Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Das 1123 erbaute Kloster Kamp war das erste Zisterzienserkloster auf deutschem Boden.
Kloster Kamp liegt auf einem Hügel Berg) auf dem Gebiet der Stadt Kamp-Lintfort . Der Name der Stadt leitet sich vom Kloster her. Südlich des Klosters führt Fossa Eugeniana entlang.
Vom ursprünglich romanischen Bau ist nicht bekannt er soll aber wohl kein Querhaus haben ebensowenig wie der Bau aus den 1410 - 1415 welcher im Truchsessischen Krieg zerstört wurde. Neubau aus dem 17. Jahrhundert umfasst noch den Chor des Vorgänderbaus. Innere der Kirche beherbergt Gegenstände und Formen den vorherigen Jahrhunderten viel Ursprüngliches ist durch besonders aber durch die Säkularisierung unter französischer Herrschaft verlorengegangen. Von Aussen sind die Zwiebeltürme an der Ostfront das markanteste Zeichen Kirche ebenso wie der Dachreiter. Die Überhöhung sakralen Ostens ist ein außergewöhnliches Stilelement um Bedeutung des sakralen Bereichs zu unterstreichen. Normalerweise der für die weltliche Macht und steht im Westen. Im Nordosten schließt sich eine Marienkapelle an aus dem Jahr 1714 an.
Am 23. Januar 1123 wurde von Friedrich I. Erzbischof von Köln die Stiftungsurkunde für das Kloster ausgestellt dieser beauftragte seinen Bruder Arnulf aus dem Morimont in Frankreich das Kloster zu gründen. Heinrich ein Bruder machte sich mit einer Gruppe von Mönchen auf den Weg an den Niederrhein . Am 31. Januar 1123 (nach dem damals vorherrschenden Julianischen Kalender 1122 ) wurde das Kloster errichtet. Die Mönche unter anderen Reliquien auch die der Heiligen Agatha mit dort heute noch zu besichtigen ist.
Da die Zisterzienser ihre Niederlassungen normalerweise Tälern oder ebenen Gebieten errichtet hatten wird dass ihre erste Niederlassung ganz in der des späteren Klosters errichtet worden war. Unter zweiten Abt Theoderich wurden landwirtschaftliche Betriebe (Grangien) anderem in der Nähe von Kalkar und Voerde errichtet.
Das ganze Gebiet war zu damaliger allerdings noch Sumpflandschaft und unter dem dritten Gierard wurde wohl mit dem Bau der wegen Hitze und Mücken auf einem ganz der Nähe liegenden Hügel dem Kamper Berg
Sechs Jahre nach der Gründung wurde das erste Tochterkloster Walkenried im Harz gegründet 1132 folgten Volkerode in Thüringen 1135 Amelungsborn am Solling 1140 Hardehausen in Westfalen und 1146 Michaelstein ebenfalls im Harz. Vom Kloster gingen 15 Tochtergründungen direkt aus. Auf dem standen 60 Klöster und weitere 24 Nonnenklöster direkter Aufsicht der Kamper Äbte. Ende des 13. Jahrhunderts erreichte das Kloster unter Abt Giselbert Höhepunkt mit Besitzungen unter anderem in Koblenz Neuss Uerdingen Rheinberg Utrecht Aachen und Nimwegen .
Am Anfang des 15. Jahrhunderts wurden viele Gebäude am Kloster renoviert neu errichtet auch ein neuer Hochaltar wurde Mit der Reformationsbewegung im 16. Jahrhundert und besonders mit dem Truchsessischen Krieg schwere Zeiten für das Kloster an. 1580 zog ein Teil der Mönche nach 5 Jahre später gab man das Kloster auf und der Rest siedelte nach Rheinberg 1586 wurde ein Großteil des Klosters durch Adolf von Neuenahr und Moers auf dem zerstört.
Erst unter Abt Polenius ( 1636 - 1664 ) ein Teil der Mönche zurück der begann allerdings erst ab 1683 unter Abt Andreas Holtmann aus Geldern. 19. November 1700 konnte der ganze Konvent wieder einziehen. Abt Wilhelm Norff aus Rheinberg ( 1705 - 1726 ) wurde eine neue Orgel gebaut die Schulden getilgt und neue gekauft. Unter Abt Franziskus Daniels aus Grevenbroich ( 1733 - 1749 ) brach für das Kloster die letzte an. Er ließ den heute noch bekannten errichten und baute eine Plälatur direkt neben Klosterkirche.
Nachdem 1789 in Frankreich die Revolution ausgebrochen war konnte 1794 der linke Niederrhein von den französischen besetzt werden. Am 6. August 1802 wurde von den Kommissaren Lépine und die Säkularisation des Klosters verkündet alle beweglichen und Güter wurden konfisziert. Alleine die Kirche und für den Gottesdienst benötigten Gegenstände waren davon Die letzten Mönche verliessen das Kloster am 10. August 1803 . 1807 wurde das Kloster von sechs Kaufleuten Die Gebäude wurden abgerissen oder umgebaut das des Ordens ging durch die Abschaffung der durch Frankreich an die Bauern über die bisher nur erblich nutzen durften.
Zwischen 1802 und 1954 wurde die ehemalige Klosterkirche von der als Pfarrkirche genutzt. Am 27. Mai zog ein Konvent der Karmeliter in das Kloster ein und waren Seelsorger und Lehrer an den Schulen der tätig. 2002 wurde aber auch dieser Konvent aufgelöst die Ordensleute zogen bis auf einen in Niederlande zurück.
Laut Satzung des Zisterzienserordens musste jedes einen eigenen Weinberg besitzen den Kamp als in Moselweiß bei Koblenz besaß. Nachdem sie Gut 1355 wegen finanzieller Schwierigkeiten verkaufen mussten legten Mönche im Süden der Kirche einen Weinberg In einer Chronik von 1483 ist mehrfach über diesen Wein zu dass er mit Reizen gegeizt haben soll: Kamper Wein bereitet am Tisch nur Pein“ lat : Vinum Campens non facit gaudia mense ).
Um 1740 soll Friedrich I. von Preussen von Straßburg zum Schloss Moyland bei Kleve gefahren sein um sich dort mit Voltaire zu treffen. Auf dem Weg fuhr am Kamper Terrassengarten vorbei und entwarf daraufhin Plan von Sanssouci .
Zum Klostergelände gehört der um 1990 restaurierte Terrassengarten. In einer der beiden finden oft Ausstellungen von Künstlern statt. Auf Abteiplatz vor der Klosterkirche sind noch einige erhalten mit der letzten Blütezeit des Klosters sind. Im Agathastift befindet sich das Ordensmuseum dem viele Gegenstände aus der Geschichte des ausgestellt sind.