (Die lichte Seite Lebensbaum Wort ist Licht in anderer Offenbarung)
  • 10. Der Tod (Entscheidungssituation Gericht Bardo eventuelle Reinkarnation )
  • 11. Der Neue Aeon ("Der Höchste trat Königsherrschaft an näher kam er unserer Welt je zuvor. Sein Sohn nahm an des Kleid...")

Ethik

Das Buch "KAWWANA" (2003) enthält eine zu " Moral " und eine Ethik der sieben Schritte "Transmutationes".

Zitat : "Moral ist nicht mehr als die einer Gruppe eines Volkes einer Zeit einer auf gemeinsame Spielregeln. Spielregeln erleichtern ein gemeinsames (...) Sobald man jedoch vergisst dass die dem Spiel dienen und beginnt die Regeln Reglementierung der anderen zu benutzen und mittels Moral dafür sorgt dass alle die keine zum Mitspielen haben ein schlechtes Gewissen entwickeln verkehrt sich der Sinn der und der Spass wird durch Zwang Muffigkeit Enge ersetzt. Deshalb darf Moral niemals mit Wahrheitsanspruch gepaart werden. Moral ist ein Ausdruck Zeit und deshalb der Wandlung unterworfen. KAWWANA aus diesem Grunde keine Moral - wir bereit die unterschiedlichsten Spielregeln anzuerkennen so lange Regeln dem Spiel dienen und nicht allzu genommen werden. KAWWANA erzieht den Menschen durch nicht durch Verhaltensvorschriften. Misstraut den vielen Geboten Verboten - habt Mut zum Leben in seiner Vielfalt ohne dabei die Verantwortung für das Ganze abzulegen!"

Die Transmutationsethik ist eine Verantwortungsethik keine Ethik des Handels sondern eine des Seins. Sie überschreitet aber jede Ethik hin zur Mystik :

  • 1. Wandle Gier in Lebensfreude
  • 2. Wandle Angst in Rhythmus
  • 3. Wandle Zweiungstrieb in Liebe
  • 4. Wandle Hybris in Demut
  • 5. Wandle Irrwissenswahn in Weisheit
  • 6. Wandle Welt in Kirche
  • 7. Wandle im Angesicht des Höchsten!

Rituale / Sakramente

Die Kawwana-Kirche führte gemäß ihrer Konzeption Alchemie Kabbalah und Magie bei ihren Großveranstaltungen Rituale durch die entweder als passiver Zuschauer auf sich wirken konnte oder als aktiver Adept absolvierte ( Initiation ).

  • "Chrysaor oder die Enthüllung des Gorgonenhauptes" (Okt. Dez. 1999 Okt. 2000; Heilige Lehre: Perseus - Mythos nach Oskar Rudolf Schlag Ritual als Stationenweg durch den Kabbalistischen Lebensbaum analog zur katholischen Krankensalbung
  • "Dionysikon" (Okt. 1999 Dez. 1999 Okt. 2000; in der Tradition des Dionysos - Kultes )
  • "Anabasis" (Okt. 1999 Dez. 1999 Okt. 2000; basierend auf lurianischer Lichtmystik; u.a. werden insgesamt Weltreligionen/Konfessionen und 20 Sekten magisch behandelt)
  • "Silvester 1999/2000 und Epiphanias am 6.1.2000 (zum Millennium wird die Herabkunft des Avatars (3. eingeleitet Gott begegnet seiner Schechinah der Avatar gezeugt. Zitat: "Die Kirche Kawwana ist ein für den Avatar."
  • "Jahreszeiten-Zyklus": ein Festkreuz zu den vier Sonnenstandsfesten 2002 jeweils mit " Agape "- Sakrament (ausgeteilt wird zum Mahl eine Weinbeere Dionysos - Symbol )
    • Frühlings-Tagundnachtgleiche in Wien: Geburt der Kirche Kawwana "Widder"
    • Sommer-Sonnenwende in München: Erwachsenen-Dasein die "Schechinah"
    • Herbst-Äquinox in Wien: Alter und Tod der Kawwana Bardo-Ritual mit "Symmachia"
    • Winter-Sonnenwende 2002/Epiphanias 6.1.2003: Versetzung der Kirche nach (eine Art Himmelfahrt ) mit einem Salz-Ritual und Symmachia
  • Symmachia: Das Wort bedeutet Mit-Kampf.
    • Es handelt sich um eine Kawwana- Taufe die den Symmachianten zum Kirchenmitglied initiiert. beiden Symmachia-Rituale in Wien und München 2002/2003 rund 1000 Menschen wahr. Laut Dethlefen kann dem 6.1.2003 eine individuelle Symmachia absolviert werden dass die Zahl der Mitglieder der Gemeinschaft gestiegen ist.
    • Zentrales Wort ist ein Schlag-Zitat: "Tat wam - Sei ein Schwert!" Dieses sollte nicht werden als Aufforderung zur Militanz sondern zum gegen das Böse in sich selbst oder den Bösen (Jaldabaoth Todesbaum 8. Grundpfeiler).

Literatur

  • KAWWANA. (Privatdruck) 2002; Impressum: Kawwana - Kirche Neuen Aeon Thorwald Dethlefsen Ainmillerstr. 35 80801
  • Chaim Bloch: Das himmlische Urteil. Kabbalistische Legenden . Mit einer Einleitung herausgegeben von Manfred LVH 2001 ISBN 3-7859-0841-5
  • Oskar Rudolf Schlag : Die Lehren des A. Würzburg : 1998ff. (angelegt auf 22 Bände); Bd 1: alten und neuen Mysterien ISBN 3-932004-32-9
  • Gershom Scholem : Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen. suhrkamp taschenbuch wissenschaft
  • Angelika Koller: Thorwald Dethlefsen die Reinkarnationstherapie und Norderstedt: Books on Demand Sommer 2004 ISBN 3-8334-0970-3

Weblinks



Bücher zum Thema Kawwana

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