Schlesinger wuchs in Berlin Prenzlauer Berg auf. Sein Vater Expeditionsgehilfe beim Ullstein Verlag galt seit dem Kriegsende als verschollen wurde später für tot erklärt. Schlesinger absolvierte bis 1957 eine Ausbildung als Chemielaborant und daneben 1956-57 ein Studium als Chemieingenieur in das er abbrechen musste. Danach arbeitete er Lebensmittelchemiker und 1958-64 als Chemielaborant am Institut Virologie der Berliner Charité.
1964-65 nahm er an einem Kurs literarischen Reportage bei der Zeitschrift Neue Berliner (NBI) unter Leitung des in der DDR Schweizer Journalisten und Schriftstellers Jean Villain teil. Teilnehmer u.a. Landolf Scherzer Axel Kaspar Anne Gert Prokop ). 1965 wurde er bei der NBI Nach einem Verfahren wegen Urheberrechtsverletzung wurden seine Arbeiten bis 1968 nicht mehr veröffentlicht.
1968-71 hatte Schlesinger einen Fördervertrag beim Verlag Rostock für die Fertigstellung seines Romans "Michael" . 1972 absolvierte Schlesinger einen Fernkurs am Literaturinstitut "Johannes R. Becher" in Leipzig und wurde 1973 Mitglied DDR-Schriftstellerverbandes.
Ein Projekt eine Anthologie junger DDR-Autoren unter dem Arbeitstitel "Berliner Geschichten" im Selbstverlag zu veröffentlichen geplant gemeinsam Ulrich Plenzdorf und Martin Stade wurde von der Staatssicherheit durch gezielte "operative Maßnahmen" zerschlagen. Schlesinger wurde seit dieser Zeit der Staatssicherheit observiert.
1974/75 organisierte Schlesinger mit Bettina Wegner mit der er 1970 bis 1982 war zunächst die Veranstaltungsreihe "Eintopp" mit Literatur Musik und Gesprächen bis ihrem Verbot und danach die Reihe "Kramladen" die "aus technischen Gründen" von staatlicher geschlossen wurde.
Daraufhin übersiedelte er 1980 mit einen Reisevisum nach Westberlin. Dort war er 1982 1992 aktiv in der Hausbesetzer -Szene (Potsdamer Straße).
2000 wurde Schlesinger Mitglied der Akademie Künste und erhielt den Erich-Fried-Preis (Laudator: György Dalos ). Am 11. Mai 2001 starb er Berlin an Leukämie.
"Michael" Roman Rostock 1971 (1972 unter dem "Capellos Trommel" im Benziger Verlag Zürich)
"Hotel oder Hospital" Reportage Rostock 1973
"Alte Filme" Erzählungen Rostock und Frankfurt/M. 1975
"Berliner Traum" Erzählungen 1977
"Leben im Winter" Erzählung Frankfurt/M. 1980
"Matulla und Busch" Kurzroman Frankfurt/M. 1984
"Fliegender Wechsel. Eine persönliche Chronik" Frankfurt/M. und Rostock 1990
"Berliner Geschichten. "Operativer Schwerpunkt 'Selbstverlag'". Eine Autoren-Anthologie" Herausgegeben von Klaus Schlesinger Ulrich Plenzdorf Martin Stade. Frankfurt/M. 1995
"Die Sache mit Randow" Roman Berlin 1996
"Von der Schwierigkeit Westler zu werden" Publizistik. Prosa. Berlin 1998