Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die Kinetik ist wie die Thermodynamik ein Teilbereich der physikalischen Chemie . Sie beschäftigt sich mit dem zeitlichen einer chemischen Reaktion. Die Kinetik unterteilt sich zwei Teilbereiche; die Mikrokinetik und die Makrokinetik . Während die Mikrokinetik sich lediglich mit zeitlichem Ablauf einer Reaktion beschäftigt wird in Makrokinetik der Einfluss von makroskopischem Wärme- und mit einbezogen. In diesem Artikel soll nur die Mikrokinetik eingegangen werden.
Die grundlegende Größe mit der in Kinetik gearbeitet wird ist die Reaktionsgeschwindigkeit. Sie an wieviele Teilchen pro Zeit in einer Reaktion umgesetzt werden. Diese Geschwindigkeit hängt dabei vielen Faktoren ab. Je nach zugrunde liegendem gibt es unterschiedliche Möglichkeiten die Reaktionsgeschwindigkeit zu
Ein wichtiger Faktor der zu berücksichtigen ist die Konzentration der vorliegenden Stoffe. Je mehr Teilchen einem Volumen vorliegen desto mehr Kollisionen werden pro Zeiteinheit vorkommen. Da eine nur stattfinden kann wenn zwei Teilchen miteinander steigt die Reaktionsgeschwindigkeit also mit der Konzentration Edukte .
Wenn eine Reaktion folgenden Typs vorliegt
<math>A \rightarrow B + C</math>
so gilt für die Hinreaktion das
<math>v_R = - \frac{\delta c_A}{\delta t}</math>
wobei <math>v_R</math> die Reaktionstionsgeschwindigkeit <math>\delta c_A</math> Abnahme der Konzentration des Stoffes A und t</math> die verstrichene Zeit ist. Diese Reaktionsgeschwindigkeit die Durchschnittsgeschwindigkeit der Reaktion da die einzelnen Moleküle hiervon abweichende Geschwindigkeiten haben können.
Da die Abnahme der Edukte der Zunahme der Produkte entsprechen muss außerdem
Hier handelt es sich um katalytische radioaktive Zerfallsprozesse. Die Reaktionsgeschwindigkeit ist abhängig von Konzentration des zerfallenden Stoffes.
Die meisten bimolekularen Reaktionen in flüssigem festem Medium folgen dieser Kinetik. Allerdings gibt einen Sonderfall bei dem einer der Rektanden einem sehr hohen Überschuß vorliegt so dass Konzentrationsänderung über die Zeit der Reaktion verschwindend ist. Das ist zum Beispiel der Fall Wasser sowohl Reaktionspartner als auch das Lösungsmittel (z.B. bei einer Esterhydrolyse). In diesem Fall die Reaktionsgeschwindigkeit den Gesetzmäßigkeiten einer Reaktion erster Da es sich aber trotzdem um eine Reaktion handelt spricht man von Reaktionen pseudoerster
RGT-Regel (Reaktionsgeschwindigkeit-Temperatur-Regel): Wird die Temperatur für eine Reaktion um 10 °C erhöht dann erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit um das 2- bis 3-fache.
Mathematisch und physikalisch wird dies mit Ansatz von Arrhenius begründet. Nach diesem kann die Temperaturabhängigkeit Reaktionsgeschwindigkeit mit einer Exponentialfunktion beschrieben werden. Wie schon beschrieben lautet die Bestimmungsgleichung für eine zweiter Ordnung:
<math> v=k\cdot[A]\cdot[B] </math>
Die Temperaturabhängigkeit ist in der sogenannten enthalten denn es gilt hier die Arrhenius-Gleichung . Die Geschwindigkeitskonstante <math>k</math> ist nur dann Konstante solange die Temperatur nicht verändert wird.