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Kempten


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Wappen Karte

Basisdaten
Bundesland : Bayern
Regierungsbezirk : Schwaben
Kreis : Kreisfreie Stadt
Fläche : 63 29 km²
Einwohner : 68.000 (01/2004)
Bevölkerungsdichte : 1074 Einwohner/km²
Höhe : 665 m ü. NN
Postleitzahlen : 87435 87437 87439
Vorwahl : 0831
Geografische Lage : 47° 43' 60" n. Br.
10° 19' 02" ö. L.
KFZ-Kennzeichen : KE
Amtlicher Gemeindeschlüssel : 09 7 63 000
Adresse der Stadtverwaltung Rathausplatz 29
87435 Kempten (Allgäu)
Website: www.kempten.de
E-Mail-Adresse: poststelle@kempten.de
Politik
Oberbürgermeister : Ulrich Netzer
Mehrheits partei : CSU

Kempten im Allgäu ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Schwaben in Bayern und zählt zu den ältesten Städten Deutschlands . Sie dient als zentral gelegenes Oberzentrum der umliegenden Ferienregion Allgäu als Schul- Verwaltungs- und Handelszentrum. Von Bedeutung ist die Milchwirtschaft. Kempten liegt ca. m bis 915 m über NN am Alpennordrand an den Ufern der Iller etwa 50 km vom Bodensee und km von München entfernt. Mit einem Bahnanschluss seit 1852 der A7 am östlichen Stadtrand und den Bundesstraßen B12 und B19 ist die Verkehrsanbindung Lande recht gut. Mit nur einem Sportflugplatz 6 km südlich der Stadtgrenzen und der schiffbaren Iller gibt es keinen Luft- und Im Jahre 1977 wird die Errichtung einer Fachhochschule in Kempten beschlossen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Antike

Die Geschichte Kemptens reicht zurück bis in die Zeit vor der römischen Eroberung Alpenvorlandes (um 15 v.Chr.). Allerdings fehlen bislang archäologische Zeugnisse über eine größere Siedlung bereits vorrömischer Zeit. Als gesichert gilt dagegen die der römischen Stadt Cambodunum etwa ab der der Eroberung der Gegend durch die Truppen Drusus und Tiberius also ab etwa 15. v.Chr. In 18 n.Chr. erschienenen 4. Buch des Geografen Strabon wird die bestehende keltische "Polis Kambodounon" schriftlich bezeugt. Über einer Furt durch die Iller auf dem rechten Hochufer gelegen entwickelt daraus die römische Stadt Cambodunum. Möglicherweise fungierte im ersten Jahrhundert auch als Hauptstadt der Provinz Rätien bevor das neu gegründete Augsburg diese Funktion übernahm. Nach der Blütezeit 2. Jahrhundert n.Chr. ist die Entwicklung der allmählich rückläufig.

Mittelalter

Die etwa 740 begründete Missionszelle des Ortes ist ab 752 beständig von St. Gallener Mönchen bewohnt. wird 774 von Karl dem Großen als eigenständige Abtei bestätigt (gemäß klösterlichen Fälschungen aus dem 12. Jhdt. auf Drängen seiner Gemahlin der Hildegard). Im Laufe der Jahrhunderte erhielt sie Herrschaft über beträchtliche Teile des Umlandes und Kern eines sich zu einer eigenen Siedlung Wirtschaftsanwesens. König Friedrich II . belehnt 1213 den Abt des Stiftes mit der Grafschaft Kempten .

Die Teilung Kemptens in eine dem direkt unterstellte Siedlung und ein unmittelbar daran selbstständiges Stiftskloster führt zu ständigen Auseinandersetzungen zwischen Reichsbürgern und dem Fürstabt. Die wirtschaftliche Grundlage Ortes ist der vom Reich geschützte Fernhandel Salz sowie mit lokal gefertigten Leinenstoffen und Die erfolgte Erhebung zur " Stadt " des reichsunmittelbaren Teils Kemptens belegt erstmals 1289 ein Dokument König Rudolfs I. welches dem Stift Übergriffe auf Eigentum Rechtsstand der Reichsstadt und Ihrer Einwohner verbietet. vollständige Unabhängigkeit vom katholischen Kloster erwirbt die erst 1525 mit dem "großen Kauf". Der durch Bauernkrieg auf Bargeld angewiesene Abt veräußert darin gegen 32.000 Gulden alle verbliebenen herrschaftlichen Rechte in der an die Bürger. Damit ist zugleich der frei für den Wechsel der Reichsstadt zur Reformation während die mittlerweile stark angewachsene Stiftssiedlung katholisch bleibt. Im dreißigjährigen Krieg helfen die beiden Hälften der Doppelstadt auch mehrfach den jeweils aufgezogenen Streitkräften die Hälfte zu verheeren. Zudem schlägt in dieser die Pest zwei Mal fürchterlich zu. Im Jahr 1635 ist die Stadt von vormals etwa auf eine Bevölkerung von gerade noch 900 Im Jahre 1775 ist Kempten Schauplatz des letzten Hexenprozesses deutschem Boden. Maria Anna Schwegelin wird als Hexe zum Tode durch Verbrennen verurteilt. Seit 1635 behinderte die Rivalität und immer wieder mit resultierenden wirtschaftlichen Schäden eine nachhaltige Erholung Doppelstadt. Erst mit dem Zuschlag der Stadt des Stiftes zum Staatgebiet Bayerns 1802 durch Napoleon wird Kempten zu einer einheitlichen Stadt die nötigen Verwaltungsakte dafür brauchen wenige Jahre kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen aber viele Jahrzehnte.

Neuzeit

Der wirtschaftliche Aufschwung und die Urbanisierung die industrielle Revolution wird in Kempten gebremst durch den der ansässigen Leinenmanufakturwirtschaft infolge der starken Konkurrenz Weltmarkt. Im Allgäu wechselt der Flachsanbau allmählich heute bekannten Grünlandwirtschaft und damit zur industriellen Käseproduktion. Die verändert sich unter Nutzung des vorhandenen Know-Hows der Wasserkraft der Iller vom Verlags- und hin zur Industriellen Baumwollverarbeitung. Die benötigte Technik zur Entwicklung feinmechanischer Maschinenbaufabriken. Der Holzreichtum lässt Produktionen zu den bereits bestehenden Papiermühlen entstehen. Relativ früh entwickelt sich im dazu der Tourismus als weiteres Wirtschaftsstandbein.

Die Randlage in Bayern und die große Vielfalt in der Wirtschaft sorgen seitdem eine allmähliches aber stetes Wachstum und für Auswirkungen von Kriegen und Krisen bis Heute.

Berühmte Menschen aus Kempten

  • Prof. Dr. Ernst Mayr (geb. 5. Juli 1904 in Kempten)

Sehenswürdigkeiten

  • St. Mang Kirche
  • Rathaus
  • Kornhaus (mit Allgäu-Museum)
  • Marstall (mit Alpinmuseum und Alpenländischer Galerie)
  • St. Lorenz Basilika
  • Archäologischer Park Cambodunum

Weblinks

Literatur

  • Czysz Wolfgang u.a. (2001): Die Römer in Bayern . Stuttgart.
  • Czysz Wolfgang (1995): Kempten und das Allgäu [= Führer zu den archäologischen Denkälern 3]. Stuttgart.
  • Weber Gerhard [Hg.] (2000): Cambodunum - Kempten. Erste Hauptstadt der Provinz .


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