Als Kieferklauenträger Fühlerlose oder Cheliceraten (Chelicerata) wird eine von Gliederfüßern (Arthropoda) bezeichnet die sich durch den einer spezifisch umgewandelten Extremität des zweiten Kopfsegmentes Diese als Cheliceren bezeichneten Extremitäten stellen bei ihnen die Extremitäten des Körpers dar eine Antenne (wie bei den Krebstieren und den Tracheentieren vorkommt) fehlt ihnen.
Zu den Cheliceraten gehören weltweit etwa Arten darunter die Pfeilschwanzkrebse und die zu den Spinnentieren gehörenden Skorpione Webspinnen Weberknechte und Milben . Auch die ausgestorbenen Seeskorpione die die größten jemals gelebten Gliederfüßer gehören in diese Gruppe. Bis auf die und die Asselspinnen leben alle rezenten Arten Gruppe auf dem Land oder sind nachträglich ins Wasser gegangen (etwa die Wassermilben oder Wasserspinne).
Die Kieferklauenträger stellen eine sehr formenreichen innerhalb der Gliederfüßer dar; aus diesem Grunde es schwierig gemeinsame Merkmale der Tiere zu Als wichtigstes gemeinsames Merkmal besitzen sie die erwähnte Cheliceren die am zweiten Kopfsegment entspringen über die Nervenversorgung da alle Kopfglieder verschmolzen Das nächste Extremitätenpaar stellt bei den Pfeilschwanzkrebsen das erste Laufbeinpaar dar bei allen anderen übernimmt es als Pedipalpen andere Aufgaben. Die folgenden 4 Beinpaare bei allen Gruppen primär als Laufbeine ausgebildet.
Der Körper der Kieferklauenträger ist meist in einen Vorderkörper ( Prosoma ) und einen Hinterleib ( Opisthosoma ). Alle oben aufgeführten Extremitäten sowie die Sinnesorgane befinden sich bei den Tieren am die Extremitäten des Hinterleibs sind meist vollkommen und haben gänzlich andere Funktionen (Geschlechtsorgane Spinndrüsen Im Opisthosoma sind die Verdauungsorgane die inneren und das Schlauchherz untergebracht.
Ursprünglich hatten die Fühlerlosen Komplexaugen diese jedoch nur noch bei den Pfeilschwanzkrebsen vorhanden. anderen Gruppen besitzen maximal 5 Paar Einzelaugen.
Auch bei der Fortpflanzung gibt es Variationen. Da die meisten Arten landlebend sind es sehr häufig eine innere Befruchtung durch Strukturen (etwa bei den Spinnen bei denen männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane wie beim Schlüssel-Schloss-Prinzip passen). Die Männchen anderer Gruppen wie etwa Skorpionen sowie die meisten Milben legen Spermienpakete Spermatophoren ) ab die von den Weibchen aufgenommen
Gemeinhin werden die Kieferklauenträger als Schwestergruppe Mandibeltiere ( Krebstiere und Tracheentiere ) betrachtet.
Die verwandtschaftlichen Beziehungen innerhalb der Cheliceraten noch weitgehend ungeklärt und Gegenstand kontroverser Diskussionen. über die Einordnung der morphologisch stark abgewandelten ist man sich nicht einige doch auch der Spinnentiere gibt es mehrere alternative Auffassungen. Hier das klassische phylogenetische System nach Weygoldt und (1979) dargestellt welches allgemein am ehesten akzeptiert