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Kloster Tennenbach


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Das Kloster Tennenbach ist eine ehemalige Zisterzienserabtei gelegen bei Freiamt und Emmendingen Baden-Württemberg (ca. 1160 - 1807 )

Inhaltsverzeichnis

Das Kloster

Das endende 11. und das 12. Jahrhundert ist geprägt durch eine neue Auffassung christlichen Glauben und Leben ( vita religiosa ). Im Verlauf der Jahrzehnte um die vom 11. zum 12. Jahrhundert sollte sich Differenzierung im Mönchtum anbahnen das bisher dominierende wurde zu einem Mönchsorden unter anderen - statt Einheit also. Zu den damals entstehenden sehr erfolgreichen neuen Orden im Bereich des Mönchtums gehörten die Zisterzienser. Gerade die Zahl Zisterzienserklöster (Zisterzen) sollte im Verlauf des 12. enorm zunehmen. Die Zeit Bernhards von Clairvaux (* 1090 -† 1153 ) war auch die Zeit des Übergreifens Zisterzienser nach Deutschland. Die Abtei Kamp am ( 1123 ) ist hier zu erwähnen ebenso weitere Morimund ( 1115 ) errichtete Filialen (s.a. Filiation ) in Südwestdeutschland wie das elsässische Engelskloster ( 1124 ) Maulbronn ( 1139 ) oder das von Lützel aus gegründete Salem ( 1136 / 1138 ). Tennenbach ist dann von Frienisberg aus worden Frienisberg bei Bern gelegen war wiederum Gründung Lützels (1138) und gelangte im 13. Jahrhundert zu bedeutendem Besitz. Lützel im Oberelsass 1123 in Anwesenheit Bernhards von Clairvaux gegründet Die Gründung des Zisterzienserklosters Tennenbach - oder es zunächst hieß: Porta Coeli ("Himmelspforte") - erfolgte um das Jahr Zwölf Mönche unter ihrem Abt Hesso übersiedelten vom burgundischen Kloster Frienisberg - ob auf Herzog Bertholds IV. von Zähringen ( 1152 - 1186 ) ist zweifelhaft. Eine in der Mitte 13. Jahrhunderts gefälschte Gründungsnotiz nennt den Besitz Güter und Rechte in der Nachbarschaft Tennenbachs führt eine Zeugenliste an zu der auch Berthold und Markgraf Hermann III. oder IV. Baden ( 1130 - 1160 oder 1160 - 1190 ) gehören. Rechte und Güter der Zisterzienserabtei Westabhang des Schwarzwalds sind aber schon bald dem Privileg Papst Alexanders III. vom 5. August 1178 aufgeführt worden. Die Zisterze erfreute sich schon damals - nach dem Ende des Papstschismas ( 1159 - 1177 ) - reger Kontakte zum Papsttum. Wir hier noch das Privileg Papst Innozenz' III. 6. November 1209 . Von weltlicher Seite her soll Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1152- 1190 ) für Tennenbach geurkundet haben während die von Klostergut in Neuenburg zwecks Gründung der gleichnamigen Stadt durch Berthold IV. (zwischen 1170 und 1180) auch im Tennenbacher Güterbuch des 14. Jahrhunderts Protest Anzumerken bleibt noch dass Tennenbach ab Ende 12. Jahrhunderts der Zisterzienserabtei Salem unterstand. Anzumerken ebenfalls die besondere zisterziensische Struktur der Tennenbacher in den knapp ersten zwei Jahrhunderten nach Gründung der Zisterze: Grangien also vom Kloster Eigenbewirtschaftung betriebene Ländereien waren wesentlich für das des Grundbesitzes der sich in der Oberrheinebene im westlichen Schwarzwald konzentrierte während der Tennenbacher in der Baar weitgehend davon isoliert war. Klostervogtei hatten im 13. und 14. Jahrhundert Markgrafen von Hachberg inne ab 1373 beanspruchten sie die Habsburger . 1444 wurde Tennenbach von den Armagnaken verwüstet - das Kloster war über Jahre unbewohnt - 1525 im Bauernkrieg verbrannt 1807 säkularisiert. Von der alten Klosteranlage existiert nur noch die Krankenkapelle.

