Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Das Kloster Haydau liegt in der Gemeinde Morschen im Schwalm-Eder-Kreis in Hessen .
Im Jahre 1232 überfielen der Landgraf von Thüringen und Feldhauptmann Friedrich von Treffurt die Mainzer Stadt Fritzlar . Sie erstürmten Fritzlar und verbrannten die samt Peterskirche. Zur Buße bot Friedrichs Familie Propst Gumbert aus Fritzlar ihre Stiftung um Heide also Haydau an. Am 23. Januar 1235 bestätigte Propst Gumbert diese Übergabe an Zisterzienserinnen. In der Mitte des 14. Jahrhunderts sich Kloster Haydau nicht nur zum geistig sondern auch zum wirtschaftlichen Zentrum entwickelt an die Landgrafen Städte und Dörfer verpfändet hatten. 1527 mit der Einführung der Reformation fand es sein Ende als Kloster wurde ab dann als landgräfliches Jagdschloss genutzt. Beginn des 17. Jahrhunderts fanden unter Landgraf von Hessen umfangreiche Baumaßnahmen statt. In Folge Umbaus enstand der sogenannte Engelsaal über dem Refektorium im Südflügel. Der Engelsaal beeindruckt mit prachtvollen Kamin und einer mit Engeln Wolken Blumengebunden bemalten Decke. 1685 wurden unter Landgraf Karl von Hessen Umgestaltungen vorgenommen und die Orangerie die man dem Architekten Paul du zuschreibt erbaut. Das Kloster Haydau wurde 1830 landwirtschaftliche Domäne; diese Nutzung blieb bis 1940 . Ab 1982 wird das Herrenhaus saniert und zum Rathaus der Gemeinde Morschen. Seit 1985 wird auch das Kloster in einem gesichert und saniert.
Geschichtlicher Überblick
723 Errichtung der Kapelle Haydau durch Bonifatius urkundlich nicht belegte Überlieferung.
1234 / 35 Bau des Zisterzienserinnenklosters durch Ritter Hermann Treffurt-Spangenberg. Erste Äbtissin wird Gertrud von Leimbach Vertraute der hl. Elisabeth von Thüringen . Kloster brennt während einer Fehde nieder.