Der Tennenbacher Güterstreit

Irgendwann vor 1180 schenkte Werner von Roggenbach Dienstmann des Berthold IV. von Zähringen (1152- 1186 ) dem Zisterzienserkloster Tennenbach Güter in Roggenbach Villingen Aasen und Dauchingen. Da auch der Herzog diese Güter zu Gunsten des Benediktinerklosters St. Georgen im Schwarzwald verfügt hatte kam es nach dem Werners zwischen den beiden Mönchsgemeinschaften zum sog. Güterstreit der in den 1180er-Jahren Äbte Bischöfe und Päpste beschäftigte. Der Kompromiss von 1187 sah dann für St. Georgen den für Tennenbach die Nutzung Roggenbachs vor während Güter in Villingen und Aasen bei den verblieben das herzogliche Allod in Klengen bei St. Georgen.

Äbte von Tennenbach

  • Hesso von Frienisberg (ca.1160-1177)
  • Udalrich (1177-1184)
  • Konrad von Zeiningen (1184-1207)
  • Berthold von Zähringen (ca.1210-1226)
  • Rudolf von Zähringen (1226-1256)
  • Burchard I. von Dusslingen (1256-1260)
  • Heinrich v. Falkenstein (1260-ca.1279)
  • Meinward I. von Stühlingen (ca.1279-1297)
  • Meinward II. v. Münsingen (1297-1317)
  • Johannes I. von Todtnau (1317-1336)
  • Johannes II. Zenlin (1336-1353)
  • Johannes III. Lepus (1353-1368)
  • Jakob Tanner (1368-1396)
  • Johannes IV. Mütterler (1396-1421)
  • Rudolf Zoller (1421-1438)
  • Martin Soensbach (1438-1448)
  • Nikolaus I. Rüfflin (1448-1449)
  • Burchard II. Iselin (1449-1483)
  • Konrad II. Pfitelin (1483-1490)
  • Michael Sitz (1490-1508)
  • Johannes V. Kinglin (1508-1540)
(sowie Äbte der frühen Neuzeit bis

Literatur

  • BUHLMANN M. Manegold von Berg - Abt von St. Bischof von Passau (= Vertex Alemanniae H.4) St. Georgen 2003
  • EBERL I. Die Zisterzienser. Geschichte eines europäischen Ordens Darmstadt 2002
  • HEYCK E. Geschichte der Herzoge von Zähringen 1891 Ndr Aalen 1980
  • HEYCK E. Urkunden Siegel und Wappen der Herzoge von Freiburg i.Br. 1892
  • MAURER H. Die Tennenbacher Gründungsnotiz in: Schau-ins-Land 90 (1972) S.205-211
  • SCHNEIDER A. Die ehemalige Zisterzienser-Abtei Porta Coeli im Breisgau 1904
  • SCHWINEKÖPER B. Das Zisterzienserkloster Tennenbach und die Herzöge von Ein Beitrag zur Gründungs- und Frühgeschichte des in: Forschen und Bewahren. Das Etztäler in Waldkirch. Kultur- und landesgeschichtliche Beiträge zum und zum Breisgau Waldkirch 1983 S.95-157
  • WEBER M. Der Tennenbacher Besitz im Villinger Raum in: MÜLLER W. (Hg.) Villingen und Westbaar (= Veröffentlichungen des Alemannischen Instituts Freiburg Nr.32) Bühl 1972 S.175-191
  • WEBER M. HASELIER G. u.a. (Bearb.) Das Tennenbacher Güterbuch (1317-1341) (= VKGLBW A Stuttgart 1969
  • ZINSMAIER P. Zur Gründungsgeschichte von Tennenbach und Wonnental in: ZGO 98 (1950) S.470-479

Abkürzungen

  • VKGLBW A B = Veröffentlichungen der für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg Reihe A: Reihe B: Darstellungen
  • ZGO = Zeitschrift für die Geschichte Oberrheins



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